
Als die Spezial-Tourenwagen-Trophy in Zolder 1986 das erste Mal auf die Piste geschickt wurde, gab es nur drei Hubraumklassen. 1987 kam für die 1,6 Literfahrzeuge eine weitere hinzu. Bis Mitte der neunziger Jahre blieb diese Einteilung weitgehend unangetastet. Doch die boomende GT-Kategorie machte eine neue Klasseinteilung nötig. Die GT Fahrzeuge erhielten mit der S-GT Klasse eine eigene Spielwiese, in der sich Harry Asselborn im Porsche 993 Cup als erster Sieger hervortat.
Weitere Umgestaltungen folgten, wobei die große GT Klasse immer mehr zur Spielwiese hochkarätiger GTs wie Porsche Turbo oder Chrysler Viper wurde. Bei den Tourenwagen sorgten vor allem Audi und BMW für Siege. Mit der Verabschiedung des neuen Reglements rennen die GT's und Tourenwagen wieder in einer Klasse.
Dazu Rolf Krepschik: "Es macht für mich keinen Sinn mehr zwischen GT's und Tourenwagen zu unterscheiden, da alle in der gleichen Liga fahren. Mit den neuen Hubraumklassen können wir jetzt variabler umgehen, mehr als zehn Klassen möchte ich aber nicht haben. Eher weniger wäre mir lieber". Die Topkategorie wird zukünftig die Klasse 1 für STT Fahrzeuge über 5000 ccm bilden.
Darunter wird nach Hubraum in bis 5000 ccm, bis 3500 ccm, bis 3000 ccm, bis 2500 ccm, bis 2000 ccm und 1600 ccm eingeteilt. Die Sonderklasse wird erweitert und setzt sich aus einer Klasse bis 3200cm und Porsche luftgekühlt, bis 4000 ccm und Porsche luftgekühlt und über 4000 ccm zusammen. Im Gegensatz zu den anderen Klassen gibt es in den Sonderklassen keine Gewichtsbeschränkungen.
In Punkto Veranstaltungsauswahl setzt die STT ihren eingeschlagenen Weg, an Top-Events teilzunehmen, weiter fort. "Wir haben mit dem ehemaligen Divinol Cup, heute DMV TW Challenge, einen Mitbewerber auf etwa gleichem Niveau. Da es wahrscheinlich nie zu einer Verschmelzung kommen wird, versuche ich uns mit höherwertigen Veranstaltungen ein wenig abzuheben. Diese Veranstaltungen sind aber gleich sehr viel teurer, so dass es nur vereinzelt möglich ist an diesen Super Events teilzunehmen." so Rolf Krepschik.
Ein Saisonhighlight dürften sicherlich die zwei Rennen im Rahmen des ADAC Truck GP sein. Das bietet der STT, den Fahrern und vor allem den Sponsoren die beste Möglichkeit sich einem großen Publikum zu präsentieren. Letztes Jahr lockte die Veranstaltung 160 000 Zuschauer in die Eifel. Ein weiterer Leckerbissen im STT Rennkalender 2008 wird das Rennen auf dem Autodrom Grobnik bei Rijeka sein.
Im Rahmen der FIM Superside Weltmeisterschaft wird die Spezial-Tourenwagen-Trophy erstmals ein Rennen in Kroatien bestreiten. Da die Gespanne von Jahr zu Jahr beliebter werden, dürften die Zuschauerränge erneut voll besetzt sein. Auch wenn das Fahren auf der Strecke im Mittelpunkt steht, ist es dennoch ein großes Erlebnis vor vollen Zuschauerrängen zu fahren.
Zusätzlich bietet sich die herrliche Mittelmeergegend geradezu zum Urlaub machen an. "Es ist leider nicht so ganz einfach bei Topveranstaltungen unterzukommen, da muss man eben auch mal gewillt sein nach Kroatien zu fahren. Ob das von einem Großteil der Fahrer angenommen wird, wird sich über das Jahr zeigen."
Wie schon in den letzten beiden Jahren wird wieder in Oschersleben gefahren, das auch den Saisonauftakt bildet. Beim ADAC Westfalen Pokal werden auch die Serien des ADAC, nämlich GT Masters, Procar und Formel Masters sowie der ATS Formel 3 Cup und die Mini Challenge antreten. Gerade die Kombination solcher Topserien wird auch hier ein großes und interessiertes Publikum anlocken.
So ist es vor allem bei solchen Events bestens möglich Kontakte zu Medien zu knüpfen und in gängigen Publikumszeitschriften zu erscheinen, wie die Berichte aus den Vorjahren zeigen. Auf dem Lausitzring geht es ein zweites Mal mit diesen Serien auf die Strecke. Die Finalrennen werden diesmal beim RGB Saisonfinale über die Bühne gehen.
Die Renngemeinschaft Bergisch-Gladbach wird dabei ihr 30 jähriges Jubiläum feiern und sich sicher etwas dazu einfallen lassen. Wie im letzten Jahr wäre wieder ein Rennen ohne Meisterschaftsstatus über die Nordschleife im Rahmen des 24h Rennens möglich. Gerade solche Veranstaltungen sind aber nötig um Sponsoren zu gewinnen. Nur so ist es möglichst ein großes Echo in den Medien zu erhalten und auf sich aufmerksam zu machen.
"Es ist natürlich nicht ganz risikolos auf solch eine Schiene zu setzen, dennoch hoffe ich auf 20 fest eingeschriebene Teilnehmer, der Rest des Starterfeldes füllt sich über die Gaststarter," fasst Rolf Krepschik seine Saisonerwartungen zusammen. Wir haben mit unserem Mix an Veranstaltungen und gleichzeitig gut verteilten Terminen beste Voraussetzungen geschaffen, zudem ist mit der Änderung der Meisterschaftswertung eine weitere Verbesserung eingetreten.

Nur die besten 10 Rennen werden zur STT Meisterschaft 2008 heran gezogen. Somit kann jeder Teilnehmer eine Veranstaltung auslassen oder ein schlecht verlaufendes Rennen ohne Verlust auf die Meisterschaftspunkte streichen. Ob sich die Planungen als erfolgreich erweisen werden, muss der Saisonverlauf zeigen.
Weitere Informationen zum Reglement und Gebühren sind auf der Internetseite www.spezial-tourenwagen-trophy.de zu finden.
- Patrick Holzer Presse STT H&R Cup- auch Photos