Mühlner Motorsport beendet ereignisreiches Rennen auf dem Podium

Das in Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm am 6-Stunden-Rennen in Vallelunga, dem Gold Cup für GT Fahrzeuge mit zwei Porsche 911 GT3 Cup teil.
Den LIFEFORCE Porsche (#51) pilotierten Martin Rich (GB) und der Profirennfahrer Philipp Peter (Aus). Der zweite Porsche mit der Startnummer 52 wurde von den beiden Deutschen Oliver Freymuth und Wolfgang Kohler sowie dem Italiener Christian Pigionanti gefahren. Im Training qualifizierten sich die beiden Mühlner Porsche für die Startplätze 3 und 5 bei den Porsche 997 Cup Fahrzeugen.
Für Freymuth war das Rennen eigentlich schon zu Ende bevor es begann: Beim Fahren in die Startaufstellung verlor er die Kontrolle über den Porsche, drehte sich und schlug mit voller Wucht in die Begrenzungsmauer ein. Der Vorderwagen wurde auf der linken Seite um fast 30cm eingedrückt, sämtliche Kühler waren defekt.
Was dann geschah ist typisch für die erfahrene Mühlner Mannschaft: In Windeseile wurden provisorische Halter und Aufhängungen gefertigt und neue Kühler montiert. Eine neue Stoßstange, die mit Tape und Kabelbindern fixiert wurde, gab dem Porsche wieder ein „Gesicht" und Kohler konnte mit Verspätung dem Feld hinterher starten.
Peter hatte sich inzwischen auf dem zweiten Platz etabliert, bis der Führende zum Tankstopp kam. Kurze Zeit später gab es die erste Safety Car Phase und in der holte das Mühlner Team den auf Platz 1 fahrenden Peter zum Tanken an die Box. Peter blieb auch im Auto und hatte nach dem Stopp fast drei Runden Vorsprung.
Trotz einer Stop-and-Go Strafe wegen zu frühem Beschleunigen am Ende der Boxengasse übergab Peter den LIFEFORCE auf Platz 1 in der Klasse und Platz 5 im Gesamt mit zwei Runden Vorsprung an Rich, der nach 20 Runden auch während einer Safety Car Phase betankt wurde und im Fahrzeug blieb.
In der 27. Runde von Richs 2. Turn dann der Supergau: Bei einem Ausweichmanöver mit einem der Prototypen flog Rich ins Kiesbett, wo er stecken blieb bis man ihn dort wieder raus zog. Beim dann notwendigen Stopp übernahm Peter wieder, konnte aber die Lücke zum Ersten, der während Rich im Kies steckte die Führung übernommen hatte, nicht mehr zufahren. Rich fuhr den Schlussturn und wurde als Zweiter abgewinkt.
Bei der Startnummer 52 mussten noch zweimal die „frei schwebenden" Kühler fixiert werden, ansonsten konnten Kohler, Pigionanti und Freymuth problemlos ihre Turns abspulen und sahen nach 6:01:25 als drittes Supercup Fahrzeug die Zielflagge.
„Was für ein Rennen, erst ist das eine Auto schon quasi ein Totalschaden bevor das Rennen gestartet wird und dann verlieren wir einen Sieg im Kiesbett. Aber so ist es im Motorsport: Alles kann passieren und Unfälle und Ausrutscher sind halt Teil des Motorsports. Immerhin konnten wir das Jahr auf dem Podium beenden.
Von den sechs teilnehmenden belgischen Fahrzeugen waren wir die Bestplatzierten, obwohl die anderen Teams stärkere Fahrzeuge eingesetzt haben. Unsere Vorbereitung und die Taktik war also wieder einmal sehr gut", zieht Bernhard Mühlner die Bilanz des letzten von 15 Rennen der Saison 2007.
- Bernhard Mühlner - auch Photo
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