Der Kampf um das Porsche 911 Turbo Cabriolet als Hauptpreis des Porsche-Tennis-Grand-Prix spitzt sich zu. Am Samstag werden auf dem Center Court der Porsche-Arena die Halbfinals ausgetragen. Dabei trifft Justine Henin (Belgien), die Nummer 1 der Welt, auf Jelena Jankovic (Serbien), die Nummer 3. Im zweiten Match spielen Vorjahresfinalistin Tatiana Golovin (Frankreich) und Svetlana Kuznetsova, die Nummer 2 der Welt, um den Einzug ins Endspiel.
„Die Top 3 der Weltrangliste im Halbfinale, das ist Wahnsinn", strahlte Turnierdirektor Markus Günthardt. „Unsere Zuschauer können sich auf zwei spannende Matches freuen."
Im ersten Viertelfinalmatch des Tages setzte sich Tatiana Golovin gegen die Qualifikantin Kateryna Bondarenko 6:3, 6:4 durch. Die 19-jährige Französin, die im Vorjahr in der Porsche-Arena zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Finale erreichte, tat sich gegen die Nummer 46 der Welt nicht leicht.
Schließlich hatte die Ukrainerin zuvor die Weltranglistenfünfte Ana Ivanovic ausgeschaltet und damit für die erste große Überraschung des Porsche-Tennis-Grand-Prix gesorgt. „Ich war überrascht, gegen sie zu spielen, denn eigentlich hatte ich mich auf Ana eingestellt", sagte Tatiana Golovin. „Ich hatte anfangs etwas Probleme, meinen Rhythmus zu finden, doch Stuttgart scheint für mich ein gutes Pflaster zu sein. Es ist toll, dass ich wieder auf dem Weg ins Finale bin."
Die Russin Nadia Petrova, ihre Gegnerin im Finale 2006, musste sich wegen einer neu aufgebrochenen Hüftverletzung aus dem Turnier verabschieden. Gegen Jelena Jankovic, die Nummer 3 der Welt, gewann die Titelverteidigerin den ersten Satz 7:6, bevor sie im zweiten Satz beim Stand von 1:5 aufgeben musste. „Meine alte Verletzung war noch nicht komplett verheilt", sagte sie. „Für so ein hartes Match war ich einfach noch nicht bereit."
Jelena Jankovic meinte: „Nadia hat es mir heute nicht leicht gemacht. Wie der erste Satz gezeigt hat, war das Spiel sehr ausgeglichen und sehr eng. Es tut mir sehr Leid, dass sie aufgeben musste. Ich weiß nur zu gut aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man verletzt aus einem Turnier aussteigen muss."
Ihre Gegnerin im Halbfinale ist erwartungsgemäß Justine Henin. Die Nummer 1 der Welt setzte sich gegen Elena Dementieva (Russland) 6:4, 6:4 durch. „Ich begann heute sehr stark und habe von Beginn an aggressiv gespielt", sagte die 25-jährige Belgierin. „Es macht sich bezahlt, dass ich nach den US Open drei Wochen pausiert habe. Ich bin körperlich und mental topfit." In den Jahren 2001 und 2003 erreichte sie jeweils das Finale.
Den letzten Platz im Halbfinale sicherte sich Svetlana Kuznetsova, die sich gegen die achtfache Grand-Slam-Siegerin Serena Williams 6:3, 6:3 behauptete.
Die Nummer 2 der Welt aus Russland steht beim Porsche-Tennis-Grand-Prix nach 2004 und 2006 zum dritten Mal in der Runde der letzten Vier. „Ich war heute sehr zufrieden mit meinem Spiel, das hat richtig Spaß gemacht", sagte sie. Überhaupt nicht zufrieden war dagegen die Amerikanerin: „Ich habe zu viele leichte Fehler gemacht.
Bei langen Ballwechseln fand ich immer wieder ins Spiel, aber letztlich habe ich einfach kein Mittel gefunden, um Svetlana zu schlagen."
- Stefan Steiner, Andrea Hiller -