
Nach den ersten drei Prüfungen dominieren bei der ADAC Eifel-Rallye erwartungsgemäß die Teilnehmer auf den bulligen WRC-Fahrzeugen das Geschehen: Mark van Eldik (Subaru Impreza S12 WRC), Peter van Merksteijn (Ford Focus RS WRC 07), Eric Wevers (Ford Focus WRC 06) und Peter van Merksteijn junior (Ford Focus WRC 06)
führen das Klassement an. Da die WRC aufgrund ihrer technischen Überlegenheit nicht für die DRM gewertet werden, beginnt die die DRM-Wertung auf Rang fünf: Dort hat sich Matthias Kahle (Porsche 911 GT3) etabliert, der seinem zweitplatzierten Markenkollegen Olaf Dobberkau auf den ersten Prüfungen 13,4 Sekunden abnehmen konnte.
Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer Evo, Position 8) und Sandro Wallenwein (Subaru Impreza, Platz 13) sind die nächsten DRM-Piloten, die es in die Spitzengruppe geschafft haben.
Matthias Kahle (Porsche 911 GT3) „Wir haben für die erste Runde heute Morgen die richtige Reifenwahl getroffen und Intermediates aufgezogen. Viele andere waren wohl auf Regenreifen unterwegs und lagen damit daneben. Ich wundere mich, dass Hermann (Gaßner) nicht schneller war. Wenn ich de Vorsprung, den wir jetzt herausgefahren haben, bis heute Nachmittag halten, dann schaut es gut für uns aus: Hermann würde das auf den beiden Durchgängen auf der Schotter-WP wohl nicht aufholen können."

Olaf Dobberkau (Porsche 911 GT3) „Matthias war auf den ersten Prüfungen heute nicht zu schlagen, da hatten wir keine Chance. Aber Zweiter in der DRM zu sein ist ja vorerst auch nicht übel. Ich habe ausgerechnet, dass uns Hermann Gaßner heute Nachmittag auf den WPs mit Schotterstücken jeweils zehn bis 12 Sekunden abnehmen wird. Das wird knapp."
Hermann Gaßner junior (Mitsubishi Lancer) „Ich bin zum ersten Mal bei der Eifel-Rallye, deshalb sind die Prüfungen allesamt für mich unbekannt. Deshalb war ich auch etwas vorsichtig. Dafür sind die Zeit aber nicht übel gewesen und ich bin zufrieden. Trotzdem habe ich mir in vielen Kurven gedacht, dass es da noch etwas zügiger gegangen wäre."
Peter Corazza (Mitsubishi Lancer) „Die erste Runde war genau so bescheiden, wie wir gestern Abend aufgehört haben. Wir waren auf geschnittenen Slicks unterwegs – die haben zwar Temperatur aufgebaut, aber keinen Grip. Zwischen Haftung und Rutschen gab es keinerlei Grenzbereich. Wir haben vor jeder Prüfung die Reifen warm gefahren und dann die Vorder- und Hinterachsreifen getauscht, um wenigstens in den ersten drei Kurven Grip zu haben. Als Alternative stehen uns nur Regenreifen zur Verüfugung, die genau so ungeeignet sind. Eine Katastrophe."
Sandro Wallenwein (Subaru Impreza) „Heute morgen lief es wesentlich besser als gestern Abend. Da hatten wir zu weiche Reifen aufgezogen, die Wahl heute war wesentlich besser. Jetzt konnten wir uns etwas nach vorne arbeiten aber der Abstand auf Hermann (Gaßner) ist noch groß. Das wird schwierig."
Toni Werner (Porsche 911 GT3) „Wir haben mit dem brandneu aufgebauten Fahrzeug noch etwas Anlaufschwierigkeiten, die aber immer kleiner werden. Auf WP3 lief es schon zufrieden stellend. Persönlich muss ich sagen, dass ich den Unfall in Hessen gut verkraftet habe. Die Genesung hat zwei Monate gedauert, aber jetzt bin ich wieder einigermaßen hergestellt."
Peter Zehetmaier (Honda Civic) „Es ist sehr matschig. Wir hatten auf den drei ersten WPs des Tages weiche Intermediates aufgezogen – das hat nicht so richtig funktioniert. Deshalb habe ich versucht, die Geschwindigkeit etwas rauszunehmen und in Kuven nicht zu räubern."
Ellen Lohr (Subaru Impreza) „Das ist mir ja noch nie passiert. Ich habe gestern abend vergessen, den Hauptschalter auszustellen. Heute Morgen war dann die Batterie leer und der Subaru lies sich nicht mehr starten. Deshalb mussten wir aufgeben."

Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer) „Ich bin nach den ersten WP noch nicht richtig zufrieden mit meiner Fahrweise. So lange aber Sandro hinter mir liegt geht’s für mich in Ordnung. Mein Fokus liegt zunächst einmal auf dem Vergleich mit dem direkten Konkurrenten um die Führung."
Mark van Eldik (Subaru Impreza WRC) „Auf der ersten Samstagsprüfung ist unsere Gegensprechanlage ausgefallen. Und das hier sind wirklich nicht die Prüfungen, die du ohne Ansage deines Co-Piloten fahren kannst. Unsere Reifen-Tests laufen gut. ."
Eric Wevers (Ford Focus WRC) „Auf der ersten Prüfung ist wie bei Mark auch bei uns die Intercom ausgefallen,. Deshalb waren wohl unsere Zeiten so eng zusammen. Das wird noch spannend heute."

Peter van Merksteijn (Ford Focus WRC) „In erster Linie bin ich hier, um unsere Reifen für den deutschen WM-Lauf auszusortieren."
Aaron Burkart (Citroën C2 Super 1600) „Durch die späte Startposition liegt viel Dreck auf der Straße. Das erschwert die Reifentests."

Sébastien Ogier (Citroen C2 Super 1600) „Ich bin gar nicht zufrieden. Ich finde keinen richtigen Rhythmus."
- DRM - photos automobilsport.com Marc Hilger