Car Collection mit zwei Podiumsplätzen auf dem Nürburgring
01.05.2012: Trotz des nicht optimalen Rennverlaufs konnte Peter Schmidt (Eltville-Erbach) mit dem Abschneiden beim
Trotz des nicht optimalen Rennverlaufs konnte Peter Schmidt (Eltville-Erbach) mit dem Abschneiden beim dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft hoch zufrieden sein. Mit zwei Podiumsplätzen hatte der Teamchef von Car Collection nicht gerechnet.
Denn seine Mannschaft musste bereits im Qualifying einen schweren Unfall hinnehmen, weshalb dann auch einer der vier genannten Porsche im Rennen nicht antreten konnte. Kurios: Im dritten VLN-Rennen des Jahres gab es den dritten vorzeitigen Abbruch. Diesmal lag es aber nicht am Wetter, das sich zum ersten Mal in diesem Jahr von seiner freundlichen Seite präsentierte.
Hätte Schmidt zur Halbzeit des 4-Stunden-Rennens ein Fazit ziehen müssen – es hätte sehr nüchtern geklungen. Zu diesem Zeitpunkt kämpften zwei der drei Porsche 997 GT3 Cup mit kleinen Problemen.
Die in der Cup-Klasse angetretene Nummer 99 von Christopher Zöchling (Eichenau), Marcel Blumer (Schweiz) und dem Teamchef hatte nach einem Auffahrunfall rund zwölf Minuten durch eine langsame Runde und die anschließende Reparatur verloren.
„Durch den Unfall ist zudem unser ABS ausgefallen, weshalb die Rundenzeiten nach dem Stopp nicht mehr so schnell waren, wie normalerweise möglich.“ Ohne die Begegnung mit einem Clio, hätte Car Collection sogar um den Sieg in der Porsche-Cup-Klasse mitkämpfen können, so blieb immerhin noch Rang drei.
Sehr erfreulich gestaltete sich der Auftritt der Startnummer 68 in der Klasse SP7. Bernd Jung (Erbach), Andreas Ziegler (Sinzig) und Michael Heimrich (Oberursel) fuhren problemlos durch die Grüne Hölle. Zwar hatte das Trio selten freie Fahrt, denn es gab wieder zahlreiche Unfälle rund um die Nordschleife mit entsprechend vielen Gelbphasen.
„Platz zwei ist wirklich ein sehr schönes Ergebnis für uns“, lobte Schmidt. Schließlich gilt die Klasse SP7 als eine der am härtesten umkämpften Klassen in der VLN. Hier traten auch Alain Bürgin (Schweiz), Klaus Hahn (Leinfelden-Echterdingen) und Don Stephano (Mayen) mit einem Porsche 997 GT3 Cup an. Doch das Trio musste nach einem Kühlerschaden aufgeben. Beim Überrunden hatte es eine kleine Berührung gegeben, die für den Ausfall sorgte.
Sehr ärgerlich war der Unfall der Startnummer 67 im Training. Im Streckenabschnitt Metzgesfeld schlug der Porsche so heftig in die Leitplanke ein, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war. Der Fahrer hatte plötzlich einen Abschleppverbund vor sich.
Trotz Vollbremsung traf er das fast stehende Auto am Heck und verlor bei der anschließenden Ausweichbewegung das Auto vollständig aus der Kontrolle. „Der Fahrer sagte mir, dass dort die Streckenposten nicht angezeigt hätten, dass ein Auto abgeschleppt wird“, sagte Schmidt, „wenn das stimmt, wäre es natürlich ärgerlich, aber das müssen wir erst noch klären.“
Ein Unfall war es auch, der kurz vor Schluss für den Abbruch des Rennens sorgte. Dabei waren ein GT4- und ein GT3-Auto bei Topspeed im Tiergarten aneinander geraten. „Der dritte Abbruch im dritten Rennen ist für mich sehr verrückt. Ich denke, es ist die Folge davon, dass viele GT3-Autos und einige sehr langsame Fahrzeuge dabei sind.
Dazu kommen noch zahlreiche Fahrer, die für das 24-Stunden-Rennen üben. Vielleicht muss man sich mal Gedanken machen, ob man nicht eine höhere Qualifikation benötigt, um hier zu fahren“, gab Schmidt zu Bedenken. Der Teamchef plant jetzt erst einmal für die 24 Stunden. Am 18. Mai wird Car Collection mit zwei Porsche an den Start gehen.
Die Besetzungen der beiden Autos stehen überwiegend fest. Am Steuer des einen 997 werden Christopher Zöchling, Rodney Forbes (Australien), Guido Wirtz (Köln) und Teamchef Schmidt starten. Für das zweite Fahrzeug wurden bisher Don Stephano, Ronnie Saurenmann (Schweiz) und Andreas Ziegler verpflichtet.
Der vierte Fahrerplatz ist derzeit noch frei. „Ich denke, dass wir den aber bis zum 24-Stunden-Rennen auch noch besetzen können“, Peter Schmidt ist zuversichtlich, den Höhepunkt der Saison mit insgesamt acht Piloten bestreiten zu können.
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