Nach 3 wöchiger Sommerpause traf das Pro Racing Team aus Borken beim 5. Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft erneut auf harte Konkurrenz.
Bereits vor dem offiziellen Training war klar, dass die Eifel mal wieder Ihr gewohntes Wetterroulette spielte.
Wechselnde Wetterbedingungen machte die Reifenwahl zu einem Pokerspiel.
Im Training konnte das Siegerduo vom 4. Lauf erneut die Qualität des Ford Pumas unter Beweis stellen und mit einer Zeit von 10.25 Minuten platzierte man den Wagen auf P3.
Startfahrer Ernst Berg diagnostizierte bereits im Training eine mangelnde Motorleistung, doch trotz gründlicher Analyse konnte die Mechaniker Crew keine Fehler am Fahrzeug feststellen.
Schon vor dem Start kündigte Teamchef Klaus Ebbing an, dass ihm ein 3 Platz nicht reichen würde und man versuche möchte, den 2. Saisonsieg in der Klasse SP2 einzufahren.
Kurz nach dem Start zeigte sich aber schon, dass man sich, wie viele andere auch, in der Reifenwahl vergriffen hatte. Während der ersten Runden war die Strecke durchgehend nass und Ernst Berg fuhr die absolut schnellsten Rundenzeiten in der Klasse. In Runde fünf entschied sich Berg an Position 2 liegend, auf die neuen Dunlop Slicks zu wechseln, was sich als richtige Entscheidung herausstellen sollte.
Weniger Minuten nach dem Boxenstopp gab Berg über Funk durch, den Führenden in Sichtweite zu haben und kämpfte sich in den drei folgenden Runden bis an die Heckstoßstange des Kissling Tigra, der nach Aussagen der Fachleute mit Werksunterstützung an den Start ging, heran. Allerdings bemerkte man an der Boxenmauer schnell, dass der Puma im Windschatten ein weiteres Rennfahrzeug aus Rüsselsheim hinter sich herzog und auch nicht abschütteln konnte.
In Runde acht passierte dann das Unglück. Im Sandwich zwischen den beiden Opel attackierte Berg den Führenden Tigra, als er einen dumpfen Knall verspürte.
„Ich bin absolut am Limit gefahren als mir der Hinterreifen im Streckenabschnitt Karussell platzte" so ein sichtlich geknickter Ernst Berg, der den erneuten Klassensieg vor Augen hielt.
„Ernst hatte keine Chance mehr den Wagen abzufangen und krachte mit der rechten Seite in die Leitplanke; so etwas kann im Rennsport passieren" so Teamchef Klaus Ebbing, der den Crash schnell als Rennunfall abhakte.
Die Beschädigung am Fahrzeug, vor allem im Aufhängungsbereich, verhinderten allerdings eine Weiterfahrt.
In einer Nachschicht hat das Team um Klaus Ebbing den Wagen wieder hergerichtet, so dass man bereits jetzt für den nächsten Lauf in 14 Tagen gerüstet ist und noch Zeit hat, weitere Modifikationen vorzunehmen. Eine Weiterentwicklung des Diffusor und der vorderen Luftleitbleche sollen zum 6. Lauf zur Verfügung stehen.
Ebenfalls Pech hatte das Pro Racing Rookie Team, welches den VLN Clio in der achten Runde, ebenfalls nach „Feindkontakt", im Streckenabschnitt Breitscheid zertrümmerte. Der Fahrer blieb unverletzt während der Clio seine Laufbahn als KFZ beendete.
- Thorsten Willems -