Dritter Heimsieg für David Hauser (Dallara GP2) in Eschdorf

Dritter Heimsieg für David Hauser (Dallara GP2) in Eschdorf

09.05.2016: Nachdem er 2012 in Eschdorf seinen allerersten Gesamtsieg, genau wie jenen eines GP2




Nachdem er 2012 in Eschdorf seinen allerersten Gesamtsieg, genau wie jenen eines GP2 bei einem Bergrennen, auf feuchter und schmieriger Strecke errungen hatte und diese Leistung im Vorjahr im Wolf GB08F1 unter ähnlichen Bedingungen wiederholt hatte, konnte sich der junge Fahrer des Teams Racing Experience diesmal den Siegerpokal vor gut besetzten Publikumsrängen bei fast schon sommerlichem Wetter erkämpfen, dies nach einem extrem spannenden Rennverlauf, waren die drei Führenden doch nach dem ersten Lauf nur durch winzige 189 Tausendstelsekunden getrennt.


Während bei den drei samstäglichen Trainingsläufen der dreifache Schweizer Bergmeister Eric Berguerand (Lola-Cosworth Fa99) in 51,295 Sekunden Bestzeit auf der 1850 m langen Strecke markierte, hatte David wie von ihm nicht anders gewohnt seine Karten noch nicht voll aufgedeckt und seinen Dallara GP2 nach 52,286 sec. über die Ziellinie ausrollen lassen, war also genau eine Sekunde langsamer als sein Schweizer Rivale, während der eidgenössische Vize-Meister Joël Volluz im Osella-Judd Fa30 sich bei seiner allerersten Eschdorf-Teilnahme erst einmal auf diesen extrem breiten Kurs einschieβen musste, auf dem es gilt, die ganze Straβenbreite optimal auszunutzen. Doch auch seine Trainingszeit von 52,759 sec. war bereits sehr vielversprechend.


Genau jener Joël Volluz läutete am Sonntagvormittag mit 50,851 sec. im ersten Rennlauf den Dreikampf ein, gefolgt von seinem Landsmann Eric Berguerand, der bis auf 5 ( !) Hundertstelsekunden herankam.


Der zu letzt startenden David Hauser schaffte es seinerseits im Dallara GP2 mit dem Mecachrome-V8-4L-Motor die Zeit des jungen Schweizer Nachwuchstalents um ganze….0,113 Sekunden zu unterbieten, kurzum, nur ein Wimpernschlag trennte die drei Sieganwärter vor den beiden letzten Auffahrten dieses spannungsgeladenen Wochenendes:


“Wir liegen so eng beisammen, dass noch absolut nichts entschieden ist, es gilt weiter voll anzugreifen!”, blieb der Fahrer des roten GP2 vor der Hinabfahrt vom im Zielbereich befindlichen Fahrerlager zum Vorstartbereich am Fuβe des Eschdorfer Bergs vorsichtig.


Doch während David im zweiten Lauf nun seine erste Laufzeit noch um 243 Tausendstel auf 50,469 sec. herunterschrauben konnte, blieben Volluz (51,355) und Berguerand (51,655) diesmal deutlich über ihrer Zeit aus Lauf 1, wobei sich Letztgenannter darüber beklagte, dass im Lola an diesem Tag der Wurm drin sei in Form von Problemen mit den Schaltwippen am Lenkrad. Der folgende dritte Rennlauf lief am Ende für alle drei Kontrahenten nicht wunschgemäβ, wobei Volluz in 51,294 zwar Laufbestzeit hinlegt, damit aber erneut seine Zeit vom Vormittag nicht verbessern kann. Während David sich nach einem kleinen Schlenker im unteren Streckenbereich recht rasch eingestehen muss, dass dieser Rennlauf “für die Katz” ist, kann Eric Berguerand gar nur noch hochrollen, nachdem sich der Wurm im Lola erneut breit gemacht hatte. Kurzum, am Ende bleibt es bei der bereits am Vormittag ermittelten Hackordnung, womit David Hauser nun mit den drei Eschdorfsiegen seines Vaters Christian in den Jahren 1991 (im Martini-BMW JB42 F2 2L), 1997 (Martini-BMW Mk69 F2 2.5L) und 2002 (Reynard-Cosworth 93D F3000) gleichzieht. Zuzüglich Homburg 2012 kommt der Adoptiv-Pariser somit nun auf inzwischen 4 Berg-Gesamtsiege.


« Es war ein sehr schönes Rennen mit vielen Zuschauern, sehr gutem Wetter und einem intensiven Kampf mit hochwertigen Gegnern, kurz, Spass pur, selbst wenn der im vergangenen Sommer aufgetragene neue Streckenbelag noch nicht genug Grip liefert, um die Zeiten aus den Vorjahren in Angriff zu nehmen.”


Effektiv blieb die magische 50-Sekunden-Schallmauer während des gesamten Wochenendes unantastbar, da zudem eine dünne Schicht Pollen die Haftung auf dem Aspahlt noch tückischer gestaltete. “


Auf jeden Fall sind wir sehr zufrieden mit dem Verhalten des GP2 und zu versichtlich für den weiteren Saisonverlauf, selbst wenn sich das nächste Rennen eher schwierig gestalten dürfte auf einer Strecke, die unserem Auto aufgrund der engen und kurvenreichen Pistenführung nicht unbedingt entgegenkommt.


Aber nachdem hier beim einzigen noch stattfindenden Rennen im Groβherzogtum vor meinem Heimpublikum starten konnte, hoffe ich, dass sich nun auch in Wolsfeld am kommenden Pfingstwochenende viele meiner Landsleute auf den Zuschauerrängen einfinden werden.”


Effektiv findet der 3. Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft nur wenige Kilometer von der Luxemburger Grenze entfernt (zwischen Echternach und Bitburg) statt.


« Nach einer Streckenbesichtigung in La Broque-Schirmeck, dessen Bergrennen ursprünglich in unserem Terminkalender vorgesehen war, haben wir aufgrund des dort sehr schlechten und für den Einsatz des GP2 eher ungeeigneten Straβenzustands, aber auch aus logistischen Gründen aufgrund unserer Teameinsätze in der BOSS GP entschieden, auf den Start in den Vogesen zu verzichten und dafür Wolsfeld in unser Agenda aufzunehmen, wobei unser Hauptaugenmerk dort jedoch eher darauf liegt, ein paar Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft zu sammeln, um uns für das FIA Masters am Saisonende in Tschechien zu qualifizieren, als gegen Fahrzeuge, die sich eher für eine solche Strecke eignen, einen Gesamtsieg anpeilen zu wollen.”


So dürfte die 1,640 km kurze Strecke in Wolsfeld denn auch eher – vor allem bei eventuellem Regen – den allradgetriebenen Fahrzeugen wie dem Lancia Delta S4 des hier bereits mehrfach siegreichen Schweizers Bruno Ianniello, dem Lancia Delta Integrale des Deutschen Norbert Handa, den Audi der Briten Keith Edwards (Quattro S1) und Keith Murray (80 quattro) oder vor allem dem Ford Puma ihres Landsmanns Mike Manning entgegen kommen, ohne den TracKing des Österreichers Chris Lampert sowie die zahlreichen Fahrzeuge des “KW Berg-Cup” zu vergessen.


Bei den “offenen” Rennsportfahrzeugen gilt es vor allem den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L) und dessen Sohn Georg (Tatuus-Renault FR2.0) im Auge zu behalten.




Erschwerend kommt noch hinzu, dass zur Wertung die Addition der drei am Montag (16. Mai) ab 9 Uhr vorgesehenen Rennläufe herangezogen wird (die Trainingsläufe finden am Sonntag ab 9 Uhr statt), man sich also nicht den geringsten Schnitzer leisten darf, um in den Ergebnislisten möglichst weit vorne zu landen.


Eventuell einsetzende kürzere Regenschauer könnten sogar das Ergebnis mächtig durcheinander würfeln, wie der Vorjahressieg von Egidio Pisano im VW Golf unterstreicht.

-Patrick Weber, Photos Fons Schneider

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09.05.2016 / MaP

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