- Toller Fight um die weiteren Podestplätze

Heiße Temperaturen und extreme Spannung, der Saisonauftakt der Spezial-Tourenwagen-Trophy riss die Zuschauer in der Magdeburger Börde sprichwörtlich von den Sitzen. Michael Schrey im Porsche Turbo war zwar an der Spitze nicht zu stoppen, doch dahinter tobte ein wildes Duell zwischen STT-Rekordsieger Rolf Rummel und Daniel Schrey.
Die beiden Porschepiloten schenkten sich keinen Zentimeter beim Kampf um den zweiten Platz. Zuerst lag Daniel Schrey noch vor Rummel, der in der Anfangsphase mit Lars Schönemann (Porsche GT2) zu kämpfen hatte. Nach und nach kam Rummel immer näher an Daniel Schrey heran, der den blau-weißen Porsche GT2 nicht abschütteln konnte.

Erst kurz vor Schluss zog Rummel dann an Daniel Schrey vorbei, der mit starken Gripproblemen zu kämpfen hatte. Das konnte Rummel schließlich entscheidend ausnutzen. Hauchenge 0,6 Sekunden trennte die Beiden am Ende. Jürgen Hohenester (Audi TT) kam hinter Lars Schönemann auf Gesamtposition sechs ins Ziel. Lange Zeit hatte sich Hohenester mit BMW M3 Pilot Ulrich Becker beharkt.
Für Becker endete das Rennen noch vor Michi Besler (BMW M3 V8), der nach seinem starken zweiten Startplatz durch Zündaussetzer in seinem Vorwärtsdrang behindert wurde. „ Beim Start hatte ich massive Zündaussetzer und musste praktisch tatenlos zusehen, wie einige meiner Konkurrenten an mir vorbeizogen," erklärte der enttäuschte Hamburger BMW Pilot.

Hinter Besler festigte Rüdiger Klos (Porsche 964) seine Position vor Rolf Krepschik (Mercedes Evo), Joachim Bunkus (Triumph Dolomite), Helmut Maier (VW Spiess Golf) und Klaus Birk (Seat Leon). Robert Egner musste vier Runden vor Schluss an achter Position liegend seinen Audi A4 mit einem gebrochenen Stoßdämpfer abstellen. Ebenfalls Pech hatte Jörg Lorenz (Porsche dp 935), der durch einen Dreher zurückgeworfen wurde.
Auch in Rennen Nummer zwei war Michael Schrey nicht zu schlagen. Der Porsche Supercup erfahrene Pilot kontrollierte das Rennen von der ersten Runde an und siegte souverän. "Ich kam am Anfang sofort gut weg und habe auch gleich viel riskiert. Danach konnte ich mir das Rennen gut einteilen," so ein sichtlich zufriedener Doppelsieger. Dahinter ging erneut die Post ab.
Zuerst lag Rolf Rummel vor Lars Schönemann, der in der zweiten Runde einen Verbremser von Rummel am Ende der Start- und Zielgeraden nutzen konnte. Rummel klebte aber schon bald wieder am Heck des Dänen. Eine Runde später war der STT-Rekordmeister endgültig vorbei. „Ich habe am Anfang probiert zu folgen. Auf den Geraden konnte ich aber Rummel und Schrey nicht halten," erklärte der sympathische Däne.

Von hinten kam Daniel Schrey durch das Feld geschossen, der dabei dennoch sehr überlegt zu Werke ging. Kurz vor Schluss war er an Rummel dran und schaffte es auch sich auf der Start- und Zielgeraden vor den GT2 Porsche zu setzen. Beim Anbremsen der darauf folgenden Schikane schoss Schrey dann aber über das Ziel hinaus und Rummel holte sich seinen zweiten Gesamtplatz wieder zurück.
„Als ich bremsen wollte, fiel das Bremspedal durch und ab ging es Richtung Kies. Ich konnte gerade noch verhindern, dass ich im Kiesbett landete. So gesehen bin ich mit dem dritten Platz noch sehr zufrieden," gab Daniel Schrey nach dem Rennen zu Protokoll. I
n der Zweiliterklasse hatte es lange Zeit nach einem Sieg für Joachim Bunkus im Triumph Dolomite ausgesehen. STT Meister Jürgen Hohenester musste wegen Lenkungsproblemen die Box ansteuern, kam dann aber wieder mit mächtig Dampf im Kessel am Dolomite Piloten vorbei. Die einzelnen Klassensiege gingen an Michael Schrey, Ulrich Becker und Jürgen Hohenester.
Trotz des kleinen Starterfeldes zog Promoter Rolf Krepschik ein positives Fazit. „Auch mit einem kleinen Starterfeld kann man Spaß haben und das hat der Auftakt in Oschersleben gezeigt. Nun werden bei den nächsten Rennen auch noch einige Fahrer dazu stoßen, denn schon beim Gastspiel in Dänemark haben sich einige skandinavische Gäste angemeldet.

Volles Haus hingegen erwarten wir dann beim ADAC Truck Grand Prix, 10.-13. Juli, auf dem Nürburgring. Dort wird sich der STT H&R Cup mit vielen, auch prominenten Fahrern, vor mehr als 200 000 Zuschauern präsentieren. Wieder mit dabei ist natürlich der SNOGARD Spieletruck mit seinen Rennsimulatoren, welcher sich schon in Oschersleben als Publikumsmagnet zeigte.
- Patrick Holzer- auch Photos
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