
Nachdem man vor zwei Wochen beim 48. Reinoldus Langstreckenrennen unglücklich den Porsche 997 GT3 Supercup, kurz vor Rennende, auf Podestkurs liegend abstellen musste, war dieses Mal das Glück auf Seiten des Frikadelli Racing Teams. Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) belegten nach der vierstündigen Renndistanz am vergangenen Wochenende, lediglich hinter den leistungsmäßig stärken Porsche von Manthey Racing und Land Motorsport, den dritten Gesamtrang.
Das 31. RCM DMV Grenzlandrennen bot mit strahlendem Sonnenschein bereits im Training ideale äußere Bedingungen für alle Teilnehmer um eine möglichst schnelle Runde in den Asphalt brennen zu können. Am Ende der 90-minütigen Session standen dem Frikadelli Racing Team nach fünf absolvierten Runden schlussendlich mit 8.31,222 min. die neunte Gesamtposition respektive der fünfte Platz in der Klasse SP 7 (Fahrzeuge bis 4.000 ccm Hubraum) zu Buche. Dies bedeutete gleichzeitig, wie für viele andere Teams, die persönliche Bestzeit in diesem Jahr.
„Es hätte noch etwas schneller gehen können, vielleicht 5- 8 Sekunden. Aber eine 8:10 min. zu fahren, wie es der Manthey Porsche mit der Startnummer 111 gemacht hat, ist mir rätselhaft. Da sieht man wieder, dass das Stutzen der Heckflügel in der SP7 keinesfalls das gebracht hatte, was die Funktionäre in der VLN gerne gehabt hätten: Die Top Porsche einzubremsen. Leittragende sind die Privatiers. Trotzdem bin ich mit unserem Fahrzeug sehr zufrieden, schließlich sind 4 Stunden eine lange Distanz, die es erst einmal zu bewältigen gilt!", erklärt Sabine Schmitz.

Diese gute Ausgangsposition galt es nun im Verlaufe des Rennens weiter zu steigern. Startfahrerin Sabine gelang es bereits in der ersten Runde sich am Getrag BMW Z4, dem Schall Opel Astra V8 Coupé, der Kissling Corvette und am Lamborghini Gallardo von Raeder Motorsport, den ein Technischer Defekt ereilte, vorbei zu arbeiten. Folge richtig kam sie bereits nach den ersten 24,433 km als Fünfte über die Start-Ziel Geraden.
Damit nicht genug, verbesserte sie sich in den Folgerunden, aufgrund von unplanmäßig frühen Boxenstopps der Konkurrenten, sogar zeitweise auf die dritte Gesamtposition, im engen Fight mit AVD Präsident Volker Strycek, der sein Debüt auf der Chevrolet Corvette von Kissling Motorsport gab.
„Ich habe mit Volker mehrere Runden gekämpft, er kam drei Mal auf der Geraden wieder vorbei. In der Fuchsröhre bin ich Ihm dann fast drauf gefahren, als seine Corvette plötzlich langsamer wurde."
Nach neun Runden übergab sie den Volant, an vierter Stelle liegend, für den zweiten Turn an ihren Lebensgefährten Klaus Abbelen. Er bot eine ebenso tadellose Vorstellung und lieferte sich auf der Strecke einen packenden Kampf um die dritte Gesamtposition mit Wolfgang Kohler, auf einem weiteren von Manthey Racing eingesetzten Porsche.
Sabine übernahm dann nach weiteren neun Runden wieder das Steuer, profitierte in der Schlussphase von einem Reifenschaden beim Duo Christian Menzel / Wolfgang Kohler und fuhr somit den dritten Rang (sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Klasse SP7) sicher nach Hause.

Für das Frikadelli Racing Team war dies nach dem erfolgreichen Abschneiden beim internationalen ADAC Zurich 24h Rennen der zweite Besuch auf dem Podium in diesem Jahr. Gleichzeitig konnte man mit den eindrucksvollen Vorstellungen in den letzten VLN Rennen ein großes Ausrufezeichen bei der Konkurrenz im Hinblick auf das anstehende 6h Rennen des MSC Ruhrblitz Bochum (am 19.07.2008) setzen.
Weitere Informationen unter: www.sabine-schmitz-motorsport.de
- - Daniel Cornesse, photos Christian Reinsch-