Vielversprechender Beginn der Zusammenarbeit mit Technikpartner Yokohama

Im Rahmen des Grenzlandrennens begann das Volvo Team PSR seine Zusammenarbeit mit dem neuen Technikpartner Yokohama. Schon nach kürzester Zeit erreichten Ulli Andree/Fredy Lienhard jr. ein vielversprechendes Niveau. Doch aus einem möglichen Sieg zum Einstand wurde nichts.
Andree und Lienhard testeten die japanischen Reifen in den freitäglichen Test- und Einstellfahrten zum ersten Mal. „Wir mussten bei den Luftdrücken und den Sturzwerten etwas andere Wege gehen", berichtet Andree. „Aber da fanden wir schnell eine gute Lösung.
Seit dem Saisonbeginn fahren wir eine Art Zwittermotor, mit dem wir im Vergleich zu einem reinen DLM-Aggregat um 300/min niedriger drehen müssen. Das macht etwa 15 km/h an Endgeschwindigkeit aus. Aber trotz dieses Mankos waren wir mit den Yokohama schon im ersten Anlauf zeitenmäßig auf dem Niveau des Vorjahres – mit anderen Reifen und dem scharfen Motor."
Teamchef Danny Berk ergänzt: „Von der Zusammenarbeit mit Yokohama erwarten wir noch eine ganze Menge. Die Reifen haben jetzt schon fantastisch funktioniert. Wenn wir es jetzt noch schaffen, bei der Abstimmungsarbeit intenisver auf die neuen Reifen einzugehen, dann dürften Rundenzeiten unter 9.15 Minuten realistisch sein."
Am Samstag schien lange Zeit ein sicherer Klassensieg realistisch. Andree holte sich die Pole Position. Lienhard fuhr den Start-Törn und setzte sich schon in der ersten Runde von seinen beiden Verfolgern, die beide Mercedes fuhren, ab. Doch dann landete der Schweizer unverschuldet in den Leitplanken.
„Ich fuhr unmittelbar hinter einem Aston Martin, mit dem ich mich im Zweikampf befand. Dadurch konnte ich nicht weiter nach vorn als bis an dessen Heck sehen", blickt Lienhard zurück. „Im Wippermann tauchte auf einmal ein langsames Auto mitten auf der Ideallinie auf. Der Aston vor mir zuckte nach rechts. Ich sah den Wagen erst, nachdem der Aston weg war, und hatte nur noch die Möglichkeit, nach links auszuweichen. Aber da ging mir die Strecke aus; auf dem Grünstreifen rutschte ich in die Leitschienen."
Der Volvo S60 war an der Stelle etwa 160 km/h schnell. Lienhard überstand den Einschlag unbeschadet, der Göteborger Fünfzylinder mit schwerem Flurschaden vorn links: „Der Hilfsrahmen für die Achsschemel ist verbogen, die Aufhängung beschädigt und die Karosserie an der Stelle kaputt", nahm Berk den Schaden auf. „Aber Motor und Getriebe haben nichts abbekommen. Wir werden das Auto bis zum nächsten Rennen auf jeden Fall wieder reparieren können."
Der Adenauer Teamchef ärgerte sich: „Den Unfall konnte Fredy Lienhard nicht verhindern. Aber es ist schade, dass er passieren musste. Denn bei normalem Rennverlauf hätten wir einen sicheren Sieg gelandet. Aber andererseits ist das erste Rennen mit Yokohama so erfreulich verlaufen, dass wir diesen Sieg schon beim nächsten DLM-Lauf nachholen können."
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