– Starterfeld der Spitzenklasse

Die Spezial-Tourenwagen- Trophy kann bei ihrem Saisonhöhepunkt im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring mit einem Feld der Spitzenklasse aufwarten. Für das Top-Event bei dem dieses Jahr wieder über 200 000 Besucher erwar- tet werden, sind knapp vierzig Nennungen eingegangen. Besonders stark besetzt ist dabei die große STT Klasse über 5000 ccm mit 11 Startern.
Auf Tabellenführer Michael Schrey kommt einiges an Arbeit zu, denn mit Robert Wallenborn (Porsche 996 GT2) und Pertti Kuismanen (Chrysler Viper GTS-R) kehren zwei bärenstarke GT Boliden in die STT zurück. Dafür wechselt Michael Schrey auf den neuren 996 Turbo, während Vater Wolfgang den 935er Turbo, der dieses Jahr für Gesamtsiege gut war, übernimmt. Somit dürfte es zu einer ähnlichen Konstellation an der Spitze kommen wie schon beim Auftakt 2007 in Hockenheim, als sich die Drei einen packenden Kampf um den Rennsieg lieferten.

Je nach Einsatzfahrzeug könnte darin auch Daniel Schrey eingreifen, der neben seinem Porsche 935 Turbo auch noch einen Porsche 996 Turbo zur Verfügung hat. Immer besser in Fahrt kommt mittlerweile René Snel im Porsche 996 GT2, der mit dem starken Doppelturbo ebenfalls ganz vorne mitmischen dürfte. Lars Schönemann (Porsche 993 GT2) bekommt mit Henrik Pedersen im Marcos LM 600 dänische Unterstützung und man darf gespannt sein, wie sich der englische Flachmann in der Eifel schlagen wird.
Wieder mit dabei ist der STT Meister von 2001, der erstmals auf der orangenen Corvette von Peter Artinger einen STT Lauf bestreiten wird. Natürlich ist auch Jörg Lorenz wieder mit am Start, der seit seinem ersten STT Rennen 2007 beständig dazu gelernt hat und seinem 935er Porsche mittlerweile einen Turbomotor spendierte. Michi Besler wird es mit seinem schwarzen 8-Zylinder M3 mit zwei Porsche 996 GT3 RS zu tun bekommen.
Langstreckenmeisterschaftspilot Ralf Weiner und der schnelle Heinz-Bert Wolters werden dem Hamburger in der STT Klasse bis 5000 ccm Gesellschaft leisten. Einen Porsche 997 GT3 Cup wird von Jörg van Ommen Autosport für Jens Richter eingesetzt.

Interessant wird es auch bei den Fahrzeugen bis 3500 ccm, denn hier haben alle Teams ihr Einsatzgebiet auf der Nürburgring Nordschleife. Bekanntester Starter wird Jörg van Ommen mit einem Audi TT sein.
Der ehemalige DTM und STW Pilot bringt auch einen weiteren Audi TT für Franz Xaver Rohr in die Eifel. Mit dabei sind auch die Tischner Brüder in ihrem BMW M3 E46. Eine Fahrzeugpremiere wird es in dieser Klasse ebenfalls geben, denn erstmals startet ein BMW Z4 M-Coupé in der STT. Das Fahrzeug pilotiert Teamchef Rainer Dörr selbst.
Das Team von Rüdiger Klos wird in dieser Klasse für Christoph Unkel einen speziell umgerüsteten Cup Porsche einsetzen, mit dem das Team dieses Jahr schon erfolgreich die 24h auf dem Nürburgring bestritten hat.
Für Robert Egner im Audi A4 Turbo wird es bei den Fahrzeugen bis 3000 ccm eng, denn nicht nur die eingeschriebenen Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) und Klaus Birk (Seat Leon) starten in der Klasse des Meisterschaftsdritten aus dem Vorjahr. Willi Friedrichs gibt im BMW 130i M von Dörr Motorsport sein STT Comeback. Ebenfalls von der Langstrecke kommt Ulli Packeisen aus Wuppertal, der mit einem BMW M3 antreten wird.
Erstmals in der STT am Start sind die beiden Schweizer Sandro Merino und Stephan Bobst in einem BMW M3 E36. Bei den Tourenwagen bis 2500 ccm scheinen Ulrich Becker (BMW M3 E30) die Gegner aus zu gehen. So muss der Marler wieder gegen die hubraumstärkere Konkurrenz ausrücken. Zumindest beim Saisonauftakt in Oschersleben hatte ihn das nicht von zwei Klassensiegen abhalten können.

Der 2-Liter Klasse dürfte ein spannendes Duell bevorstehen, wenn Vorjahresmeister Jürgen Hohenester (Audi TT) auf den pfeilschnellen Audi A4 STW von Werner Huber trifft. Joachim Bunkus im ewig jungen Triumph Dolomite wird auf Fehler der beiden Bayern hoffen müssen um erneut die volle Punktzahl einstreichen zu können. Für Heinz Josef Chorus (Ford Focus) sind diese PS starken Konkurrenten keine leichte Aufgabe, doch wird der Aldenhovener weiter
daran arbeiten seinem Focus die nötigen Pferdestärken zu entlocken. Helmut Maier scheint dasselbe Problem wie Ulrich Becker zu haben, niemand wagt es sich mit dem schnellen Passauer in der 1,6 Liter Klasse an zu legen. Somit muss der Spiess Golf Pilot gegen die 2-Liter Fraktion antreten.
In der Klasse 9 der Sonderfahrzeuge bis 4000 ccm sowie der luftgekühlten Porsche bekommt dafür Michael Irmgartz endlich wieder Konkurrenz. So werden Thorsten Kammin und Charles Voggenreiter (beide 964 RSR) und Caterhampilot Kurt Hoffmann dem dreimaligen STT Meister ein Schnippchen schlagen wollen.
Christian Nowak wird zusammen mit Günther Linz in der Sonderklasse über 4000 ccm wieder eine bärenstarke Cobra aus dem eigenen Hause einsetzen. Die beiden Rennen der Spezial-Tourenwagen-Trophy finden jeweils am Samstag und Sonntag statt.

- Patrick Holzer STT auch Photos -
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