Tageszusammenfassung, zweite Runde:

Vier Siege von Favoritinnen und eine faustdicke Überraschung – das brachte der Donnerstag beim Porsche-Tennis-Grand-Prix. Während Justine Henin (Belgien), die Nummer 1 der Welt, ebenso wie Vorjahressiegerin Nadia Petrova (Russland), Jelena Jankovic (Serbien) und Elena Dementieva (Russland) ins Viertelfinale einzogen, kam für Ana Ivanovic das unerwartete Aus: Die Weltranglistenfünfte musste sich völlig überraschend der Qualifikantin Kateryna Bondarenko (Ukraine) geschlagen geben.
Bei ihrem ersten Auftritt in der Porsche-Arena wurde Justine Henin ihrer Favoritenrolle gerecht. Die 25-jährige Belgierin, die in diesem Jahr die French Open und die US Open gewonnen hat, schlug die Russin Dinara Safina 6:4, 6:1. „Mit meinem Auftaktmatch bin ich zufrieden", sagte sie. „Ich war krank und habe drei Wochen pausiert, da ist es nicht ganz einfach, wieder einen guten Rhythmus zu finden. Trotzdem fühle ich mich frisch und fit.
Weil ich auf die Australian Open verzichtet habe, kommt mir die Saison in diesem Jahr nicht so lang vor wie sonst. Ich verschwende noch keinen Gedanken an Urlaub, das ist ein gutes Zeichen. Ich bin sehr froh, in dieser herrlichen Arena zu spielen. Für uns Spielerinnen gibt es hier nur schwere Matches, weil das Turnier extrem stark besetzt ist. Doch für das Publikum, das mich sehr herzlich aufgenommen hat, ist das natürlich toll."
Im Viertelfinale trifft Justine Henin, die sich beim Porsche-Tennis-Grand-Prix 2001 und 2003 jeweils im Finale geschlagen geben musste, auf Elena Dementieva. Die Russin setzte sich 6:4, 6:4 gegen Daniela Hantuchova (Slowakei) durch. „Ich habe schon oft gegen Justine gespielt, und wenn man nach der Statistik geht, habe ich gegen sie keine Chance", meinte sie. „Aber das beunruhigt mich nicht. Ich gebe nichts auf Statistiken."
Für die erste große Überraschung des Jubiläumsturniers in der Porsche-Arena sorgte die Qualifikantin Kateryna Bondarenko mit ihrem 6:2, 1:6, 6:3 gegen Ana Ivanovic (Serbien), die Nummer 5 der Welt. Die 21-jährige Ukrainerin, die im Viertelfinale gegen die Vorjahresfinalistin Tatiana Golovin (Frankreich) antreten muss, bestritt bereits ihr fünftes Match in Stuttgart.
„Mein Fanclub hat mir heute Morgen einen Schutzengel geschenkt, der hat mir Glück gebracht", sagte die Nummer 46 der Weltrangliste, die mit ihrer Schwester Alona auch im Doppel-Viertelfinale steht. „Der Sieg gegen Ana war mein bislang größter Erfolg auf der Tour. Wirklich überraschend kam er für mich trotzdem nicht. Ich habe mich sehr konzentriert auf dieses Turnier vorbereitet."
Ana Ivanovic, die am Wochenende das Turnier in Luxemburg gewonnen hatte, war verständlicherweise enttäuscht. „Es ist wirklich sehr schade, dass ich hier schon ausgeschieden bin", meinte sie, „aber Kateryna war heute einfach besser. Auf alles, was ich versuchte, hatte sie die richtige Antwort."
Im ersten Match des Tages setzte sich Vorjahressiegerin Nadia Petrova 6:1, 6:3 gegen die Qualifikantin Michaella Krajicek (Niederlande) durch und trifft nun im Viertelfinale auf die Weltranglistendritte Jelena Jankovic, die durch ein 4:6, 6:1, 6:3 gegen Shahar Peer (Israel) weiterkam. In der vierten Viertelfinalbegegnung treffen am Freitag Serena Williams (USA) und Svetlana Kuznetsova (Russland) aufeinander.

Ausgefallen ist die Doppelbegegnung Martina Müller/Gabriela Navratilova (Deutschland/Tschechien) gegen Francesca Schiavone/Katarina Srebotnik (Italien/Slowenien). Die Italienerin konnte wegen einer Verletzung nicht antreten. Damit zog das deutsch-tschechische Duo kampflos ins Halbfinale ein und spielt dort gegen Kveta Peschke/Rennae Stubbs (Tschechien/Australien), die mit einem 6:4, 6:3 gegen Michaella Krajicek/Vladimira Uhlirova (Niederlande/Tschechien) weiterkamen.
- Stefan Steiner, Andrea Hiller, Photos PORSCHE
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