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Rallying is coming home: Die Rallye-WM kehrt nach Portugal zurück

Rallying is coming home: Die Rallye-WM kehrt nach Portugal zurück

23.03.2007: Rallying is coming home: Die Rallye-WM kehrt nach Portugal zurück


Vorschau: Rallye Portugal 2007
Die Rallye Portugal aus Sicht von BFGoodrich
BFGoodrich g-Force Gravel: der Schotterspezialist im Detail
Das erwarten die Partnerteams von BFGoodrich
Statistisches

 

Rhythmuswechsel in der Rallye-WM: Zwischen dem dynamischen La Cucaracha Mexikos und dem eleganten Tango Argentiniens tanzt die Rallyewelt am kommenden Wochenende in Faro den Fago. Die für die portugiesische Tanzrichtung übliche Melancholie müssen Fahrer und Teams keineswegs befürchten, schließlich gelten die Portugiesen als überaus rallyeverrückt.

Zu den Hauptdarstellern auf dem blanken Parkett der Weltmeisterschaft zählen erneut die Werksteams von Citroën, Ford und Subaru. Damit die nominell 300 PS starken World Rally Cars auch bei heftigen Schwüngen eine gute Figur abgeben, setzen sie allesamt auf den erfolgreichen und in der WM bis dato ungeschlagenen BFGoodrich g-Force Gravel.

Schnell wie der Blitz: Der BFGoodrich-bereifte Citroën C4 erwies sich von Beginn an als konkurrenzfähig.

Das Comeback der Rallye-WM nach Portugal gleicht einer Rückkehr in die Vergangenheit dieses Sports: Die Veranstaltung im westlichsten Land Europas gehörte der Weltmeisterschaft bereits im Gründungsjahr 1973 an und zählte bis 2001 zu den Highlights im Kalender.

Wertungsprüfungen wie „Arganil" bleiben bei Zuschauern und Fahrern ebenso unvergessen wie der von Bildern bestens bekannte Sprung von „Fafe", an dem jedes Jahr tausende Rallyefans „ihren" Sport zelebrierten. Die Begeisterung der Menschen im kleinen Land auf der iberischen Halbinsel kennt keine Grenzen. Bei der Auftaktprüfung der Rallye Dakar 2007 beispielsweise zählten die Veranstalter rund 500.000 Zuschauer.

Auch wenn die legendären Prüfungen der vergangenen Jahre bei der Neuauflage dieses Events an der Algarve nicht mehr befahren werden, an Begeisterung mangelt es in Portugal sicherlich nicht. Nach fünf traurigen Jahren ohne WM-Lauf können die Portugiesen endlich wieder die besten Rallyefahrer der Welt begrüßen.

Für dieses besondere Ereignis wollen die Organisatoren den erwarteten Besuchermassen einiges bieten: So findet die erste Wertungsprüfung (WP) als „SuperSpecial" im Algarve-Stadion statt, das bei der Euro 2004 bereits den besten Fußballern Europas als Bühne diente.

Für die Piloten hingegen steht bei der Rallye rund um die Touristenhochburg Faro eine besondere Aufgabe bevor: Nach Norwegen betreten die Lenkradartisten zum zweiten Mal in dieser Saison Neuland. Einen großen Vorteil gegenüber ihren Rivalen besitzen dabei Ford-Pilot Mikko Hirvonen sowie die beiden Citroën-Fahrer Dani Sordo und Daniel Carlsson.

Das Trio stellte seine Klasse an der Algarve bereits eindrucksvoll unter Beweis: 2005 gewann Carlsson vor Hirvonen, Sordo fuhr den Sieg in der Super1600-Klasse ein.

 

Die Rallye Portugal aus Sicht von BFGoodrich

König der Lüfte: Der finnische BFGoodrich Partner Marcus Grönholm zählt auch in Portugal zu den Favoriten.

„Wenn man sich die Begeisterung der portugiesischen Bevölkerung bei der Rallye Dakar 2007 und bei kleineren Raid-Veranstaltungen anschaut, können wir bei der Rallye Portugal ein großartiges Festival erwarten", freut sich Cédric Valmalle aus der Kommunikationsabteilung von BFGoodrich Europa. „BFGoodrich hat in diesem Land bereits zahlreiche Offroad-Events gewonnen, außerdem gehört Portugal für uns sowie für viele der Automobilhersteller der Rallye-WM zu den wichtigsten Märkten Europas. Der portugiesische Markt entspricht etwa drei Millionen Reifen, und BFGoodrich verkauft hier ein Viertel aller Allrad-Pneus."

Eine - in gewissem Maße - Reise ins Unbekannte ist der fünfte Saisonlauf für die Rallyereifen des Typs BFGoodrich g-Force gravel. Portugal befindet sich zwar in Europa, wird in der Rallye-WM aber wie eine Übersee-Veranstaltung behandelt. Das bedeutet, dass die in die WM eingeschriebenen Teams vor Ort nicht testen durften. Alternativ bereiteten sich alle Werksmannschaften sowie das Team Stobart-Ford in Spanien auf den bevorstehenden Lauf vor.

Die Form zeigt nach oben: Der neue BFGoodrich-bereifte Subaru ließ auf Schotter bereits bei seinem Debüt viel Potenzial aufblitzen.

Für BFGoodrich reisten zudem zwei Ingenieure im März an die Algarve, um die Prüfungen der Rallye Portugal genau zu inspizieren. „Wir wissen jetzt, dass sich auf den Strecken eine weiche Staubschicht und darunter harter, festgefahrener Schotter befindet", erklärt BFGoodrich Cheftechniker Patrick Letort. „Die Oberfläche erinnert in der Tat sehr stark an die in Arganil - eine der klassischen Prüfungen der Rallye Portugal.

In puncto Reifen dürfte diese Veranstaltung anspruchsvoller sein als Mexiko. Besonders wenn es heißt ist, werden sich die Pneus speziell auf der 76,46 Kilometer langen Schleife am Samstagnachmittag stark abnutzen. Die Wettervorhersagen kündigen jedoch Regen vor dem Start der Rallye an, deswegen müssen wir auch mit feuchten oder sogar matschigen Verhältnissen rechnen. Doch selbst bei diesen Bedingungen gehen wir von starkem Verschleiß aus."

BFGoodrich g-Force Gravel: der Schotterspezialist im Detail

Aus dem Staub gemacht: Nach Bremsproblemen zu Saisonbeginn kommt BFGoodrich Partner Manfred Stohl immer besser in Fahrt.

Der Schotterpneu besitzt ein relativ kompaktes Profil, bei dem die Kontaktfläche des Reifens (Größe: 215/65/15) auf dem Untergrund vergleichsweise groß ausfällt. Dies soll ein hohes Gripniveau und optimale Traktion ermöglichen. Wegen der verschleißintensiven Oberfläche kommt dem „Mousse"-System rund um das Rallyezentrum Faro eine noch größere Bedeutung als gewöhnlich zu.

BFGoodrich stellt seinen Partnern für die Rallye Portugal den erfolgreichen g-Force Gravel in drei unterschiedlichen Laufflächen-Mischungen zur Verfügung. Die Auswahl beginnt beim weichen BFGoodrich g-Force Gravel ,8' für niedrige Temperaturen und/oder nasse Bedingungen. Bei Temperaturen von 15 bis 25 Grad Celsius und der ersten Durchfahrt einer Prüfung eignet sich der g-Force Gravel ,9'. Alternativ steht der harte ,9+' bereit. Diese Variante ist für verschleißintensive Oberflächen und/oder hohe Temperaturen konzipiert und kommt eher beim zweiten Durchgang einer Prüfung zum Einsatz.

Für den Lauf an der Algarve durften die in die Weltmeisterschaft eingeschriebenen Fahrer maximal 60 Reifen nominieren, von denen sie bei Shakedown und Rallye höchstens 40 einsetzen dürfen. Ihre Wahl mussten die Piloten bei zum 23. März abgeben.  

Das erwarten die Partnerteams von BFGoodrich

Während der Großteil der Spitzenfahrer in Portugal die neuen Strecken erst noch kennen lernen muss, kann BP Ford-Youngster Mikko Hirvonen auf seine Erfahrungen aus dem Jahr 2005 bauen: „Mir hat die Streckenführung viel Spaß bereitet", erinnert sich der Finne.

„Enge, kurvige Passagen wechseln sich mit schnellen Abschnitten ab. Die Straßen machten auch nach dem ersten Durchfahren noch einen ordentlichen Eindruck. Für die Reifen wird es rau. Trotzdem steht uns keine schwierige Wahl bevor: Wenn es trocken bleibt, kommt für diese Art Wertungsprüfung nur eine harte Laufflächenmischung in Frage."

Beim Schotterdebüt des neuen C4 WRC landete Citroën Total-Pilot Sébastien Loeb auf Anhieb den ersten Sieg, dennoch tritt der dreifache Weltmeister auf die Euphoriebremse: „Wir haben Gründe, optimistisch zu sein", so Loeb. „Aber wie wir gesehen haben, wird es nicht einfach. Ich bin mir sicher, dass im Laufe der Saison sechs Fahrer um Siege kämpfen."

Nach der gelungenen Premiere des Impreza WRC2007 blickt Subaru dem weiteren Saisonverlauf zuversichtlich entgegen: „Nach unserer guten Performance in Mexiko freue ich mich richtig auf Portugal", strahlt Petter Solberg. „Die Rallye ist für alle neu, deswegen bin ich gespannt, wie konkurrenzfähig wir sind. Die Entwicklung des neuen Impreza haben wir seit Mexiko weiter fortgesetzt, demnach müssten wir jetzt noch schneller sein als vor wenigen Wochen."

Nach einem durchwachsenen Saisonstart und einem ersten Erfolgserlebnis in Mexiko will Kronos-Citroën-Fahrer Manfred Stohl ab sofort richtig angreifen: „Bis zur Sommerpause folgen noch vier Schotterrallyes", so der Österreicher. „Das stimmt mich auch für die WM-Wertung sehr zuversichtlich." Der Routinier belegt aktuell die zehnte Position, im vergangenen Jahr rangierte er in der Endabrechnung auf dem hervorragenden vierten Platz.

 

Fliegender Finne: BFGoodrich Partner Jari-Matti Latvala will in Portugal erneut groß auftrumpfen.

Weitere Erfolgserlebnisse will auch die Mannschaft von Stobart-Ford einfahren: „Portugal sollte mit entgegen kommen, weil die Veranstaltung für alle neu ist", erklärt das Riesentalent Jari-Matti Latvala. „Ich möchte natürlich die Rallye beenden und Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig will ich auch um einen Platz unter den ersten Sechs kämpfen." Sein Teamkollege Henning Solberg plant sogar noch größeres: „Realistisch betrachtet peile ich einen Platz in den Top-Fünf an."

Die ersten Punkte der Saison will die Mannschaft Munchi's Ford einfahren: Bei dem neuen Lauf in Portugal profitiert das Team um die Argentinier Luis Perez Companc und Juan Pablo Raies von der Tatsache, dass die Strecken für alle Top-Piloten praktisch Neuland darstellen.

In Portugal ist eine ganze Armada starker Privatiers auf BFGoodrich Pneus unterwegs: Zu den prominentesten Vertretern zählen sicherlich die beiden Mitsubishi-Piloten Toni Gardemeister und Xavier Pons sowie die Skoda-Fahrer Jan Kopecky und Francois Duval. Für eine Überraschung könnte aber auch Lokalmatador Armindo Araujo sorgen.

Der Portugiese gewann die Veranstaltung bereits drei Mal und geht 2007 mit einem BFGoodrich-bereiften Mitsubishi Lancer WRC an den Start. Darüber hinaus setzen mit Mads Östberg (Subaru), Gareth MacHale (Ford), Guy Wilks (Ford) und Andreas Mikkelsen (Ford) hoffnungsvolle Nachwuchstalente auf die Machwerke aus Clermont-Ferrand.

 

Statistisches

Rallye Portugal, 5. Lauf zur Rallye-WM 2007 (29. März bis 1. April 2007); Gesamtlänge: 1008,70 Kilometer, davon 18 Wertungsprüfungen über 357,10 Kilometer; längste WP: 30,69 Kilometer (WP 8 und 11: Silves/Ourique); größte WP-Distanz von Service-Punkt zu Service-Punkt: 76,46 Kilometer (WP 8 bis 10 und 11 bis 13); Anzahl der möglichen Reifenwechsel: 8. Start und Ziel: Faro.

 

Vorjahresergebnis:

Die Rallye-Weltmeisterschaft gastierte zuletzt im Jahr 2001 in Portugal. Damals siegte Tommi Mäkinen im Mitsubishi Lancer Evo 6. Der Finne setzte sich in einem packenden Zweikampf gegen „El Matador" Carlos Sainz durch.

Bei extrem nassen Bedingungen probierten die Techniker von Michelin damals eine neue Technik aus, die Reifen nachzuschneiden, und verhalfen Mäkinen damit zum Sieg. Die in Portugal 2001 „erfundene" Technik kommt im vergangenen Jahr bei der Schlammschlacht in der Türkei erneut zum Einsatz.

WM-Zwischenstand nach vier von 16 Läufen

Fahrerwertung:

1. Marcus Grönholm Ford BFG 32
2. Sébastien Loeb Citroën BFG 28
3. Mikko Hirvonen Ford BFG 26
4. Dani Sordo Citroën BFG 13
5. Henning Solberg Ford BFG 11
6. Chris Atkinson Subaru BFG 10
7. Petter Solberg Subaru BFG 8
8. Daniel Carlsson Citroën BFG 6
9. Jari-Matti Latvala Ford BFG 6
10. Manfred Stohl Citroën BFG 5
11. Toni Gardemeister Mitsubishi BFG 5
12. Gigi Galli Citroën 3
13. Jan Kopecky Skoda BFG 2
14. Matthew Wilson Ford BFG 1

Markenweltmeisterschaft:

1. BP Ford BFG 58
2. Citroën BFG 43
3. Subaru BFG 19
4. Stobart-Ford BFG 19
5. Kronos-Citroën BFG 17

BFG = BFG Partnerteams

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von BFGoodrich Tires finden Sie auch im Internet unter www.bfgoodrichtires.de

 

-Kap Text -

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/rallye-portugal-rallying-wm-bf-goodrich-g-force-gravel-schotterreifen-pneus-clermont-ferrand-citroen-ford-algarve---20172.html

23.03.2007 / MaP

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