Rallye W4 mit höchst respektablen Starterfeld

Rallye W4 mit höchst respektablen Starterfeld

08.11.2018: 38 Teams aus 6 Nationen haben für die Rallye W4 genannt 29 heimische Piloten stehen elf ausländischen Mannschaften gegenüber Komplette NENNLISTE im Download HIER

38 Teams aus 6 Nationen haben für die Rallye W4 genannt

29 heimische Piloten stehen elf ausländischen Mannschaften gegenüber

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Niederösterreich stellt 18 Teams, dann folgt die Steiermark mit fünf Startern





Ein kurzer Blick  auf die Teilnehmerliste der W4-Rallye genügt, um zu erkennen, dass sich die Fans auf eine qualitativ hochwertige Motorsportveranstaltung freuen dürfen. In den stärksten Allrad-Fahrzeugen sitzen durchwegs Spitzenpiloten der heimischen und internationalen Rallye-Szene.



Dass Topfavorit Hermann Neubauer mit der Startnummer 50 auf seinem Ford Fiesta R5 ins Abenteuer W4-Rallye gehen wird, hat einen Grund, den der Salzburger erklärt. „Das ist meine 50. Rallye mit Bernhard Ettel an meiner Seite. Dass dieses Jubiläum auf diese Art honoriert wird, ist eine schöne Sache.“



Zu seiner Teilnahme in Horn meint der Staatsmeister 2016: „Ich habe Christian (Anm. Schuberth-Mrlik) versprochen, dass ich, wenn er eine Rallye macht, dabei bin, und das halte ich gerne ein. Zumal ich ja mit dem Waldviertel eine kleine Rechnung offen hab‘, weil ich dort im letzten Jahr knapp den Meistertitel verspielt habe. Besonders freut mich, dass heuer die MJP Arena nur zwei Mal und nicht wie zuletzt in sehr eintöniger Weise gleich sechs Mal befahren wird. Die Konkurrenz ist sehr stark, von da her muss ich Christian gratulieren. Weil wenn es salopp gesagt nur um die goldene Ananas geht, ist es sicher nicht selbstverständlich, dass sich wirklich gute internationale Fahrer anmelden.“ 



Aus heimischer Sicht sind sicher der Veranstalter himself Christian Schuberth-Mrlik und Andreas Aigner zu Neubauers schärfsten Jägern zu zählen. Wobei der auch auf Schotter bärenstarke Aigner, seines Zeichens Production-Car-Welt- und Europameister, mit seinem Subaru WRX STi in der Klasse 7.1 gewertet wird. Was den Steirer deswegen nicht ungefährlicher macht. Deswegen wird er auch die Nummer 1 tragen, was er wiederum amüsant findet.




Andreas Aigner:
„Das ist wohl einmalig in der Rallye-Geschichte, dass ein M1-Auto mit der Startnummer 1 im Feld steht. Aber ganz im Ernst, ich freue mich irrsinnig auf die W4-Rallye, weil ein Schotterlauf einfach zu einem Rallye-Jahr dazugehört. Ich werde das gleich dazu benutzen, das neu angeschaffte Schotterfahrwerk meines Bamminger-Teams hinsichtlich der nächsten Saison ausgiebig zu testen.




Vom Starterfeld her bin ich sehr positiv überrascht, es ist mit neun R5-Boliden toll besetzt, wenn man bedenkt, dass es um nichts geht und die Einsatzkosten für so ein Auto gegenrechnet. Aber das ist der sichtbare Beweis für meine Meinung, dass eine Schotter-Rallye unbedingt ins Meisterschaftsprogramm gehört.“




Andreas Schuberth-Mrlik (Skoda Fabia R5) macht nicht nur seine bekannte Klasse stark, sondern auch der Umstand, dass er als Ur-Waldviertler jeden Stein der Rallye-Strecken kennt. Der Ex-Waldviertel-Rallye-Sieger freut sich in zweierlei Hinsicht: „In erster Linie bin ich sehr stolz auf die Teilnehmerliste, vor allem, dass sich auch aus dem Ausland viele starke Fahrer bereit erklärt haben, uns zu helfen, im Hinblick auf die Kandidatur für einen nächstjährigen Staatsmeisterschaftslauf  eine sportlich tolle Rallye abzuliefern.




Organisatorisch werden wir unser Bestes geben. Für uns und mich ist das die erste Veranstaltung, daher kann ich auch nicht versprechen, dass alles ohne Makel ablaufen wird. Was ich aber garantieren kann, ist vollster Einsatz von allen Beteiligten und dass wir aus jeder Mangelhaftigkeit lernen werden. Aus rein sportlicher Sicht freue ich mich auf einen tollen Kampf auf den schönsten Schotterstrecken des Landes.“




Die von Hermann Neubauer angesprochene Mitstreiter-Brigade aus dem Ausland wird von Jaroslav Orsak angeführt. Der Tscheche im Ford Fiesta R5 machte erst vor kurzem von sich reden, als er den letzten Lauf zur heimischen Titeljagd, die NÖ-Rallye im September, gewann. Orsaks Landsmann Tomas Kurka (Ford Fiesta R5) verfügt ebenfalls über Österreich-Erfahrung, wurde letztes Jahr im Waldviertel Zehnter.




Der Ungar David Botka kommt mit einem Skoda Fabia R5 und fühlt sich im Waldviertel noch wohler, wurde hier in jüngster Vergangenheit 2017 Fünfter und 2016 Vierter. Ein ganz starker Schotter-Spezialist ist Attila Rongits aus Ungarn. Er konnte besonders im Waldviertel vermehrt aufzeigen, holte in den letzten Jahren dort durchwegs Top-Ergebnisse, 2015 sogar Platz zwei. Mit dem Polen Mariusz Zapala in einem Ford Fiesta R5 präsentiert sich ein allradlerisches Top-Quintett aus dem Ausland.



National betrachtet ist das R5-Debüt von Junioren-Staatsmeister und Cup-2000-Gewinner Christoph Zellhofer beachtenswert. Der Sohn von Ex-Staatsmeister Max Zellhofer lenkt einen Ford Fiesta aus dem eigenen ZM Racing Team und kann die Premiere nicht erwarten.




„Das ist ein krönender Abschluss eines Super-Jahres für mich und eine wirklich tolle Belohnung dafür. Die Rallye W4 möchte ich ganz einfach genießen und natürlich auch dabei lernen, mit einem  solchen Allradauto umzugehen. Nachdem bei dieser Rallye der Schotteranteil sehr hoch ist, freue ich mich auf die Aufgabe ganz  besonders. Ich werde mir keinen Druck machen und versuchen, mich langsam an diese Umstellung zu gewöhnen.“



Mit Stohl-Racing-Unterstützung kommt Kurt Göttlicher nach Horn. Der 65-jährige Ex-Staatsmeister (Manfred Stohl: „Mein jüngster Werkspilot ) lenkt  einen Citroen DS3 R5. Und mit dem Gießhübler Evergreen Walter Mayer im Peugeot 208 R5 lässt sich ein weiterer Routinier den Schotter-Spaß nicht entgehen.



Top-ten-Chancen darf man auch den beiden Niederösterreichern  Alexander Keresztesi (Subaru WRX STi) und Hermann Haslauer (Subaru WRX STi R4) zubilligen. Und einen für die Fans hochinteressanten Allradler hat noch der Salzburger  Alexander Strobl mit seinem Ford Escort WRC zu bieten.




In der Zweirad-Klasse heißt der absolute Topstar Jan Cerny.  Der 28-jährige Tscheche war heuer beider Rebenland-Rallye Zweiter, in seiner Heimat so wie letztes Jahr Gesamt-Dritter und bei der Rallye Waldviertel 2016 ebenfalls Dritter. Diesmal bringt er einen Peugeot 208 R2 an den Start, den er auf Schotter sicher exzellent in Szene setzen wird.




Auf jeden Fall wird es für das familiäre Stengg-Trio eine Ehre sein, mit ihren ebenfalls zweirad-getriebenen Boliden gegen den starken Gegner zu kämpfen. Während Vater Willi Stengg  mit einem Opel Corsa OPC R3 einen echten Prototypen lenkt (und damit in der Klasse 12 gewertet wird), sitzen die Söhne  Roland Stengg und Lukas Stengg  jeweils in einem Opel Adam R2.



Sehr erfreulich ist auch die Teilnahme des ebenfalls bereits im Opel-Cup sehr erfolgreichen Damen-Teams Viktoria Hojas/Claudia Dorfbauer im Opel Corsa OPC.



Für den Schweden     Daniel Ernstedt, der im Waldviertel einen Suzuki SwiftS1600 pilotieren wird, verlief die heurige Saison (noch) nicht nach Wunsch. Bei fünf Starts, kam er kein einziges Mal (u. a. auch nicht bei der Lavanttal-Rallye) ins Ziel.



In den Historischen Klassen 6.1 bis 6.4 darf man sich bei der Rallye  W4 auf ganze sieben nostalgische Farbtupfer freuen:  Oskar Hebenstreit (Ford Escort RS2000), Franz Panhofer (Toyota Corolla AE 86), Lukas Schindelegger (Ford Escort RS2000 MK2), Kurt Pehersdorfer (Ford Escort Mexico 1600), Andreas Fojtik (Saab 96 V4) und Martin Gruber (Lada 2107) genießen Heimvorteil, Siegfried Mayr (Volvo 240) kommt aus Deutschland.



Inklusive der Exhibition Group, die vor dem Hauptfeld als reiner Show-Akt und als eigenständiges Event über die Bühne geht, haben sich respektable 51 Teams für die neue Rallye W4 angemeldet!

 

 

 

- Armin Holenia, Photos Harald Illmer

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/rallye-w4-respektable-starterfeld---183155.html

08.11.2018 / MaP

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