Siege in der Porsche Markenwertung in beiden Läufen

Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm an der dritten Veranstaltung der FIA GT3 Europameisterschaft in Oschersleben mit zwei Porsche 911 GT3 Cup S teil.
Der in England lebende Kanadier Mark Thomas teilte sich in Oschersleben den Porsche GT3 Cup S (Startnummer 39) wieder mit dem Tschechen Jara Jirik, mit dem er schon in Monza zusammenfuhr. Die beiden gewannen dort im ersten Rennen vor ihren Teamkollegen die Porsche Markenwertung.
Tom Cloet (Belgien) und Tim Bergmeister (Deutschland) fuhren den Porsche mit der Startnummer 40, mit dem das Mühlner Team so erfolgreich beim ADAC GT Masters unterwegs ist, dass man die Fahrerwertung mit 12 Punkten Vorsprung und auch die Teamwertung anführt.
Von Platz 4 aus ins Rennen gegangen fuhr Startfahrer Bergmeister auf den dritten Platz vor und machte Druck auf den Zweitplatzierten als er eine Durchfahrtsstrafe wegen eines angeblichen Frühstarts absolvieren musste. Dadurch fiel er auf den 16. Platz zurück und brannte anschließend eine schnellste Runde nach der anderen in den Asphalt. Nach dem Fahrerwechsel wurde Cloet schließlich als guter Elfter und bester Porsche abgewunken.
Thomas fuhr den Start auf dem anderen Mühlner Porsche und übergab bei Halbzeit an Jirik, der dann als Zwölfter im Gesamtklassement und zweiter Porsche den Doppelerfolg in der Porsche Markenwertung absicherte.
Dadurch übernahm Mark Thomas im Porsche Cup der FIA GT3 die alleinige Führung mit 2 Punkten Vorsprung.
Das Sonntagsrennen wurde um 11:00 gestartet und wurde von einer Safety Car Phase kurz nach dem Öffnen des Zeitfensters für den Boxenstopp bestimmt. Tom Cloet, der auf der Startnummer 40 den Start fuhr, meldete über Funk, dass er so schnell als möglich an Tim Bergmeister übergeben wolle und kam auch prompt zur Box.

Just in dem Moment musste das Safety Car auf die Strecke und als Bergmeister sich wieder einreihte, hatte er eine ganze Runde verloren. Daher kamen Cloet und Bergmeister nur auf Platz 22 ins Ziel.
Jara Jirik sollte genau bis zur Halbzeit des Rennes auf dem Porsche mit der Startnummer 39 fahren. Die Taktik wurde dann aber wegen der Safety Car Phase kurzfristig umgestellt und Jirik wurde genau zum richtigen Zeitpunkt an die Box gerufen. Dadurch kam Mark Thomas in die Top Ten und pushte hart um auf den führenden Porsche aufzuschließen.
Auf Platz sieben liegend übertrieb er die Aufholjagd und drehte sich. Auf Platz 10 zurückgefallen attackierte er trotzdem weiter und schaffte es in der letzten Runde den anderen Porsche zu überholen und wurde sehr guter Achter. Den Porsche Markencup führt er jetzt mit 4 Punkten Vorsprung an.
„Wir haben dieses Wochenende bewiesen, dass wir in die Punkte fahren können. Hätten wir am Samstag auf Platz drei liegend nicht die Drive Through Strafe erhalten, wäre uns das auch schon im ersten Rennen gelungen, " fasst Bernhard Mühlner das Wochenende zusammen.
- Bernhard Mühlner - auch Photos
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