Porsche-Mobil1-Supercup, 9. Lauf beim GP von Ungarn

Der amtierende Vizemeister Damien Faulkner (Irland) holte beim 9. Lauf des Porsche-Mobil1-Supercup auf dem Hungaroring bei Budapest seinen zweiten Saisonsieg. In der Meisterschaftswertung klettert der 31-jährige Pilot des Teams SAS Lechner Racing damit auf den zweiten Tabellenplatz.
Nachdem Damien Faulkner bereits am Vortag im Qualifikationstraining mit der Bestzeit eine fehlerlose Vorstellung gezeigt hatte, ließ er der Konkurrenz auch in dem 14-Runden-Rennen keine Chance. Vom Start weg setzte er sich an die Spitze des Feldes und hielt die Führung bis zum Überqueren des Zielstrichs nach 26:14,060 Minuten. Lediglich der aktuelle Spitzenreiter Jeroen Bleekemolen (Niederlande) konnte das Tempo mitgehen. Der 26-jährige ehemalige DTM-Pilot, der für Jetstream Motorsport PZ Essen antritt, sah die Zielflagge rund eine Sekunde nach dem Sieger.
Mit rund acht Sekunden Rückstand auf die Bestzeit wurde Patrick Huisman (Niederlande) als Drittplatzierter auf der ungarischen Grand-Prix-Strecke abgewinkt. Dem vierfachen Supercup-Champion gelang ein guter Start von der fünften Position. Bereits wenige hundert Meter nach dem Erlöschen der Ampel lag der Pilot des Irwin Racing Teams bereits auf Höhe von Marco Holzer (Bobingen) und Jaap van Lagen (Niederlande), die auf den Plätzen drei und vier gestanden hatten. In der ersten Kurve setzte sich der 41-jährige ehemalige DTM-Pilot schließlich gegen seine Konkurrenten durch, übernahm die dritte Position und hielt diese bis zum Rennende.
Hinter dem Niederländer überquerten Danny Watts (Großbritannien) und David Saelens (Belgien) den Zielstrich auf den Rängen vier und fünf. Sowohl Watts, der Teamkollege von Faulkner bei SAS Lechner Racing, als auch Saelens, der wie Huisman für Irwin Racing unterwegs ist, kamen beim Start gut von ihren Positionen. Nach der ersten Kurve schlossen sie auf den vor ihnen liegenden Jaap van Lagen vom Damac Kadach Racing Team auf. In der vierten Runde profitierten die beiden dann davon, dass der auf Rang vier fahrende Niederländer aufgrund eines beschädigten Kühlers das Rennen beenden musste.
Ohne Beschädigung brachte der UPS-Porsche-Junior Marco Holzer (Bobingen) seinen Porsche 911 GT3 Cup ins Ziel. Der 20-jährige Nachwuchspilot hatte sich mit einer beeindruckenden Leistung als Dritter für das Rennen qualifiziert. Nach dem Erlöschen der Startampel kam Holzer jedoch schlecht von seinem Platz weg und musste vor der ersten Kurve insgesamt vier Konkurrenten vorbeiziehen lassen. Durch eine fehlerlose Vorstellung hielt er dann seine Position und wurde am Ende Sechster. Viel Pech hatte hingegen sein Teamkollege Martin Ragginger (Österreich). Der 20-Jährige schied unverschuldet bereits in der ersten Runde aus.

Damien Faulkner (Sieger): „Zunächst möchte ich meinem Team ein großes Dankeschön aussprechen. Sie haben meinen Wagen optimal vorbereitet und mir damit diesen zweiten Saisonsieg ermöglicht. In der jüngsten Vergangenheit hatten wir keine wirklich guten Resultate eingefahren. Umso glücklicher macht mich dieser Sieg. Ich habe heute das Optimum herausgeholt und keine Fehler gemacht. Bereits am Start bin ich sehr gut weggekommen und brachte danach den Sieg nachhause."
Jeroen Bleekemolen (Zweiter): „Ich bin mit dem heutigen Rennen zufrieden. Leider habe ich einen schlechten Start erwischt und hatte daher keine Chance gegen Damien. Während des Rennens konnte ich sein Tempo mitgehen, doch da war es bereits zu spät. Sein Sieg ist jedoch verdient. Er war das gesamte Wochenende sehr stark. Heute wäre es schwer gewesen, ihn zu schlagen.
Aufgrund des Meisterschaftsstandes wollte ich kein zu hohes Risiko eingehen. Nun liege ich mit 38 Punkten Vorsprung an der Spitze. Das gibt Sicherheit. Ab jetzt werde ich daher wieder stärker angreifen und versuchen noch den einen oder anderen Laufsiege zu holen."
Patrick Huisman (Dritter): „Der dritte Platz war der erste Podiumserfolg für Irwin in der aktuellen Saison. Wir haben wirklich sehr sehr lange darauf hingearbeitet. Insbesondere David hat in den letzten Rennen sehr hart um eine Platzierung auf dem Treppchen gekämpft. Er hatte Pech und ich hatte heute das Glück, diesen dritten Platz zu holen. Budapest gehört zu meinen absoluten Lieblingsstrecken.
Schon in den letzten Jahren bin ich hier immer sehr gut unterwegs gewesen. Heute war mir klar, dass ich am Start sehr gut wegkommen muss, um eine Chance zu haben. Das ist mir gelungen und danach konnte ich den dritten Platz relativ einfach ins Ziel bringen. Für den Rest des Jahres wünsche ich mir noch ein paar Podiumserfolge für unser Team. Vielleicht ist ja jetzt der Knoten geplatzt."

Marco Holzer (Siebter): „Mein Start war alles andere als optimal. Ich habe gezuckt und bin dann auf die Bremse. Danach war ein guter Start nicht mehr möglich. Im Rennen bin ich dann ganz gut unterwegs gewesen.
Hinten hat mir Lance viel Druck gemacht. Jedoch konnte ich gut damit umgehen; und nach vorne war ich mit dem David Saelens beschäftigt. Es war kein langweiliges Rennen, sondern vielmehr ein sehr lehrreiches."
Rennergebnis:
1. Damien Faulkner (IR), SAS Lechner Racing, 26:14.060 Min. (140.184 km/h)
2. Jeroen Bleekemolen (NL), Jetstream Motorsport PZ Essen, + 0.928 Sekunden
3. Patrick Huisman (NL), Irwin Racing, + 7.689
4. Danny Watts (GB), SAS Lechner Racing, + 9.063
5. David Saelens (BE), Irwin Racing, + 11.798
6. Marco Holzer (D), UPS-Porsche-Junior-Team, + 12.286
7. Lance D. Arnold (D), SPS Performance – PZ Aschaffenburg, 14.156
8. René Rast (D), VELTINS MRS Racing, 14.538
9. Jörg Hardt (D), Schnabl Enigneering-LKM-KplusK, 17.671
10. Chris Mamerow (D), Damac Kadach Racing Team, 21.259
- Stefan Steiner - photos Porsche
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