
Nachdem das Frikadelli Racing Team das 36. internationale ADAC Zurich 24h Rennen mit dem dritten Gesamtrang beenden konnte und damit gleichzeitig das beste Privatteam war, ging man von diesem Aufschwung getragen, hoch motiviert in die zweite Saisonhälfte der VLN.
Man hatte das einzige Problemfeld, welches beim 24h Rennen auftrat, das Getriebe, rundum erneuert. Die Vorzeichen standen für das 48. Reinoldus Langstreckenrennen also sehr gut, insbesondere weil man bei den beiden VLN Wertungsläufen zuvor, die man mit den Gesamträngen fünf und sechs abschließen konnte, auch schon über die vierstündige Distanz zeigen konnte, dass die Speed ausreicht um vorne mit dabei sein zu können.
Als es dann am Samstagmorgen um 8.30 Uhr ins 90-minütige Qualifying hinein ging, herrschten auf der 24,433 km langen Kombination aus dem Sprintkurs des Nürburgrings und der Nordschleife schwierigste Witterungsverhältnisse für die 191
Teilnehmer. Neben der feuchten Strecke wurde die Sicht in verschiedenen Streckenabschnitten durch Nebelbildung eingeschränkt.
Jedoch verbesserten sich die äußeren Bedingungen mit Laufe des Zeittrainings immer weiter zum Positiven. Die Strecke trocknete ab und es war wichtig gegen Ende des Zeittrainings eine möglichst freie Runde zu erwischen, um vorne mit hinein fahren zu können.
Klaus Abbelen und Sabine Schmitz hatten dies bezüglich weniger Glück und belegten auf ihrem Porsche 997 Supercup lediglich den 26. Gesamtrang mit einer Zeit von 09.06,012 min.
Nicht desto trotz gelang es Startfahrerin Sabine nach Rennbeginn durch konstant gute Rundenzeiten sich peu a peu wieder nach vorne zu arbeiten. Mit einer 8:35.587 in der zweiten Rennrunde gelang es ihr zudem die schnellste Zeit für das Frikadelli Racing Team in diesem Jahr heraus zu fahren.
Ihr Teamkollege und gleichzeitig Lebensgefährte Klaus übernahm anschließend für den zweiten Turn das Cockpit. Auch er überzeugte mit beachtlichen und konstanten Zeiten.
So lag man zwischenzeitlich auf der fünften Gesamtposition und in Schlagdistanz zu den Podesträngen, ehe Sabine wieder für den Schlussturn in Runde 19 den Volant übernahm. Der leistungsmäßig stärkere Porsche 997 GT3 RSR von Land Motorsport, mit Marc Basseng und Johannes Stuck am Steuer, war zwar außer Reichweite, aber dennoch arbeitete sie sich bis auf die dritte Position nach vorne, mit Aussicht, sogar noch den von Manthey Racing eingesetzten Wochenspiegel Porsche einzuholen.
„Ich habe natürlich ziemlich stark angegast, weil ich den Wochenspiegel Porsche noch bekommen wollte. Ich habe mich von anfänglich 30 Sekunden Rückstand schon mit ca. 400 m Abstand in Sichtweite befunden. Da zu diesem Zeitpunkt noch 3 Runden zu fahren waren, wäre dies somit aufgegangen. Doch plötzlich ging die Öltemperatur hoch, woraufhin ich nach Öl geschaut und gerochen habe, aber nichts feststellen konnte.
Somit bin ich langsamer gefahren, um die Temperatur wieder herunter zu bekommen und dachte ich versuche es einfach mal, da man einen zweiten oder dritten Gesamtrang nicht gerne wegwirft. Plötzlich blockierte etwas und ich bin „abgeschmiert". Vermutlich hat sich ein Kolben verabschiedet. Der Motor hat daraufhin Öl auf das Hinterrad geschmissen, auf dem ich dann ausgerutscht bin.
Man weiß nach so einem Rennen wieder was der dritte Gesamtrang bei einem 24h Rennen bedeutet, wenn man schon nach vier Stunden einen solchen Ausfall verzeichnen muss", beschreibt Sabine nach Rennende die Ereignisse.
Dennoch geht man mit einer positiven Einstellung in die kommenden Wertungsläufe. „Wir waren von den Zeiten her nicht sonderlich langsam und das Team hat einen super Job gemacht. Das Auto war einfach ein Traum. Nur leider hat sich dieser in Rauch aufgelöst. Aber wir versuchen natürlich dran zu bleiben und den Porsche 997 Supercup jedes mal wieder schneller zu machen. Wie wir heute gesehen haben, ist ein Podestplatz für uns immer absolut in Reichweite", so Sabine.
www.sabine-schmitz-motorsport.de
-Daniel Cornesse, auch Photos -