Caterham Eurocup Donington Park

Caterham Eurocup Donington Park

03.07.2007: Caterham Eurocup Donington Park

3. Lauf zum Caterham Euro Cup

Die Anreise nach England / Donington hielt einige Überraschungen in Form einer gesperrten Autobahn in Holland, einem Riesenstau vor dem Dartford Tunnel und weiterem 2,5 stündigen Stop and Go Verkehr parat. Die freundlichen Grenzbeamten in Calais sowie die englische Polizei fügten mit ihren Kontrollen noch diverse Minuten hinzu.

Verständlich bei einem hier nicht näher zu beziffernden Tempo auf der äußerst rechten Überholspur, daß die Polizei den Grund für das hurtige Tempo wissen wollte.

Erst als die Ordnungshüter im geöffneten Anhänger den Caterham erblickten, erhellten sich die Mienen ein wenig. Wir erreichten Donington Park mit insgesamt 6,5 Stunden Verspätung, so daß das gebuchte Training ab 13.30 für uns schon gelaufen war. Zur weiteren Strafe war das Training für den samstag morgen bereits ausgebucht obwohl extra für Teilnehmer aus Übersee reserviert. Einige wenige Runden auf einem Caterham Sigma mußten ausreichen um die Rennstrecke Donington Park kennen zu lernen.

Die schon erwähnte interessante Streckenführung hat es in sich, ist aber anders wie in Val de Vienne leichter zu „erfahren".

Eine schnelle Bergabpassage ( Craner ) bei der deutlich das Abheben des rechten Hinterrades spürbar wird erfordert einigen Mut, der noch mehr bei der Anfahrt auf eine Rechtskurve ( McLeans ) gefordert wird die nach einem Bergaufstück nicht einzusehen ist. Zunächst endet die Straße vermeintlich am Horizont.

Das Training mit Kamera des Motion Media Team´s im Auto verlief so weit problemlos. Es galt die mangelnde Streckenkenntnis durch das verpasste freie Training aufzuholen. Die dritte Veranstaltung bei der wir durch Staus auf der Autobahn, Zeitplanänderungen oder anderen unkalkulierbaren Gründen nicht ausreichen trainieren konnten.

Gerade hier, zu dem Festival wollten wir endlich zeigen was geht. Nach weiteren Änderungen am Fahrwerk und der Einstellung auf der Radlastwaage verhält sich der 7Cars CSR jetzt so neutral, dass das Vertrauen Sprunghaft gestiegen ist.

So zeigte Pascal schon im ersten Rennen was gehen könnte, wenn das Wörtchen wenn nicht währe. Nach einem gelungenen Start fuhr er bis auf den 7. Platz von 23 Teilnehmern vor. Mit einem Klasse Manöver am Ende der Start und Zielgeraden überholte Pascal einen Pulk von 3 rangelnden CSR auf der inneren Linie.

Die Freude hielt leider nicht lang, da ein Dreher in der nicht einsehbaren Rechtskurve (McLeans) den Vorwärtsdrang stoppte und die schöne Platzierung zu Nichte machte. Wie auch immer, die bisher ungewohnt Kampflustige Linie zeigte welchen Fortschritt wir Fahrwerkstechnisch erreicht hatten.

Für mein Sprintrennen hatte ich mir, auch angespornt durch Pascal´s kleine Beinahe - Sensation, einiges vorgenommen.

Die Biokurve des Verantwortlichen für die Startampel schien mit meiner gleich zu sein. Endlich ein gelungener Start, der gefördert durch die lange Start - und Zielgerade sofort einigen Vorspung zu dem größten Teil des C400 Geschwader zuließ.

Von dem 19. Startplatz aus gelangte ich zumindest durch die hügelige Streckenführung in die Sichtweite der eigenen Klasse. Erstmals kam eine Leichtigkeit auf, die ich bei den bisherigen Einsätzen vermisst hatte. Brems- Schalt und Einlenkmanöver verschmelzten plötzlich zu einem Rausch.

Einige schnelle C400 boten perfekten Windschatten die zu 2 -3 Überholvor-gängen pro Runde führten und den Kontakt zur eigenen Klasse herstellten. Die jubelnde Boxencrew verstärkte den eigenen Eindruck: Heute geht was.

In der Coppice-Kurve einer lang gezogenen Rechtskurve die auf die Gegengerade führt, schaltete ich recht früh, noch in der Kurve in den vierten Gang um auf der anschließenden Geraden ohne Unterbrechung beschleunigen zu können und Runde für Runde einige Mitstreiter an dieser Stelle überholen zu können. Offensichtlich hatte ich hier durch das ruhige herausbeschleunigen Vorteile.

Mittlerweile auf Position 10 geführt ging es an einen Pulk von 3 Fahrzeugen, die sich wie immer durch die eigenen Rangeleien bremsten. So sah ich noch wie die Startnummer 71 mit dem südafrikanischen Caterham Händler-Kollegen die Spitze des 3er Pulks übernahm, als es in den unübersichtlichen Teil der Streck ging.

Angespornt durch den immer geringer werdenden Abstand und der Möglichkeit erstmals in die Top-10 zu fahren brannte ich ein innerliches Feuerwerk ab. Bremspunkte durch verstellen der Balance noch später wählen, Einlenkpunkte und Schaltvorgänge noch genauer auswählen. Noch ein Runde, dann hast Du sie….. Anbremsen nach der Bergaufpassage in die nicht einsehbare McLeans-Kurve, wie immer Blind einlenken den rechten Curve mitnehmen und an der Schlupfgrenze beschleunigen als……… die Startnummer 71 plötzlich quer vor mir steht und ich auf der letzten Rille fahrend, keine Chance habe dem Hindernis weit genug auszuweichen.

Mein linkes Vorderrad trifft sein rechtes. Mein linkes Hinterrad samt Aufhängung und Kotflügel verweilt etwas länger als der Rest an dem Hypirion Seven und Katapultiert mich in eine ungewohnte Flughöhe.

Alles klar nichts passiert, ein Caterham ist sicher. Aber nun folgte eine Situation die ich in über 30 Jahren Motorsport noch nicht erlebt hatte.

Verkehrt herum stand ich in der Mitte der Fahrbahn und trotz geschwenkter gelber Flagge entstand eine mehr als gefährliche Situation.

Sobald ein Pulk von Fahrzeugen auf die nicht einsehbare Kurve zukam, konnte der erste und zweite Fahrer das Hindernis noch erkennen, ein dritter Fahrer erkannte dieses jedoch so spät, dass ich mehrmals in weit aufgerissenen Augen der jeweiligen Fahrer schauen konnte

So kam es alle 5 – 10 Sekunden zu einem OOOHH und AAAHHH Effekt der besonderen Art, bis das Safety Car zu Einsatz kam.

Klar, im Normalfall soll das Rennauto so schnell wie möglich verlassen werden um sich hinter der Leitplanke in Sicherheit zu bringen. In diesem Fall zog ich es jedoch vor sitzen zu bleiben da ich ab dem Moment des Abschnallens dem Geschehen noch hilfloser ausgesetzt gewesen währe. Wohin hätte ich laufen sollen ?

Das Argument reichte dann auch dem Rennleiter der mich schmunzelnd verabschiedete.

Der 7Cars CSR sah heftig demoliert aus, die Bilder sprechen für sich. Schade , Schade und die verlorenen Punkte…………

Die Schadensanalyse ergab sehr schnell: Wir fahren morgen wieder.

Zwei Caterham Teilecontainer, die zu allen Rennen gebracht werden beinhalten annähernd alles zur Reparatur. Danke für die Unterstützung an die Teams von Colards und Hypirion und besonderen Dank an Chris Wesson, den Caterham Werksingenieur der tatkräftig mit Hand anlegte.

Gegen 20.30 haben wir uns sogar der Boxengassen Party angeschlossen und den Rest der Reparatur auf Sonntagmorgen verschoben.

Pünktlich zum Langstreckenrennen schnallte sich Pascal hinter das Lenkrad und zeigte vom Start weg, dass der Unfall kein Hindernis mehr darstellte, außer dem schlechten Startplatz der daraus resultierte.

Der Rennverlauf war fast eine Wiederholung der Sprintrennen. Nach Zeitweiser Platzierung auf Position 9 folgte ein Dreher bzw. ein auffahrender Hintermann sorgte für die Demontage des gerade frisch angebauten hinteren linken Kotflügel.

Nach gelungenem Fahrerwechsel erging es mir ähnlich. Wieder in der „blinden Kurve" ein Dreher aber dieses mal ohne größere Folgen. Donington erfahrene Piloten und wir nun auch, wissen das sich die Strecke durch die landenden Flugzeuge und deren Kerosin permanent verändert. Drücken sie uns die Daumen, das wir nach dem nächsten Rennen am 3/4. August in Spa von Erfolgen berichten können. Auch wenn wir mit unseren derzeitigen Fortschritten nicht unzufrieden sind sollte der Knoten mal langsam platzen.

Haben Sie Lust auf ein Rennwochenende in SPA. Wir laden Sie ein. Erleben Sie die Rennen Hautnah direkt aus der Box heraus. Für die ersten 5 Leser, die sich bis zum 15.7.2007 per mail anmelden organisieren wir Speisen und Getränke und natürlich tiefere Einblicke in die Szene.

 

www.7cars.de

- Thomas  Klein -  auch Photos

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03.07.2007 / MaP

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