Tabellenführung Weitere Volltreffer für Niki Thiim.

Ein echter Profi muss nicht immer siegen
Im Rahmen der DTM zu fahren ist wie eine Bank. Nicki Thiim kann auf diese Bank setzen. Und das mit Topzinsen. Zinsen nicht als cash, sondern in Form von „Profipoints". Und er hat schon eine Menge davon auf dem „Konto". So viele das er sich bald selbstständig machen kann.
Selbstständig machen als was? Als Profifahrer natürlich. Nicki lächelt. Ob er das gerne hört? Ich denke schon. Denn der junge
Mann ist gut. Er kann es und er zeigt es fast an jedem Wochenende sehr eindrucksvoll. Derzeit ist er in der Seat Supercopa unterwegs – ganz vorne unterwegs um genau zu sein.
Sein 300PS-Auto, eingesetzt um Profis der Mannschaft von Denis Rostek funktioniert. Er bewegt es nicht alleine im Team. Die Mannschaft setzt mehrere Modelle gleichen Typs in der Supercopa ein. Thiim Junior ist der Beste bei Rostek. Dafür muss er fighten. Immer wieder aufs Neue. In jeder Woche. Auf Rundstrecken wie dem legendären Nürburgring. In Hockenheim, dem Eurospeedway, in Zandvoort oder auf Strecken in Italien oder Frankreich.
„Nein, in meiner Heimat Dänemark läuft derzeit für mich nicht sehr viel. Aber wenn da was wäre bekäme ich sicher ggf. auch eine Freigabe, um dort wo ich geboren wurde, wo meine Wurzeln sind, wo man meinen Aufstieg miterlebt hat, im Kart und in der Formel-Ford, wo ich meine ersten nationalen Titel holte, wohl auch eine Freigabe für ein Rennen.
Wer Nicki am Norisring siegen sah und jetzt in Zandvoort taktisch fighten sehen konnte, der sah ein Vollprofi. Kurt Thiim, sein Vater, Ex-Formel-3 Champion und DTM-Meister Kann Nikki sicher nicht mehr viel beibringen. Das meiste Detailwissen ist sicher bereits geflossen. Was nun kommen kann sind technische Zusammenhänge.
Denn wenn Nicki auch das beherrscht wie der vom Erfolg verwöhnte Herr Papa, dann kann man in Sachen Rennindustrie oder bei den Automobilherstellern wohl an dem jungen Mann nicht mehr vorbei. Ja, es ist da ja noch was. Der Name Thiim bürgt für Qualität. Der Name hat Gewicht. Und das seit mindestens einem viertel Jahrhundert.
Am Norisring überzeugte Nicki Thiim mit glanzvollen Siegen. In Zandvoort galt es unter schwierigsten Umständen Ruhe zu bewahren und Punkte zu machen. Mit der Brechstange wäre dort in den Nordseedünen nichts gegangen. Nicki erkannte das sofort. Und der Lohn – der kam. Tabellenführung verteidigt. Mission erfüllt.
-HTS Fotos: MaP
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