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BFGoodrich - Die Reifen bei der Rallye Dakar

BFGoodrich - Die Reifen bei der Rallye Dakar

02.01.2008: BFGoodrich - Die Reifen bei der Rallye Dakar


BFGoodrich genießt bei Teams und Fahrern höchstes Vertrauen

Anpassen des Luftdrucks schöpft das Optimum der Reifen aus

Enge Zusammenarbeit als Basis des Erfolgs

 

Die Reifen bei der Rallye Dakar - eine Frage der richtigen Einstellung

Eilige Drucksachen: Die Rallye Dakar zählt seit jeher zu den größten motorsportlichen Herausforderungen für Mensch und Material. Die bevorstehende 30. Ausgabe des Marathon-Klassikers (5. - 20. Januar 2008) besticht mit einer von den Teilnehmern einhellig als sehr anspruchsvoll bezeichneten Streckenführung. Auf den insgesamt 9.273 Kilometern auf dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent werden vor allem die Reifen eine Schlüsselrolle beim Streben nach Erfolg einnehmen.

Einen Vorgeschmack darauf, welche Anforderungen das „schwarze Gold" zu meistern haben wird, gaben BFGoodrich und sein Partnerteam Mitsubishi während der Weihnachtstage im Rahmen eines zweitägigen Workshops im französischen Alès.

Auf Sand gebaut: Auf sandigem Terrain reduzieren die BFGoodrich Partner die Luftrdrücke ihrer Reifen für eine vergrößerte Aufstandsfläche und optimale Traktion.

Das Reifenreglement im Rally Raid-Sport liest sich verhältnismäßig simpel: Die Werks-Teams mit ihren Allradfahrzeugen müssen sich für den gesamten Verlauf einer Saison für einen Reifentyp entscheiden. „Diese Beschränkung stellt für uns eine enorme Herausforderung dar", betont Michel Maraval, BFGoodrich Entwicklungsingenieur im Bereich Marathon-Rallyes.

„Die einzelnen Veranstaltungen weisen zum Teil deutlich unterschiedliche Charakteristika in puncto Terrain auf. Unser Entwicklungsziel lautet daher stets, einen Reifen zu bauen, der ein breites Leistungsspektrum aufweist - der also auf sandigen Untergründen genau so gut funktioniert wie auf steinigen oder sogar extrem rauen Pisten."

Diese „Quadratur des Kreises" gelingt BFGoodrich in beeindruckender Regelmäßigkeit, wie acht Dakar-Siege in den vergangenen neun Jahren sowie insgesamt zehn Titel im FIA Cross Country Rally World Cup beweisen. Für die bevorstehende Rallye Dakar und die gesamte Saison 2008 steht den Partnerteams die jüngste Evolutionsstufe des bewährten BFGoodrich Rock T/A zur Verfügung, mit dem die Erfolgsbilanz weiter ausgebaut werden soll.

BFGoodrich genießt bei Teams und Fahrern höchstes Vertrauen

Eher zeitsparend als zeitraubend: Das Anpassen des Luftdrucks der BFGoodrich Pneus kann sich am Ende einer Wertungsprüfung in handfesten Zeitvorteilen auszahlen.

„Angesichts der wichtigen Rolle, die die Reifen im Rally Raid-Sport spielen, stellt die Zusammenarbeit mit BFGoodrich einen sehr großen Vorteil dar", erklärt Mitsubishi-Pilot Luc Alphand, Sieger der Rallye Dakar 2006. „Unsere Reifen müssen eine hohe Laufleistung absolvieren und dabei extrem schadenresistent sein. Im Vergleich mit den Pneus in der Rallye-Weltmeisterschaft oder der Intercontinentel Rally Challenge IRC sehen sich Rally Raid-Reifen gänzlich unterschiedlichen Herausforderungen gegenüber, denn die Wertungsprüfungen bei einer Marathon-Veranstaltung sind zum einen deutlich länger und führen zumeist über extremere Untergründe."

Wie die aussehen können, beschreibt Dominique Bravy, Rally Raid-Reifentechniker bei BFGoodrich: „Das Wichtigste ist, den richtigen Kompromiss zu finden - umso mehr, da wir nicht vergessen dürfen, dass die Untergründe nicht nur von einem Tag auf den anderen wechseln, sondern bereits innerhalb der bis zu 600 Kilometer oder mehr dauernden Wertungsprüfungen.

Um steinige Passagen im Wettbewerbstempo zu passieren, müssen die Reifen sehr widerstandssfähig sein und mögliche Reifenschäden vermeiden. Sie bestehen daher aus Materialien, die sicherstellen, dass sich die Pneus möglichst nicht verformen. Genau dies ist in Sanddünen allerdings eine wenig wünschenswerte Eigenschaft.

Dort sollte der Reifen möglichst weich sein, um mit einer großen Aufstandsfläche ein Einsinken in den Sand zu verhindern und optimale Traktion zu gewähren. Das Anpassen des Reifendrucks stellt vor diesem Hintergrund einen wichtigen, unter Umständen sogar siegentscheidenden Faktor dar."

Anpassen des Luftdrucks schöpft das Optimum der Reifen aus

Reifeningenieur Michel Maraval stimmt dieser Einschätzung uneingeschränkt zu: „Unterschiedliche Luftdrücke wirken sich maßgeblich auf das Handling aus. Auf rauem Terrain muss der Reifendruck hoch sein, um die Stöße abzufangen und das problemlose Landen nach einem Sprung zu ermöglichen - umso mehr, da die Fahrzeuge teilweise zuerst mit nur einem Rad aufkommen. In sandigen Gebieten hingegen ermöglicht ein niedriger Innendruck das Verformen des Reifen.

Dadurch entsteht eine größere Latschfläche, die ein Einsinken in den Sand verhindert und die Traktion verbessert. Das korrekte Einstellen des Luftdrucks kann auch in puncto Rennstrategie eine Rolle spielen. Fahrer und Beifahrer müssen bei wechselnden Untergründen entscheiden, ob sie sich Zeit nehmen, um die Drücke anzupassen, oder lieber nicht stoppen, damit aber das Risiko von Reifenschäden eingehen."

Der Einsatz automatischer Reifendrucksysteme, die das Anpassen des Drucks zeitsparend vom Cockpit aus erlauben, ist den Piloten der allradgetriebenen Werks-Rennwagen übrigens seit 2005 verboten.

Über Stock und Stein: Mit hohen Innendrücken erweisen sich die BFGoodrich Rock T/A auch auf übelsten Geröllpisten als überaus pannenresistent.

Joan „Nani" Roma, Fahrer eines der vier Werks-Mitsubishi Pajero Evolution MPR13, kennt die Schwierigkeit der Entscheidungsfindung nur zu gut: „Wir zögern manchmal, auszusteigen und den Luftdruck anzupassen, auch wenn es schwierig, ja teilweise sogar unmöglich ist, mit falschen Drücken zu fahren.

In die Entscheidung spielt auch eine große Menge Taktik rein, und du darfst dir keine Fehler erlauben. Du musst dir nur klarmachen, dass sich die eine Minute, die dich das Anpassen vielleicht kostet, am Ende einer Etappe in einem vielfachen Zeitgewinn auszahlt ..."

Auch Luc Alphand weiß um die Nöte der Fahrzeugbesatzungen in diesen Situationen: „Du darfst den psychologischen Aspekt nicht vergessen. Wir sind Rennfahrer, und das Anhalten während einer Prüfung ist wider unsere Natur. Deshalb nehmen wir zum Teil Dünen in Angriff, ohne vorher den Luftdruck reduziert zu haben. Unter Umständen müssen wir uns kurz danach aber zeitraubend aus dem Sand buddeln.

Manchmal sind wir auch versucht, eine Hochgeschwindigkeits-Passage mal eben mit niedrigem Luftdruck zu durchfahren und zu hoffen, dass wir uns keinen Plattfuß einfangen. Es ähnelt teilweise einem Glücksspiel."

Enge Zusammenarbeit als Basis des Erfolgs

Alles in allem wählen die Fahrer aber zumeist den sicheren Weg, und nehmen sich die Zeit, um den Luftdruck ihrer Reifen den Bedingungen anzupassen. Dieses bestätigt auch Dominique Bravy: „Wir pflegen eine sehr enge und fruchtbare Zusammenarbeit mit unseren Partnerteams, die dem korrekt eingestellten Luftdruck immer größeren Stellenwert einräumen. Ich bin deshalb fest davon überzeugt, dass BFGoodrich und seine Partner auch die 30. Ausgabe der Rallye Dakar sehr erfolgreich gestalten werden."

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von BFGoodrich Tires finden Sie auch im Internet unter www.bfgoodrichtires.de

 

-Kap - auch Photos

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/dakar-2008-bfgoodrich-reifen-rallyereifen-mitsubishi-rally-raid-michel-maraval-photos---31410.html

02.01.2008 / MaP

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