Veranstaltung: ADAC / MCS Saisonauftakt Hockenheim
Wetter: trocken, 20 °
Distanz: 2 Rennen a 30 Minuten
Für die beiden YOUNGTIMER Starterfelder standen im ersten Saisonrennen je zwei Rennen über jeweils 30 Minuten auf dem Programm, die zusammen gewertet wurden.
Ein orangener Alfasud, zwei kleine grelle Simcas und der NSU TT mit hochgestellter Klappe in Gulf – Farben fighteten um den GP Kurs des Hockenheimringes als gebe es kein Morgen!
Wahnsinn, wir befinden uns nicht in den 70ern sondern sehen die Saisoneröffnung der YOUNGTIMER in der 2006er Saison.
"Es war einfach Klasse und hat super viel Spaß gemacht", war dann auch das Resümee, was der amtierende Meister und Sieger der beiden Rennen, Jörg Chmiela (Alfa Romeo Alfasud) zog. Der Zweitplatzierte Christoph Wilde (Simca Rallye II) hatte im Ziel nach zwei Rennen einen Rückstand von 23,588 Sekunden. Dino Eitel verpasste diesen zweiten Platz im NSU um ganze zwei Sekunden. „Schade es wäre mehr drin gewesen, aber die Rauchentwicklung im ersten Rennen, es war nur der Oeldeckel, hat mich doch etwas gebremst." So blieb für Frank Breidenstein (Simca 1000 Spezial) in der Endabrechung des Gesamtklassements sowie der 1300 er Klasse der Verbesserten, in der die Genannten alle unterwegs waren, nur der fünfte Platz. Ganze 7/10 Sekunden betrug sein Rückstand auf Alexander Köppen in einem weiteren Alfa Romeo Alfasud.
Die CN - Cobra mit Christian Nowak am Steuer biss im Badischen Motodrom zu und dominierte beide Rennen der leistungsstärkeren YOUNGTIMER. Daniel Schrey im ersten Rennen Zweiter, musste nach Dreher in der ersten Runde des zweiten Rennens mit herausgeflogener Windschutzscheibe aufgeben.
Wolle Pohl musste, nach notwendiger Motorrevision in der Nacht von Freitag auf Samstag, das Feld von hinten aufrollen. In der Endabrechnung sprang so noch der zweite Platz für den Porsche Carrera RSR Piloten heraus. Der Markenkollege Edgar Salewsky wurde auf den dritten Platz verwiesen. Die Top Five wurden von Achim Heinrich (BMW M3) und Martin Richter (Alfa Romeo GTV 6) komplettiert.
In die Klassen:
Friedhelm Pfingst gewann im BMW 2002 ti die Klasse der verbesserten 2 Liter Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum (1966-1971).
In der Gruppe 1 bis 2000ccm war einmal mehr Franz – Josef Heiden (Ford Escort RS 2000) nicht zu schlagen. Der zweite Platz ging an Werner Spiekermann (Ford Escort RS 2000) vor Helmut Eißen / Gerd von der Liek im (Opel Kadett C GT/E)
Klaus – Peter Adams siegte bei den etwas älteren 2 Liter Fahrzeugen (1966- 1971) im BMW 2002 ti vor Markenkollege Christoph Hilberath und Klaus Pohl (Alfa Romeo 2000 GT)
Ein weiterer Dreikampf entbrannte in der 1600 er Klasse. Zwei Golf und ein Scirocco wechselten sich hier in der Führungsarbeit eindrucksvoll ab. In der Addition beider Läufe hatten zum Schluss Norbert Peters / Dieter Ritterbecks mit 1,326 Sekunden vor dem Essener Wolfgang Köser (beide VW Golf Gti) die Nase vorn. 15 Sekunden dahinter kam Scirocco Pilot Heinz – Josef Nekes ins Ziel.
Bei den „kleinsten" Seriennahen bis 1150 ccm siegte Josef Maier im Ford Fiesta.
Der Sieg in der Gruppe 3 der verbesserten GT-Fahrzeuge ging an Dietmar Hoferer, der wieder mal mit seiner Alpine Renault A 110 bei den YOUNGTIMERN unterwegs war.
Ein Debüt feierten Bernhard Heun und Dirk Hirdes, die in der Gruppe A mit einem hubraumschwächeren Fahrzeug, einem 1300 er Opel Corsa, antraten und die Klasse für sich entschieden. Hier ist sicher für die Zukunft noch Potenzial an Fahrzeugen vorhanden.
Die Klasse bis 2 Liter Hubraum bis 1981 war eine klare Sache für das Opel Kadett C Team Michael Stams und Alexander Müller. Sie gewannen vor Ralf Fronholt (Opel Kadett C), Jörg Zeyher (Opel Manta B) und Andre Mühlenbruch (Opel Kadett C). Diese drei Fahrer waren alle noch im letzten Jahr im KW Gruppe H Sprint unterwegs und setzen ihre Fahrzeuge nach Umbau nun bei den YOUNGTIMERN ein.
Harry Schäfer war der Gewinner der Klassen der Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum (1972 – 1975) und hatte dabei mit seinem BMW 2002 ti Riesendussel.
„Ich lenkte ein, und das Heck kam rum, ich dachte an einen Plattfuss aber der Querlenker war gebrochen." Das Ganze passierte aber in der letzten Runde. So konnte der Bergisch Gladbacher sich trotzdem über den Klassensieg vor Philipp Hess und Thomas und Andreas Henningsen (alle BMW 2002 ti) freuen.
Über 2 Liter Hubraum (1966 – 1971) war es Wolfgang Loosen, der mit seinem "Dickschiff", einem Ford Mustang, siegte.
Martin Richter, der Gesamtvierte im Alfa Romeo GTV 6 sicherte sich auch den Klassensieg bei den Gruppe 2 Fahrzeugen über 2 Liter Hubraum (1976-1981) vor Yann Munhowen und Jens Borghoff (Mercedes Benz 280). Pech hatte Marc Lederle, der einen Motorschaden am über den Winter eingebauten Motor zu beklagen hatte.
Mit einem verbesserten GT Fahrzeug der Gruppe 3 über 2000 ccm (1976 – 1981), einem Porsche 914/6 war unser Debütant aus der Schweiz Christoph Scheidegger erfolgreich.
In der Gruppe 4 der verbesserten GTs (1966 – 1975) setzte sich Wolle Pohl (Porsche Carrera RSR) gegen Edgar Salewsky (Porsche 911 Carrera RS) und Timo Scheibner (Chevrolet Corvette) durch.
Für Andreas Schulz sprang im Porsche 911 SC der Klassensieg bei den aktuelleren Gruppe 4 Fahrzeugen über 2 Liter Hubraum (1976 – 1981)heraus. Er lag vor Peter Heinrich, der am BMW M 1, den er erstmals einem Renneinsatz unterzog und noch ein bisschen an den Kinderkrankheiten schrauben muss, dann aber sicher zu einer festen Größe wird.
Die Gruppe N Wertung ging an unsere Doktoren aus dem Norden.
Dr. Heinz – Jürgen Gebauer / Dr. Helmut Bischoff siegten in der „BMW M3 Klasse" vor drei weiteren BMWs, die von Newcomern an den Start gebracht und vom Team Köppen vorbereitet wurden. Christian Bauer / Edgar Bujara sowie Harald Palzkill und Horst Rings belegten die Plätze zwei bis vier.
In der Gruppe A trat Achim Heinrich im BMW M 3 an, den im letzten Jahr Vater Peter noch fuhr. Resümee der ersten Ausfahrt: Klassensieg vor Norbert Sassenrath / Lothar Löw und Winfried Kaiser (alle BMW M3). Ralf Schumacher, der im BMW M3 mit Achim Heinrich um den Sieg fightete, die schnellste Runde der Klasse fuhr und das erste Rennen mit 0,142 Sekunden Vorsprung gewann, musste den BMW mit technischen Problemen abstellen.
Die Cobra Wertung ging an den Gesamtsieger Christian Nowak.
Mit einem Langstreckenrennen über 1 Stunde steht für die YOUNGTIMER Ende Mai in Zolder das nächste Rennen auf dem Kalender, bevor es dann im Juni bei Chevy Egons 500 in die Grüne Hölle geht.
- Stefan Eckhardt -