- Die STT biegt auf die Zielgerade ein
- Spannender Kampf um die Meisterschaftsentscheidung

So langsam wird es ernst in der Spezial-Tourenwagen-Trophy. Die Titelentscheidung rückt immer näher, wobei vor allem Jürgen Hohenester (Audi TT), Pertti Kuismanen (Chrysler Viper) und Robert Egner (Audi A4) die besten Titelchancen haben dürften. Vor dem RGB Saisonfinale, das dieses Jahr aber nicht die letzte STT Veranstaltung sein wird, hatten die Fahrer reichlich Zeit die Fahrzeuge auf die entscheidende Saisonphase vorzubereiten.
Ein Blick in die Klassen zeigt, dass es die Titelfavoriten nicht leicht haben werden. Auf Pertti Kuismanen kommt auf dem Nürburgring ein besonders dicker Brocken zu. Lange wurde gemunkelt, wann er denn kommt und in einer Woche scheint es nun endlich soweit zu sein. Der Niederländer René Snel wird den neuaufgebauten Porsche 996 GT2 erstmals in der STT einsetzen.
Am Start ist natürlich STT Urgestein Rolf Rummel, der mit dem bewährten Porsche 911 GT2 an den Nürburgring reist. In der GT Klasse bis 4250 ccm werden zwei neue Gesichter erwartet. Neben Frank Schreiner starten dort noch Mario Münch und Rüdiger Klos, der den 190er Mercedes gegen einen Porsche 996 GT3 Cup getauscht hat. Der Cup Porsche war zuvor schon mit Robert Römer am Steuer in der STT unterwegs.
Bei den luftgekühlten GT's bis 4000 ccm werden Michael Irmgartz (Porsche 964 RSR) und Jörg Lorenz (Porsche dp 935) antreten. Ein interessantes Duell könnte in der Tourenwageklasse über 3250 ccm die Zuschauer erwarten. Klassenprimus Willi Herold (Audi S2) bekommt mit dem ehemaligen DTM Opel Astra V8 von Rüdiger Julius-Bernhart, der sich der das Cockpit mit Bruno Winkler teilen wird, einen ernstzunehmenden Gegner. Auch in der Klasse bis 3250 ccm können sich die Zuschauer am Nürburgring auf einen heißen Tanz freuen.

Robert Egner (Audi A4 Turbo) oder das Vater-Sohn Duo Reinhard und Martin Sadlowski (Audi 80 Turbo) werden hier um den Klassensieg kämpfen. Neben Wolfgang Fischer im BMW M3 E36 findet sich für das RGB Finale mit Klaus Birk (Seat Leon Supercopa) ein Gaststarter ein. Bei den Tourenwagen bis 2500 ccm hofft Ulrich Becker endlich wieder auf ein problemloses Rennwochenende.
Der BMW M3 Pilot, zuletzt im Irmgartz Porsche in Assen unterwegs, wird auf den ehemaligen DTM Mercedes 190E von Christoph Schlemm treffen. Weitere Klassenkonkurrenten könnten Sven Fisch und Petra Kolic-Wiese sein, wenn das C-Coupé rechtzeitig fertig wird. Ansonsten werden die Zwei wieder im robusten Audi RS4 ausrücken.
In der Zweiliterklasse führt der Weg nur am Audi TT von Jürgen Hohenester vorbei. Keine leichte Aufgabe für Joachim Bunkus (Triumph Dolomite), Gerhard Zimpel (VW Golf) und Franz-Josef Fischer (Opel Astra), die bei einem Fehler von Hohenester sofort zur Stelle sein werden. Als Gaststarter sind wieder mit dabei Jürgen Gerspacher im VW Golf III und Heinz Dieter Chorus im Ford Focus.
Bei den flinken 1,6 Literfahrzeugen werden Helmut Maier im Spiess Golf und Lothar Moll im Fiat Uno auf dem Nürburgring um den Klassensieg kämpfen. Vielleicht können die Fans in der Sonderklasse bis 3000 ccm auch endlich wieder den schnellen Fiat X1/9 Turbo vom Dänen Johannes Graversen bestaunen, der in vorherigen Rennen wegen eines nicht fertiggestellten Fahrzeugs noch nicht starten konnten.
Die Sonderklasse über 3000 ccm wartet mit drei spektakulären Sportwagen auf. Aus Groß Britannien stammt der seltene Stealth B6 von Dr. Klaus Nesbach, der auch die Straßen unsicher machen dürfte. Ebenfalls straßenzugelassen ist der Apollo, der von Michi Besler eingesetzt wird.

Dieses Jahr war der sympathische Hamburger zwar nicht gerade vom Glück verfolgt, aber auf dem Nürburgring wird er sicher unter Beweis stellen wollen, dass der Apollo ein wahrer Supersportler ist. Christian Nowak und Günther Linz starten in der kräftigen CN Cobra, die letztes Jahr beim STT Debüt gleich auf das Podest fuhr.
- Patrick Holzer - auch Photos
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