Die Gipfelstürmer lassen die Motoren heiß laufen
Von Portugal nach Tschechien und dann an die Mosel: Diese Europareise wartet auf die Piloten der Europäischen Bergrennmeisterschaft (EBM) in diesen Wochen. Nachdem die beiden Läufe auf der iberischen Halbinsel mehr oder weniger erfolgreich über die Bühne gebracht wurden, findet am letzten Mai-Wochenende noch das Rennen im tschechischen Ecce Homo statt, ehe die Bergsportfreunde hierzulande ihre Stars beim 37. RTT/ADAC Bergrennen begrüßen können.
Vom 6. bis 8. Juni gehört die Kreisstraße 82 zwischen Fell und Thomm wieder den „Bergziegen" und „Gipfelstürmern", der nationalen und internationalen Elite des Bergrennsports.
Nachdem es am spanischen Berg Fito zu einem Fahrerboykott - vor allem der Kategorie Sportwagen und Formelfahrzeuge - gekommen war, weil tausende betrunkene Zuschauer die Strecke nicht freigeben wollten, ging es in Portugal wieder mit rechten Dingen zu. Gesamtsieger des dritten Laufs wurde der französische Meister Lionel Regal auf seinem Formel-3000-Fahrzeug.
Dieser Sieg macht Regal auch zu einem Mitfavoriten in Trier. Der zuvor Führende Italiener Danny Zardo hatte auf das Rennen in Portugal verzichtet, sodass nun dessen Landsmann Lanfranco Evans das EBM-Klassement der Sportwagen und Formelfahrzeuge mit 40 Punkten vor dem ungarischen Altmeister Laszlo Szasz (27) anführt. Regal und Zardo liegen punktgleich mit 20 Zählern auf Rang fünf.
Eine Augenweide waren in Portugal wieder die Ferrari aus dem Team Isolani, die nicht nur für schnalzende Zungen sorgten, sondern sich in der Tourenwagenwertung auch weit nach vorne schieben konnten. Die Veranstalter der Trierer Bergrennens, das Racing Team Trier, hoffen darauf, dass in den kommenden Tagen auch Isolanis Zusage für den EBM-Lauf auf der K 82 eintrudelt – ansonsten haben alle internationalen Topfahrer bereits für den einzigen EBM-Lauf in Deutschland gemeldet.
Dazu zählen natürlich auch die Tourenwagenpiloten: Dort überragte in Portugal eine tschechische Armada, die nun beim Heimrennen in Ecce Homo nochmals für Furore sorgen will. Gesamtführender in der EBM-Wertung ist Miroslav Jakes (55 Punkte) vor dem kroatischen Routinier Niko Pulic (4447) und den Deutschen Rainer Krug (44) und Alfred Hilger (43) – die natürlich besonders heiß darauf sind, vor heimischer Kulisse in der Tourenwagen-Wertung ganz vorne mitzufahren und Plätze im Gesamtklassement gutzumachen.
Was die Tourenwagen betrifft, fährt der Topfavorit beim Trierer Bergrennen allerdings nicht mit in der EBM-Wertung: der Schweizer Reto Meisel startet in der Deutschen Bergmeisterschaft, deren Lauf ebenfalls am Trierer Berg ausgefahren wird. Der Mercedespilot gewann im Vorjahr souverän die Kategorie Tourenwagen und verbesserte zudem den Tourenwagen-Streckenrekord auf der K 82 deutlich.
Neben Läufen zur europäischen und deutschen Bergmeisterschaft wird das Trierer Bergrennen auch in der luxemburgischen Bergmeisterschaft sowie einigen historischen Bergmeisterschaften – darunter auch erstmals dem NSU-Cup – gewertet. Ein weiterer Höhepunkt ist das traditionelle TV Euro Formel Meeting, in dem die stärksten und schnellsten Formelfahrzeuge an den Start gehen.
Neben den motorsportlichen Höhepunkten setzt das Trierer Bergrennen auch wieder soziale Zeichen: Die Einnahmen des 15. Promirennens gehen wie immer an bedürftige Kinder in Trier und dem Kreis Trier-Saarburg (bislang schon über 40.000 Euro), alle Einnahmen aus dem 20. Trierer Berglauf kommen der Trierer Sportstiftung zugute.
Die Trainingsläufe zum Trierer Bergrennen gehen am Samstag, 7. Juni, vom Morgen bis 16 Uhr über die Bühne, danach folgen Promirennen und Berglauf. Der erste von drei Rennläufen wird am Sonntag, 8. Juni, um 9 Uhr gestartet, noch vor der Mittagspause steht der zweite Lauf an, ehe dann die Entscheidung über den Gesamtsieg und die Klassensiege fallen. Die Siegerehrung der ersten Drei ist um 17 Uhr.
Weitere Informationen im Internet unter www.racingteam-trier.de
- RT Trier -
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