Rennen 1

Reifenpoker der entscheidende Faktor
Wie schon beim vorherigen Lauf in Dänemark sollte die richtige Reifenwahl zum alles entscheidenden Faktor beim dritten STT Lauf im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix werden. Kurz vor Rennbeginn sorgte ein Regenschauer dafür, dass sich die Vielzahl der Teilnehmer für Regenreifen entschied. Trotz des schlechten Wetters harrten die Zuschauer auf den vollbesetzten Tribünen aus um das Rennen der Spezial Tourenwagen-Trophy verfolgen zu können.
Das Wetter änderte sich jedoch schlagartig, woraufhin sich ein Teil der Teams entschied vor Rennbeginn in der Boxengasse auf Slicks zu wechseln, wie Porschepilot René Snel. Somit fehlte der Holländer beim Start, den Pertti Kuismanen für sich entschied. Dahinter hatte Rüdiger Klos einen Bombenstart erwischt und sich auf Rang zwei noch vor Michael Schrey und Robert Wallenborn katapultiert. Kuismanen kam als Führender aus der ersten Runde zurück, Michael Schrey, Heinz-Bert Wolters und Robert Wallenborn folgten auf den weiteren Positionen
In Runde zwei bog Kuismanen zum Reifenwechsel in die Boxengasse ab und auch Wallenborn stoppte. Mit Slicks kam Kuismanen immer näher an Michael Schrey ran, dessen Regenreifen immer mehr abbauten und dementsprechend keine schnellen Rundenzeiten mehr zuließen. Kuismanen schnappte sich Schrey, der nach langem Zweikampf auch noch René Snel passieren lassen musste.

„Ich dachte eigentlich, dass Kuismanen noch eine Runde zurück sei und habe mich dementsprechend nicht großartig zur Wehr gesetzt", so Michael Schrey nach dem Rennen. Jürgen Hohenester war zwar ebenfalls vorbeigekommen, bekam aber von der Rennleitung eine Zehnsekundenstrafe aufgebrummt. Dadurch rutschte Michael Schrey auf den dritten Gesamtrang. In der Klasse 2 siegte Ralf Weiner im Porsche 996 GT3-RS, während Gaststarter Franz Xaver Rohr die Klasse 3 gewann.
Robert Egner als Driftkönig
Robert Egner driftete trotz Regenreifen zum Klassensieg bei den STT Fahrzeugen bis 3000 ccm, wodurch der Bayer näher an Tabellenführer Michael Schrey heranrücken konnte. Bei den Sonderfahrzeugen bis 4000 ccm siegte Michael Irmgartz, Nowak/Linz waren bei den hubraumstärkeren Fahrzeugen vorne. Eine starke Leistung lieferte auch Triumph Dolomite Pilot Joachim Bunkus ab, der sich auf Gesamtrang zwölf mitten unter den PS-stärkeren Fahrzeugen platzieren konnte.
Rennen 2

Viper-Doppelsieg in Rennen 2
Auch im zweiten Rennen konnte die STT die Zuschauer rund um die Sprintvariante des Nürburgrings begeistern. In einem spannenden Rennen siegte Pertti Kuismanen erneut. Platz zwei holte sich mit Michael Irmgartz ein weiterer Chrysler Viper GTS-R Pilot, nachdem Michael Schrey wegen Überholens unter Roter Flagge disqualifiziert worden war. Somit kam René Snel erneut aufs Treppchen vor Heinz-Bert Wolters.

Radverlust sorgt für Rennabbruch
Hinter dem Porschepiloten lief Ulrich Becker als Gesamtsechster ein, der nach einem sensationellen Duell mit Robert Egner die 3-Liter Klasse gewinnen konnte. Egner lag dabei die ganze Zeit vor Becker, doch blieb auf einmal der Gaszug hängen, woraufhin der Bayer nur noch in die Wiese ausweichen konnte. „Das war schon klasse und spannend.
Dennoch habe ich lieber abgewartet und nicht alles riskiert. Das sollte sich dann am Ende auszahlen", freute sich Ulrich Becker über seinen Sieg in der STT Klasse bis 3000 ccm. Als in der 17. Runde an Christian Nowaks Cobra das linke Hinterrad verloren ging und die Cobra ganz ungünstig stand, musste das Rennen abgebrochen werden. In den einzelnen Klassen waren neben Kuismanen, Wolters und Becker noch die Herren Tischner, Nowak, Klos und Bunkus erfolgreich.
Gute Werbung für die STT
Nach drei spannenden Renntagen konnte die Veranstaltung vor 190 000 Zuschauern als voller Erfolg gewertet werden, bot die STT doch klasse Motorsport mit schönen GTs und Tourenwagen. Auch die vielen STT Erststarter hatten sich bestens in die Serie einfügen können und werden zum größten Teil erneut in der STT starten. „Das war ein rundum gelungenes und perfekt organisiertes Wochenende", so der Wuppertaler Ulli Packeisen am Sonntagabend.

Zum vierten Lauf geht es für die STT nach Kroatien auf das Autodrom Grobnik. Die bei Rijeka gelegene Strecke ist für die STT und ihre Piloten Neuland und verspricht so schon jetzt einiges an Spannung für das Wochenende vom 16.-17. August.
- Patrick Holzer- auch Photos
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