Transorientale 12.-28.06.2008

Platz drei auf der schwierigsten Prüfung der Rallye: Trotz erneuter Probleme machen Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann auf der 13. Etappe der Transorientale weiter an Boden gut.
José Luis Monterde (Schlesser) fährt weiterhin wie ein Schweizer Uhrwerk. Dahinter spitzt sich der Kampf um die Podiumsplätze weiter zu. Nicolas und Antoine Gibon im Bowler büßten auf der heutigen Etappe von Quinguan nach Alxa Youqi rund zweieinhalb Stunden ein und geraten jetzt sogar unter Beschuss von Francois Delecour (SMG-Buggy), Jerome Pelichet (Bowler) und dem Duo Matthias Kahle und Thomas Schünemann.
In der Gesamtwertung schrumpfte der Vorsprung der Gebrüder Gibon auf 30 Minuten vor Delecour, der weiter auf dem Vormarsch ist und heute an seinem Landsmann Pelichet vorbeizog. Kahle und Schünemann konnten das Tempo des ehemaligen Ford-Werksfahrers anfangs mitgehen, bis ihnen erneut die Technik einen Strich durch die Rechnung machte. Mittlerweile könnten die Piloten des HS RallyeTeams wohl eine ganze Sendung „Pleiten, Pech und Pannen" problemlos füllen.
Wenige Kilometer nach dem Start der Prüfung ging der Fast&Speed-Buggy einfach aus. Kahle und Schünemann inspizierten den heißen 3,8-Liter-Motor, kontaktierte ihr Service-Team und fanden schließlich den Fehler. Eine Sicherung war herausgesprungen. Nach etwa einer halben Stunde Zeitverlust setzten sich Kahle und Schünemann wieder in Bewegung.
Selbst danach kamen sie nicht ohne Schwierigkeiten durch die 286-Kilometer-Prüfung, denn das weiterhin defekte Luftdrucksystem der Reifen bremste den Fast&Speed-Buggy weiter ein. Dass das deutsche Duo dennoch den dritten Platz in der Tageswertung erreichte, zeigt die großartige Performance von Kahle und Schünemann.
Noch schlimmer erwischte es den Service des HS RallyeTeams: Mechaniker Paul Heinen verletzte sich auf der heutigen Verbindungsetappe am Kopf. Der Service-Truck steuerte daraufhin ein Krankenhaus an, wo das Ohr von Paul Heinen genäht wurde – ohne Betäubung. Ohne mit der Wimper zu zucken ging es für Heinen und seine Kollegen weiter.
Matthias Kahle: „Das war heute wieder eine sehr schöne WP, anspruchsvoll für den Fahrer und in der Navigation. Leider hat das Luftdrucksystem wieder nicht funktioniert und die Motortemperatur ging ständig in den kritischen Bereich. Wir mussten vorsichtiger fahren, um den Motor wieder abzukühlen."
Thomas Schünemann: „Die ständigen Probleme sind schon sehr ärgerlich, wenn man bedenkt, dass wir sonst locker auf dem zweiten Platz liegen würden. Ein Glück, dass Matthias einen so guten technischen Sachverstand hat und wir von der Technik her noch kein einziges Mal die Hilfe unseres Race-Trucks benötigten."
Apropos Race-Truck: Mathias Behringer, Hugo Kupper und Siegfried Schadl haben sich in den Top-Ten festgesetzt. Am Vortag belegten sie die achte Position im Gesamtklassement, in der Tageswertung erreichten sie Platz sieben.
Morgen steht mit 286 Kilometern über Dünen eine schwierige Prüfung auf dem Programm.

Gesamtergebnis nach der 13. Etappe
1 Monterde / Lurquin Schlesser-Buggy 27h47’35
2 Gibon / Gibon Bowler-Toyota 31h07’42
3 Delecour / Garcin SMG-Buggy 31h37’41
4 Pelichet / Decre Bowler 31h48’15
5 Kahle / Schünemann Fast&Speed-Buggy 32h34’35
6 Saukans / Zarins Oscar-Buggy 35h08’04
7 Chabot / Pillot Toyota 35h36’38
8 Martin / Metz Bowler 35h37’17
9 Theuriot / Prot Bowler 36h35’46
10 Yong / Poncet Zhengzhou 37h41’28
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-Daniela Welter ,Sebastian Klein, Photos DPPI-
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