Gleichmäßigkeitslauf im Rahmen des 24h Rennens
Endlich ist der Knoten geplatzt. Nach einem Motorschaden beim ersten und Getriebeschaden beim zweiten Lauf, konnte Sebastian Kehl nun endlich die karierte Flagge sehen und dies noch als Zweiter in der Klasse.
Kehl, der sich als Nachwuchsfahrer bei SWS Motorsport durchsetzte, brillierte dabei mit erstklassigen Rundenzeiten und trat die würdige Nachfolge von Johnny Veloso an, der im letzten Jahr eine eindrucksvolle Saison absolvierte.
Sebastian knüpfte mit diesem hervorragenden zweiten Platz gleich an die Erfolge an und zeigte, dass im Hause Kehl einfach Benzin im Blut steckt.
Die Zielsetzung für Sebastian Kehl war bei diesem Lauf jedoch primär eine völlig andere; vom Team nahm man dem jungen Nachwuchstalent jeglichen Druck und stellte lediglich die Aufgabe, die Strecke und das Fahrzeug besser kennenzulernen, denn gerade auf der Nordschleife ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Aus diesem Grund waren die Zeiten von Sebastian auch nicht ganz so konstant, wie sie es für eine Gleichmäßigkeitsveranstaltung sein müssten, aber mit Zeiten von 10.15 und 10.17 zeigte der junge Duisburger, das er den nur 125PS starken Fiesta bestens im Griff hat.
„Ich habe richtig Stoff gegeben und dabei noch lange nicht alles aus dem Wagen und mir heraus gekitzelt. Es war aber einfach nur richtig geil und hat mir einen riesigen Spaß gemacht. Nach den beiden technischen Ausfällen zu Beginn der Saison ist jetzt der Knoten geplatzt und wir können zeigen, dass mit uns zu rechnen ist" so ein Freuden strahlender Sebastian Kehl.
Auch Robert Schönau von der Teamleitung war mit der Leistung des Rookies mehr als begeistert und äußerte sich zuversichtlich.
„Die Zeiten waren wirklich spitzenklasse und damit haben wir auch nicht rechnen können. Es zeigt uns aber, dass sich unser Konzept der Nachwuchsförderung auszahlt und die RCN die richtige Serie ist, um die Rookies an die schwierigen Bedingungen der Nordschleife heran zu führen."
Den nächsten Lauf am 30. Juni wird Sebastian aus beruflichen Gründen nicht bestreiten können, allerdings nutzt Kehl die Zeit, um, zusammen mit Thorsten Willems von der Teamleitung, einige Trainingsrunden zu absolvieren und Ideallinie und Bremspunkte zu optimieren.
Dazu steht ein Renn-Kart Event an welches das Ziel hat, die Reflexe und Reaktionszeiten zu trainieren. So wird Sebastian Kehl systematisch für die kommenden Rennen aufgebaut.
Bruder Sven Kehl, bekannt aus der VLN, sowie Sponsor und Förderer, Vater Wolfgang Kehl, gratulierten ebenfalls zum Erfolg.
- Thorsten Willems -
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