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FORMULA1 - Michelin Vorschau: Großer Preis von China

FORMULA1 - Michelin Vorschau: Großer Preis von China

28.09.2006: FORMULA1 - Michelin Vorschau: Großer Preis von China


16. Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft
Michelin ist bereit für den Endspurt im Titelrennen
Der GP von China aus der Sicht der Partner
Das erwarten die Michelin Partner
Rückblick: So lief der GP von China 2005
Statistisches


Michelin ist bereit für den Endspurt im Titelrennen

Drei Rennen, zwei Punkte, ein Weltmeister: Auf diese einfache Formel lässt sich die Ausgangslage vor der Endphase der Formel 1-Saison 2006 zusammenfassen. Der amtierende Weltmeister und Michelin Partner Fernando Alonso führt bei drei noch ausstehenden Saisonläufen die WM-Wertung mit zwei Punkten vor seinem einzig verbliebenen Kontrahenten im Titelkampf, Michael Schumacher, an. In der Konstrukteurswertung setzt derweil Alonsos Renault F1 Team alles daran, den Drei-Punkte-Rückstand gegenüber Ferrari aufzuholen. Einen großen Schritt in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung wollen die Gelb-Blauen am kommenden Wochenende beim Grand Prix von China machen. Die Chancen dafür stehen auf dem Shanghai International Circuit ausgesprochen gut - wie nicht zuletzt der Blick auf das Vorjahresergebnis zeigt: 2005 teilten die Michelin Partner die acht Punkteplatzierungen unter sich auf.

Bereit für den Showdown: Die Michelin Partner Fernando Alonso und Renault F1 präsentieren sich für den Titelkampf bestens gerüstet.

Schlag auf Schlag: Nach der dreiwöchigen Pause im Anschluss an den Grand Prix von Italien startet die Formel 1 zum Saisonendspurt noch einmal voll durch. Drei Läufe innerhalb von vier Wochen stehen auf dem Programm. Den Anfang macht am kommenden Wochenende der Große Preis von China. Nur sieben Tage später steht der Japan-GP an, bevor zwei Wochen darauf in Brasilien der letzte Akt der bislang so extrem spannenden Saison 2006 über die Bühne geht.

Der Shanghai International Circuit ist am kommenden Wochenende erst zum dritten Mal Austragungsort eines Formel 1-Grand Prix - doch das 5,451 Kilometer lange Asphaltband vor den Toren der chinesischen Metropole zählt dennoch längst zu den Lieblingskursen nahezu aller Fahrer. Die von dem Aachener Architekten Hermann Tilke entworfene Strecke, deren Layout dem chinesischen Schriftzeichen „shang" („aufwärts", „oben", „hoch") nachempfunden ist, überzeugt mit einer anspruchsvollen und abwechslungsreichen Streckenführung. Mit seiner großen Bandbreite verschiedenartiger Kurven - von langsamen Haarnadeln bis zu Highspeed-Knicks, gewürzt mit einigen extrem kniffligen mittelschnellen Abschnitten - hält der Kurs einige fahrerisch äußerst anspruchsvolle Herausforderungen bereit. „Die Strecke wurde mit Blick auf gute Überholmöglichkeiten entworfen", ergänzt Renault F1-Pilot Fernando Alonso. „Die bieten sich besonders am Ende der langen Gegengeraden. Das macht die Rennen spektakulär. Ich glaube, wir dürfen uns auf einen packenden Grand Prix freuen."

Doch nicht nur die Piloten, auch die Ingenieure werden am kommenden Wochenende besonders gefordert. „Shanghai gehört zu den Strecken, die besonders hohe Anforderungen an die aerodynamische Effizienz stellen", so Willy Rampf, Technischer Direktor des BMW Sauber F1 Teams. „Die Strecke erlaubt dank langer Geraden und großzügiger Breite Überholmanöver - vorausgesetzt, man verfügt über eine gute Höchstgeschwindigkeit. Ein zu geringes Abtriebsniveau führt jedoch zu einem Zeitverlust in den vorwiegend langsamen und mittelschnellen Kurven."

Der Große Preis von China aus der Sicht von Michelin

„Gemeinsam mit unseren Partnerteams haben wir die vergangenen beiden Wochen optimal genutzt", blickt Nick Shorrock, Direktor der Formel 1-Aktivitäten von Michelin, zurück. „Im Rahmen der Vorbereitungen auf die kommenden beiden Läufe in China und Japan, die auf völlig unterschiedlichen Kursen stattfinden, haben wir in Jerez und Silverstone neue Evolutionen unserer Reifen getestet. Zusätzlich haben wir weitere Entwicklungsarbeit betrieben, um unsere Qualifying-Performance weiter zu verbessern."

Tragende Rolle: Den Michelin Pneus kommt auf dem anspruchsvollen Shanghai International Circuit besondere Bedeutung zu.

„Die Formel 1 gastiert am kommenden Wochenende erst zum dritten Mal in Shanghai", fährt Shorrock fort. „Dabei galt jedes Mal ein anderes Reifenreglement. Von daher mussten wir in diesem Jahr genauso hart arbeiten wie 2004 und 2005, um die optimalen Pneus auszuwählen. Shanghai ist ein sehr markanter Kurs mit einigen langsamen Kurven, die scheinbar nicht enden wollen, und zwei sehr langen Geraden. Die Wagen erreichen an einigen Stellen Geschwindigkeiten von über 300 km/h. Für den ersten, gewundenen Teil des Kurses ist gute Traktion unerlässlich. Trotzdem werden die Reifen mechanisch und thermisch weniger gefordert als auf manch anderer Strecke."

„In den vergangenen beiden Jahren eroberten Michelin Piloten in China fünf der sechs möglichen Podestplatzierungen", so der Brite weiter. „Wir werden unser Möglichstes geben, diese eindrucksvolle Statistik am kommenden Wochenende weiter auszubauen. Die Saison neigt sich zwar ihrem Ende zu, aber wir lassen in unserer Entschlossenheit nicht nach. In den drei noch ausstehenden Rennen unterstützen wir alle unsere Partner nach Kräften. Wir versuchen, Renault den entscheidenden Vorteil zu verschaffen. Zudem gilt es für uns auch, BMW zu helfen, in der Konstrukteuswertung an Toyota vorbeizuziehen. In der Fahrer-WM sollen Kimi Räikkönen und Giancarlo Fisichella noch Felipe Massa hinter sich lassen."

 

Der Große Preis von China aus der Perspektive der Michelin Partner

Lassen sich nicht vom Kurs abbringen: Michelin Partner McLaren möchte im Saisonendspurt noch einmal groß auftrumpfen.

„Für den Grand Prix von China bin ich sehr optimistisch", so der WM-Führende Fernando Alonso. „Das gilt sowohl im Hinblick auf unser Renault-Paket wie auch für die Michelin Reifen. Michelin hat sehr hart gearbeitet, und wir haben bereits in Monza gesehen, dass die Pneus sowohl über eine Runde schnell wie über längere Distanz konstant sind. Seitdem haben wir viel getestet und noch weitere Verbesserungen gefunden. Es ergibt sich also ein positives Bild."

„Die Strecke in China stellt hohe Anforderungen an die Reifen - sowohl durch hohe Geschwindigkeiten und die zahlreichen Bremsmanöver wie auch durch die langen Kurven", so der Spanier. „Von Turn 1 bis Kurve 13 werden Vorder- und Hinterreifen stark belastet. Wir wissen aber, dass wir in der vergangenen Saison in Shanghai schnell waren und das Michelin auch in 2004 sehr konkurrenzfähig war. Ich weiß, dass jeder in Clermont-Ferrand mit maximalem Einsatz arbeitet. Wir bei Renault F1 machen es genauso. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen werden."

 

Das erwarten die Michelin Partner

Klare Ziele: Für die Michelin-bereiften Honda RA 106 soll es wieder weit nach vorn gehen.

Das Renault F1 Team spulte bereits Mitte September ein umfangreiches Reifentestprogramm in Jerez ab, bei dem Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen die Reifenauswahl für Shanghai trafen. Christian Silk, Leiter des Testteams, erklärte: „Die Fahrer erledigten einen hervorragenden Job und versorgten uns mit vielen wertvollen Daten. Mit unserer Vorbereitung auf den China-Grand Prix sind wir absolut zufrieden."

McLaren-Mercedes konzentrierte sich auf drei Testtage in Silverstone in der vergangenen Woche - und lässt an seinem Siegeswillen keinen Zweifel. Motorsportchef Norbert Haug hatte bereits kurz nach dem Grand Prix von Monza angekündigt: „Wir waren Michael Schumacher nahe und haben den Sieg heute nur knapp verpasst. Wir werden nun vor den letzten drei Überseerennen hart arbeiten, um sicherzustellen, dass wir besser sind als heute."

Auch das Honda Racing F1 Team blickt den kommenden Rennen optimistisch entgegen: „Unsere Neuerungen an Fahrwerk und Elektronik zeigen positive Ergebnisse, und wir haben ein umfassendes Reifentestprogramm mit unserem Partner Michelin durchgeführt", bestätigt Chefingenieur Mark Ellis. „Die Ergebnisse für Shanghai sind ermutigend."

 

Mit vollem Schwung: BMW Sauber F1 möchte den Aufwärtstrend mit Hilfe von Michelin weiter fortsetzen.

Motorsportdirektor Mario Theissen ist mit der bisherigen Leistung des BMW Sauber F1 Teams hochzufrieden und hofft auf weitere Fortschritte: „Unsere Leistungen bei den zurückliegenden drei Grands Prix haben einen starken Aufwärtstrend gezeigt. Wir wollen unseren Schwung mit nach Asien nehmen, weiterhin im Qualifying unter die Top-Ten vorstoßen und im Rennen punkten."

„Bäumchen wechsel dich" bei Red Bull Racing: In den letzten drei Saisonrennen steigt Freitagsfahrer Robert Doornbos anstelle von Christian Klien ins Cockpit. „Es ist fantastisch, dass ich nun wieder Rennen fahren darf", so der Niederländer, der bei Minardi bereits Grand Prix-Erfahrung sammelte. „Ich freue mich riesig". Seine Nachfolge als Testpilot trat derweil GP2-Nachwuchstalent Michael Ammermüller an.

Aus dem vergangenen Grand Prix in Monza und den damit verbundenen „Nebengeräuschen" um die derzeit WM-Führenden zog Gerhard Berger, Mitbesitzer der Scuderia Toro Rosso folgende Bilanz für die drei finalen Rennen: „Ich glaube, dass es eine Reifenschlacht werden wird. Für die Fans könnte es auf jeden Fall nicht spannender sein."

Rückblick: So lief der Große Preis von China 2005

Neue Kraft: Bei Michelin Partner Red Bull Racing feiert am kommenden Wochenende Michael Ammermüller sein Formel 1-Debüt.

Erfolgreiche Teilzeitarbeit: Michelin-Pilot Fernando Alonso feierte beim Grand Prix von China einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg und verhalf dem Renault F1-Team damit zum Gewinn des Titels in der Konstrukteurs-WM. Der frisch gebackene Fahrer-Weltmeister überzeugte auf dem Shanghai International Circuit nicht nur mit einer fehlerlosen fahrerischen Leistung. Gemeinsam mit seinem Team bewies der junge Spanier auch taktische Finesse und baute die beiden längeren Safety-Car-Phasen perfekt in seine Rennstrategie ein. Mit Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) und Ralf Schumacher (Toyota) auf den Plätzen zwei und drei schlossen zwei weitere Michelin-Fahrer die mit 19 Grands Prix bislang längste Formel 1-Saison der Geschichte mit Podiumsplatzierungen ab. Insgesamt befanden sich die ersten zehn Platzierungen des China-Grand Prix fest in der Hand von Piloten, die auf Reifen aus Clermont-Ferrand vertrauten. 

 

Statistisches

Großer Preis von China, Shanghai International Circuit, Shanghai, 16. Lauf zur FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft 2006 (1. Oktober 2006);Renndistanz: 56 Runden à 5,451 km = 305,066 km.

Vorjahresergebnis (Rennen):

1. Fernando Alonso Renault M 1:39.53,618 h 2 Boxenstopps
2. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 4,015 s zurück 2 Boxenstopps
3. Ralf Schumacher Toyota M 25,376 s zurück 2 Boxenstopps
4. Giancarlo Fisichella Renault M 26,114 s zurück 2 Boxenstopps
5. Christian Klien Red Bull Racing M 31,839 s zurück 2 Boxenstopps
6. Felipe Massa Sauber-Petronas M 36,400 s zurück 2 Boxenstopps
7. Mark Webber Williams-BMW M 36,842 s zurück 2 Boxenstopps
8. Jenson Button BAR-Honda M 41,249 s zurück 2 Boxenstopps
9. David Coulthard Red Bull Racing M 44,247 s zurück 2 Boxenstopps
10. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas M 59,977 s zurück 2 Boxenstopps
11. Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1.24,648 min zurück 2 Boxenstopps
12. Rubens Barrichello Ferrari 1.32,812 min zurück 3 Boxenstopp
13. Antonio Pizzonia Williams-BMW M eine Runde zurück 2 Boxenstopps
14. Robert Doornbos Minardi-Cosworth eine Runde zurück 2 Boxenstopps
15. Jarno Trulli Toyota M eine Runde zurück 3 Boxenstopps
16. Christijan Albers Minardi-Cosworth fünf Runden zurück 2 Boxenstopps

Schnellste Runde: Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) 1.33,242 min, 56. Runde

 

Vorjahresergebnis (Qualifying)

1. Fernando Alonso Renault M 1.34,080 min
2. Giancarlo Fisichella Renault M 1.34,401 min
3. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 1.34,488 min
4. Jenson Button BAR-Honda M 1.34,801 min
5. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes M 1.35,188 min
6. Michael Schumacher Ferrari 1.35,301 min
7. David Coulthard Red Bull-Racing M 1.35,428 min
8. Rubens Barrichello Ferrari 1.35,610 min
9. Ralf Schumacher Toyota M 1.35,723 min
10. Mark Webber Williams-BMW M 1.35,739 min
11. Felipe Massa Sauber-Petronas M 1.35,898 min
12. Jarno Trulli Toyota M 1.36,044 min
13. Antonio Pizzonia Williams-BMW M 1.36,445 min
14. Christian Klien Red Bull-Racing M 1.36,472 min
15. Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 1.36,707 min
16. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas M 1.36,788 min
17. Takuma Sato BAR-Honda M 1.37,083 min
18. Christijan Albers Minardi-Ford 1.39,105 min
19. Tiago Monteiro Jordan-Toyota 1.39,233 min
20. Robert Doornbos Minardi-Ford 1.39,460 min

(M) = Michelin-Partner.

Tabellenstand nach 15 von 18 Läufen

1. Fernando Alonso (M) 108 1. Ferrari 168
2. Michael Schumacher 106 2. Renault (M) 165
3. Felipe Massa 62 3. McLaren-Mercedes (M) 97
4. Kimi Räikkönen (M) 57 4. Honda (M) 65
5. Giancarlo Fisichella (M) 57 5. BMW Sauber F1 (M) 33
6. Jenson Button (M) 40 6. Toyota 30
7. Juan-Pablo Montoya (M) 26 7. Red Bull-Ferrari (M) 16
8. Rubens Barrichello (M) 25 8. Williams-Cosworth 10
9. Nick Heidfeld (M) 20 9. Toro Rosso-Cosworth (M) 1
10. Ralf Schumacher 18
11. David Coulthard (M) 14
12. Pedro de la Ro sa (M) 14
13. Jarno Trulli 12
14. Jacques Villeneuve (M) 7
15. Robert Kubica (M) 6
16. Mark Webber 6
17. Nico Rosberg 4
18. Christian Klien (M) 2
19. Vitantonio Liuzzi (M) 1

(M) = Michelin Partner

Formel 1-Streckengrafiken 2006

Die aktuellen Streckengrafiken aller 18 Grands Prix der neuen Saison mit zahlreichen Zusatzinformationen halten wir ab sofort für Sie bereit. Hier finden Sie die hochauflösenden Bilddateien zum kostenlosen Download.

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von Michelin finden Sie auch im Internet unter www.michelin.de.


- KAP Text -

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/formula1-michelin-gp-china-grosser-preis-reifen-pneus-renault-red-bull-mclaren-mercedes-honda-bmw-sauber-f1-shanghai-circuit---15379.html

28.09.2006 / MaP

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