In zwei Wochen vom Unfall-Schaden auf Platz 2

Das Volvo Team PSR hat beim zweiten Lauf zur DLM eindrucksvoll zurückgeschlagen. Nur zwei Wochen nach dem Saisonauftakt, bei dem beide Volvo S60 des Teams aus Adenau schwere Unfallschäden davongetragen hatten, fuhren Ulli Andree/Remo Lips/Stephan Herter am Samstag auf Platz 2 ihrer Klasse.
Der runderneuerte Volvo S60 wäre sogar für den Klassensieg gut gewesen – wenn nicht ein Problem mit der Benzinversorgung aufgetreten wäre.
Andree holte sich in der Qualifikation den zweiten Startplatz, notierte aber ein Problem mit einer Spurstange – eine Folge des Unfalls im Vorfeld der Westfalenfahrt.
Nach dem Zeittraining reparierten die PSR-Mechaniker das Auto in mühevoller und eiliger Kleinarbeit. Damit wurden sie aber nicht bis zum Schließen der Boxengasse fertig, sodass Andree aus der Box nachstarten musste. Doch nach gerade mal eineinhalb Runden lag der Kölner schon in Führung. „Das Auto war richtig gut", strahlte Andree. „Man konnte nicht mehr merken, dass es vor zwei Wochen so schwer beschädigt war. Man kann die Arbeit des Teams gar nicht genug loben."
In der siebten Runde spürte der führende Andree erste Aussetzer. Beim Unfall hatten sich Schläuche im Inneren des Tanks verschoben, was bei der Sichtkontrolle von außen nicht auffallen konnte. Der Tank konnte nicht komplett leer gesaugt werden.
Deswegen zog das Team den ersten Tankstopp von der zehnten auf nach der siebten Runde vor. Das kostete den Volvo die Führung. Remo Lips übernahm den Göteborger Fünfzylinder auf Platz2 und hielt ihn dort sicher und fehlerfrei, musste aber ebenfalls schon nach sieben statt zehn Runden an die Zapfsäule. Aufgrund der veränderten Strategie entschied sich das Team dazu, Platz 2 zu verteidigen. Das gelang Lips und auch Stephan Herter, der den Schlusstörn fuhr, souverän und ohne weitere Zwischenfälle.
Teamchef Danny Berk bilanzierte: „Ein Sieg wäre natürlich die Krönung des Comebacks gewesen. Aber wir sind mit Platz 2 auch sehr zufrieden. Im Rennen war – abgesehen vom Tankproblem – von den Unfallfolgen nichts mehr zu merken. Unsere Mechaniker haben zwischen den beiden Rennen jeden Tag mindestens 14 Stunden gearbeitet, mit dem einen oder anderen Ausreißer in Form einer Nachtschicht dazwischen.
Denn wir versuchten bis zuletzt ja auch noch, das zweite Auto fertig zu bekommen. Das scheiterte letztlich nur daran, dass die Seitenteile nicht rechtzeitig geliefert werden konnten – weil das keine Massenprodukte, sondern Einzelanfertigungen nur für uns sind."
Beim nächsten DLM-Lauf will PSR beide Volvo S60 an den Start bringen und den ersten Klassensieg der Saison 2007 einholen.
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