Seat Leon Supercopa - Zandvoort

Seinen Besuch in den Niederlanden kann Raffi Bader getrost unter der Rubrik "Erfahrungen" abhaken. Der Fricktaler hatte bei den Rennen des Seat Leon Supercopa in Zandvoort kein Glück. Schon die Taktik zum Qualifikationstraining ging für den 19-Jährigen nicht auf.
Ein Regenschauer hatte den Kurs in den Dünen zunächst unter Wasser gesetzt, bei abtrocknender Piste erwiesen sich die gewählten Regereifen jedoch als falsch. "Ich bin zu lange auf den profilierten Pneus draußen geblieben. Als ich auf Slicks gewechselt hatte, war es schon zu spät für gute Zeiten. Und unter gelber Flagge sind Bestzeiten passé", haderte Raffi Bader mit seinem Resultat. Er sollte am Samstagabend aus der neunten Reihe starten.
Dennoch startete der Eidgenosse motiviert in den ersten Lauf. Schon am Start konnte er einige Plätze gut machen und fuhr als Sieger einiger Zweikämpfe bis auf Rang acht nach vorn. Dass er am Ende dennoch als elfter die Ziellinie überquerte, hatte er einem technischen Defekt zu verdanken. "Im letzten Renndrittel konnte ich nicht mehr alle Gänge schalten und habe wertvolle Zeit verloren.
So war ich natürlich ein leichtes Opfer für die nachrückende Konkurrenz. Schade, denn ohne das Problem mit der Schaltung hätte ich im zweiten Rennen auf der Poleposition gestanden. Die Ausgangslage für den zweiten Lauf ist allerdings auch nicht so ganz schlecht", versuchte sich der Seat-Pilot für den Sonntag wieder aufzumuntern.
Doch auch das zweite Rennen brachte dem jungen Fricktaler kein Glück. Auf nasser Strecke setzte er auf Regenreifen und startete gut. Schon nach der ersten Kurve waren einige Mitbewerber abgehakt; und auch die Duelle mit Sebastian Asch und dem Meister des Toyota Yaris Cups 2006, Christiaan Frankenhout, entschied er für sich. Bis auf Rang fünf schob sich der weiße Seat Leon mit der Startnummer #4 vor.
Als bei abtrocknender Strecke die Reifen nachließen, kam es jedoch zu einem weiteren Aufeinandertreffen mit Sebastian Asch, der Raffi Bader bei einem missglückten Überholversuch in das Auto krachte. Der Schweizer musste mit gebrochener Lenkung an der Box aufgeben.
"Schade - das Resultat ist nicht sehr gut für mein Punktekonto. Aber ich denke, dass ich mir durch meine Fahrmanöver an diesem Wochenende auch Respekt verschafft habe. Ich werde jedenfalls auch in den kommenden Rennen ein ernst zu nehmender Gegner sein", resümierte der Seat-Newcomer am Sonntagabend.
In der Eifel finden die Rennen13 und 14 des Seat Leon Supercopa statt. An den Nürburgring hat RaffiBader sehr gute Erinnerungen, verbuchte er doch dort im Toyota Yaris Cup seinen ersten Sieg auf internationalem Terrain. (pw)
www.raffi-bader.ch

Rennergebnis 1:
1. Damian Sawicki
2. Thomas Marschall
3. Fredy Barth
...
11. Raffi Bader
Rennergebnis 2:
1. Marcus Steinel
2. Jimmy Johansson
3. Christian Hohenadel
...
-- Raffi Bader
Tabelle:
1. Sebastian Asch 143
2. Thomas Marschall 135
3. Damian Sawicki 125
...
15. Raffi Bader 31
- Petra Weddige, Michel Schillinger - auch Photos
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