Pole, Sieg und schnellste Runde sind das Ziel

„Wirklich ein ganz dicker Erfolg für Nicki Thiim", so ein Insider in Nürnberg. Und dabei wiegte der Mann der das sagte nachdenklich den Kopf. Ein wichtiger Mann aus der Szene übrigens. Wenn der das jetzt nicht vergisst, dann könnte der lange Blonde aus dem hohen Norden sicher schon bald davon profitieren.
Und auch nicht nur der Fahrer um den es hier geht, nein auch der Mann der den Erfolg des 18jährigen Gymnasiasten aus Sonderburg, idyllisch im Süden Dänemarks gelegen, am Norisring vor Ort verfolgte.
Nicki Thiim ist nicht mehr auf dem Weg nach oben. Er ist kein aufstrebendes Talent mehr. Er ist bereits ein Profi. Nicki weiß nicht nur was er will, er weiß auch wie man das jeweils gesteckte Ziel erreicht. „Natürlich habe ich mit meinem Vater einen Topberater zur Hand", lächelte der junge Mann der aus Sicht vieler Experten bereits 2006 auf dem Weg nach oben war.
Dänischer Rennwagenmeister in der Formel-Ford, World-Cup-Starter und bester Gaststarter im stürmisch verregneten Festival in Brands Hatch vor den Toren Londons. Dazu erste sehr gute Tourenwagenresultate im Team seines Landsmannes Kris Nissen bei Volkswagen-Motorsport in Deutschland.
In Nürnberg prügelte Nicki Thiim seinen 300 PS-Cup-Seat profilike auf Pole und danach von der Pole zum Sieg. (Foto: Nicki Thiim ,l, und Helfer Viggo Johansen,DK)
Kein Sieg über ältere Hobbyfahrer, nein ein Sieg über Jungs wie der Däne selber. Erfolgshungrieg und von dem Willen getrieben, sich ebenfalls als Profi am Start zu bewähren. Nicki Thiim hat in Ex-DTM-Champion Kurt, seinem Vater, nicht nur einen perfekten Lehrmeister, sonden auch einen Mann mit Leitbildfunktion an der Seite.
Über die Formel-Ford, den Titel in der Formel-3 und der DTM brachte es Senior Kurt Thiim zusammen mit Dr. Jonathan Palmer (GB) zu Starts für Sauber in Le Mans und einem F1-Test bei Tyrrell. „Damals hatten Jac (sein Manager) und ich das Geld für die F1 nicht", so Kurt.
„Aber….", er lächelt und schweigt. Ich denke – Nicki Thiim muss nicht erst was werden. Der ist schon was. Ein sehr guter Botschafter des Motorsports nicht nur für Dänemark. Auch für die Teams und Hersteller die ihn in den Wettkampfschicken.
- HTS-
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