25.000 Zuschauer bei Tuner Grand-Prix und sport auto YOKOHAMA DriftChallenge
Dass die Reifen bei der sport auto YOKOHAMA DriftChallenge schnell auf Betriebstemperatur kamen, lag wohl nicht nur an den brütend heißen 27 Grad des vergangenen Pfingstwochenendes.
Rund 25.000 Zuschauer hatten sich am Hockenheimring eingefunden, um den sport auto YOKOHAMA Tuner Grand-Prix mitzuerleben, bei dem sich traditionell Tuning- und Sportwagen in verschiedensten Kategorien messen.
Bei der Zeitenhatz über den so genannten Kleinen Kurs gelang Marc Basseng im Porsche 997 GT3 RSC 4.0 eine spektakuläre Titelverteidigung im Gesamtklassement. Die Siegerzeit: 1.08,882 Minuten.
Auch der dritte Gesamtplatz ging übrigens an den Cargraphic-Piloten, der bei den offenen Autos auch noch mit einem Porsche 997 RSC 3.8 Cabrio antrat. Lediglich der Porsche GTstreet von Techart, mit Frank Schmickler am Steuer, schaffte es noch, sich hier dazwischen zu drängeln.
Die schnellste Runde überhaupt ging jedoch an keine der beiden Firmen: Den diesjährigen Rekord brannte erneut Michael Düchting mit dem legendären blau-gelben Donkervoort in den Asphalt, der schon 2006 auf Bestzeit fuhr. Gegen 398 PS, die auf ein Leergewicht von nur 750 Kilo treffen, ist eben kein Kraut gewachsen. Außer vielleicht das Reglement, das die sportbereifte offene Klasse nicht in die Gesamtwertung einbezieht.
Dass der Weg durchaus auch das Ziel sein kann, belegte wieder einmal eindrucksvoll die parallel in Hockenheim ausgetragene sport auto YOKOHAMA Driftchallenge.
Bei heftigem Reifenquietschen und ordentlich Gummigeruch durfte das Publikum in der legendären Sachskurve miterleben, wie die Profis das Thema Gleitreibung choreographisch spektakulär in Szene setzten. Jeder der 60 Drifter, die sich für diese außergewöhnliche Meisterschaft qualifizierten, hatte drei Wertungsläufe zu absolvieren.
Eine mehrköpfige Jury bewertete dabei die Kontrahenten nach den Kriterien Speed, Stil, Driftwinkel und Linie. Einer fuhr am Ende allen in die Quere: Darran McNamara. So gekonnt wie der Ire mit seinem Toyota AE86 beherrschte niemand das Driftballett.
Nach dem ersten Lauf der IDC-Meisterschaft kommt er nun auf zehn Punkte. Dicht auf den Fersen ist ihm der Holländer Remmo Niezen, der sich mit seinem BMW M3 Special acht Punkte und damit Platz zwei sicherte. Zusammen mit seinem Landsmann Paul Vlasblom hatte er sich zudem den Sieg in der neuen Disziplin TwinBattle sichern können, bei der jeweils zwei Drifter im K.O.-Modus gleichzeitig zum Duell antreten.
Überhaupt zeigten sich die Niederländer extrem stark, konnten sie sich doch in der Gesamtwertung drei der ersten fünf Plätze sichern. Den dritten Platz belegte hier jedoch der Ungar Ádám Kerényi mit seinem BMW E30. Weniger gut verlief es für die deutsche Fraktion. Als bester kam hier Jochen Reich mit seinem Opel Commodore gerade einmal auf Platz acht.
Vorjahreschampion Werner Gusenbauer erzielte sogar nur den zwölften Gesamtrang. Dass es den Zuschauern aber weniger um die Punkte als um eine spektakuläre Show ging, bewies auch der Applaus für Rallyemeister Matthias Kahle, der im Skoda Octavia WRC außerhalb der Wertung antrat.
YOKOHAMA bedankt sich bei allen Teilnehmern, die mit ihrem Engagement zu diesem spektakulären Wochenende beigetragen haben und hofft auch im kommenden Jahr wieder auf rege Teilnahme und spannende Duelle.
Mehr Infos und Details unter www.sportauto-online.de
- Kathrien Dietz -
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