Der junge Brasilianer beurteilt seine bisherige Saison und den kommenden Grand Prix von Monaco.

Nelson, deine erste Formel 1-Saison ist zu einem Drittel gelaufen. Wie bewertest du dein Debüt-Jahr bis hierhin?
Nelson Piquet Es war kein einfacher Einstieg in die Formel 1. Ich habe ein paar Fehler gemacht und mehrfach Pech gehabt – also nicht gerade das, was ich mir für meine ersten fünf Rennen als Formel 1-Pilot gewünscht hätte.
Aber entscheidend ist, dass ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und einige Lektionen gelernt habe, die mir hoffentlich ermöglichen, ein immer stärkerer Fahrer zu werden.
Monaco ist der mit Abstand glamouröseste Grand Prix – und eine sehr untypische Strecke. Magst du Straßenkurse?
NP Auf jeden Fall – obwohl das Rennfahren auf Straßenkursen auch manchmal einer Lotterie gleicht. Das Qualifying ist noch wichtiger als auf anderen Strecken, denn in Monaco sind die Straßen so schmal, dass es fast unmöglich ist, einen Gegner zu überholen.
Im Rennen brauchst du eine gute Strategie, um möglichst nicht im Verkehr steckenzubleiben. Und wie auf jedem Stadtkurs musst du natürlich extrem konstant fahren, weil die Mauern nur Zentimeter neben der Ideallinie stehen und jeder Fehler hart bestraft wird.
Ist das Rennen in Monaco auch deshalb etwas Besonderes für dich, weil du nicht weit von hier aufgewachsen bist?
NP Die Atmosphäre in Monaco ist immer unglaublich – und als ich in jungen Jahren hier in der Nähe lebte, habe ich das sehr genossen. Als Formel 1-Fahrer zurückzukehren, ist sicher etwas Besonderes, aber von einem Heimrennen möchte ich nicht sprechen.
Ich kenne die Strecke von meinen GP2-Rennen, aber in einem Formel 1-Auto sieht die Sache wieder völlig anders aus. Ich freue mich auf diese Erfahrung.
Wo siehst du das Team in Monaco, nachdem in Spanien und der Türkei ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen war? Und wie wirst du dein Rennen angehen?
NP Ich werde wie immer mein Bestes geben, um für das Team gute Arbeit abzuliefern. Es wäre toll, wenn wir ein paar Punkte einfahren könnten – das ist mein Ziel.
Also werde ich versuchen, ein gutes Qualifying zu fahren, hoffentlich unter den ersten Zehn zu starten und ein konstantes Rennen zu zeigen.
- Mischa Hammann, Renault Deutschland AG-
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