Mühlner Motorsport Porsche 911 GT3 Cup S
Testfahrten in Spa-Francorchamps

Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team testete Mittwoch mit einem weiteren neuen Porsche 911 GT3 Cup S auf der Heimstrecke in Spa.
Die beiden Niederländer Jeroen Bleekemolen und Ronald van de Laar werden sich einen der von Mühlner Motorsport beim ADAC GT Masters eingesetzten Porsche teilen. 18km hatte das Fahrzeug bei Porsche in Weissach auf der Teststrecke gefahren, bevor van de Laar im ersten Outing in Spa auf die Strecke ging und das Auto schonend einfuhr. Bleekemolen übernahm und auch er schaltete früh hoch, um den Motor nicht direkt voll zu fordern.
Nach ungefähr 200km checkten die Techniker des Mühlner Teams das Fahrzeug durch und anschließend gingen die Fahrer etwas beherzter zur Sache. Van de Laar gewöhnte sich immer besser an das neue Auto und die für ihn auch neue Strecke während Bleekemolen schon gute Zeiten fuhr. Das allerdings im originalen Auslieferungszustand, noch ohne die von der FIA verhängten „Strafmaßnahmen" für die Teilnahme an der GT3 Europameisterschaft.
„Die FIA hat den Porsche überdimensional stark beschnitten. Nachdem der Porsche in Monza und Nogaro mit Profirennfahrern am Steuer als schnelles Fahrzeug aufgefallen war, hat die FIA gegen den Porsche gleich drei Sanktionen verhängt: 40kg Zusatzgewicht, einen Air-Restriktor und auch die Fahrhöhe wurde um 10mm höher gelegt.
Andere Fahrzeuge, in denen Amateure gefahren waren, wurden gar nicht bzw. nur wenig beschnitten. Da hat man Äpfel und Birnen verglichen. Nun sieht man, dass die Amateurfahrer in der EM mit dem viel zu stark beschnittenen Porsche einfach zu langsam sind", erklärt Bernhard Mühlner.
„Der Porsche ist im Auslieferungszustand ein schlüssiges Auto. Aber mit einer Leistung auf dem Niveau des aktuellen Cup Porsche und gleichzeitig sogar noch 50 Kilo mehr Gewicht als ein Cup Porsche sowie einer Fahrzeughöhe, die mit der eigentlichen Kinematik nicht harmoniert, wird es schwer werden, ganz vorne zu fahren", stellt Jeroen Bleekemolen fest.
„Wir hoffen sehr, dass man beim ADAC GT-Masters die ungerechte Einstufung des Porsche nicht übernehmen wird. Nur wenn ein Porsche auch um den Sieg kämpfen kann, werden wir gute Fahrer für unser zweites und drittes Auto finden, " weiß Teamchefin Renate-Carola Mühlner.
Beim ersten Lauf zur FIA GT3 Europameisterschaft taten sich fünf der sechs anwesenden Porsche sehr schwer, wettbewerbsfähig zu sein. Der augenscheinlich schnellste Porsche wäre nach dem ersten Rennen beinahe wie das Porsche GT2 Werksauto wegen mangelnder Fahrzeughöhe disqualifiziert worden, wenn es nicht eine Unklarheit bezüglich der Meßmethode im FIA GT3 Reglement gegeben hätte.
Vor diesem Hintergrund spiegelt das in Silverstone zu sehende Ergebnis nicht die wirkliche Wettbewerbssituation wieder.
„Wir werden alles daran setzen, denn Porsche soweit als möglich weiter zu entwickeln. Preiswerter, effektiver und auch gerechter wäre es jedoch, wenn der ADAC nicht alle „Strafmaßnahmen" der FIA für das ADAC GT-Masters übernehmen würde", hofft Bernhard Mühlner im Interesse seiner Fahrer.
www.muehlner-motorsport.com
- Bernhard Mühlner - auch Photo
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