
Nach dem dritten Gesamtrang beim 31. RCM DMV Grenzlandrennen ging das in der Eifel ansässige Frikadelli Racing Team rund um Sabine Schmitz und Klaus Abbelen mit viel Zuversicht und Vorfreude in den Saisonhöhepunkt der VLN Saison 2008 hinein. Der MSC Ruhrblitz Bochum lud zum traditionellen 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen ein.
Dieser Einladung folgten insgesamt 230 Teams, was den zahlreich versammelten Fans entlang der 24,433 km langen Kombination aus dem Nürburgring Sprint Kurs und der Nordschleife viel Freude bereitete und gleichzeitig für das Rennen viel Spannung und packende Zweikämpfe versprach.
Bei schwierigsten äußeren Bedingungen ging es zunächst ins 90-minütige Qualifying hinein und es verlangte von den Fahrerinnen und Fahrern alles ab. Das hohe Verkehrsaufkommen sowie die nasse und damit rutschige Fahrbahn machten bereits das Training zu einer wahren Mutprobe.
Mit einer für diese Verhältnisse grandiosen Zeit von 8.30,786 min. gelang es Sabine Schmitz den „Frikadellen Porsche" trotz der im Vorderfeld leistungsmäßig noch stärkeren Konkurrenz auf den dritten Gesamtrang zu stellen. Lediglich dem Manthey Racing Team und Alzen Motorsport musste man sich beugen.
„Wir wissen zwar schon, dass wir auf dem Vormarsch sind, aber dass es im Training schon so weit nach vorne geht, hätten wir natürlich nicht gedacht. Es sind immer mehr Kleinigkeiten, die wir finden und wo wir noch dran arbeiten müssen, aber es ist schön festzustellen, dass die Arbeit belohnt wird. Die Rundenzeit von 8.30 min. ist angesichts der schwierigen Bedingungen noch deutlich höher anzusiedeln als die, die wir vor zwei Wochen herausgefahren haben", dokumentierte Klaus Abbelen die Ereignisse.
Um 12 Uhr nachmittags fand dann der Start ins sechsstündige Rennen statt. Startfahrerin Sabine musste sich in der Anfangsphase zwar dem von Land Motorsport eingesetzten Porsche mit Marc Basseng am Steuer und der Zakspeed Dodge Viper beugen, dennoch hielt sie sich mit konstant guten Rundenzeiten in Schlagdistanz zur Spitze.
„Einige sind sogar auf Regenreifen gestartet, was keine gute Idee war. Die Strecke ist sehr schnell abtrocknet, sodass wir mit Slicks besser ausgerüstet waren", erklärte Sabine.
Nach 11 Runden übergab sie das Steuer des 450 PS starken Porsches an Klaus Abbelen, der eine komplett trockene Fahrbahn vorfand, ehe es in Sabines zweitem Turn wieder begonnen hatte zu regnen.
„Ich wusste, dass in der Boxengasse viel Betrieb war. Daher habe ich versucht, dennoch weiter zu fahren, aber das Wasser stand wirklich schon so hoch, dass ich mit nur 35 km/h einmal um die Strecke musste. Dadurch haben wir viel Zeit verloren, aber zumindest nichts kaputt gemacht. Das Ganze konnten wir hinterher nicht mehr aufholen, aber ein fünfter Rang in der Gesamtwertung und der zweite Platz in unserer Klasse (SP7) ist auch ein tolles Ergebnis, mit dem wir absolut zufrieden sind", so Sabine.
Den Gesamtsieg sicherten sich Marc Lieb, Marcel Tiemann und Arno Klasen auf dem Porsche 997 GT3 von Manthey Racing gefolgt vom BMW Z4 M Coupé aus dem Hause von Schubert Motors und dem Opel Astra V8 Coupé von Volker Strycek sowie Vater und Sohn Schall.
Mit dem 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen beendete die VLN ihr zweites Saisondrittel und verabschiedete sich in die Sommerpause.
„Resümee ziehend können wir sagen, dass das Auto besser den je funktioniert. Mit Schmirler haben wir einen guten Partner, der uns klasse Motoren zur Verfügung stellt.
Einmal ist uns zwar der Kolben in der letzten Runde kaputt gegangen, wo sogar der zweite Gesamtrang in Reichweite gewesen wäre, aber da steckt man nicht drin.
Unser Porsche hat sowohl beim 24 als auch 6h Rennen bewiesen, dass er standfest ist. Wir hatten weder einen Antriebswellenschaden noch sonst irgendetwas. Das Team hat einfach einen hervorragenden Job gemacht."
www.sabine-schmitz-motorsport.de
- Daniel Cornesse- auch Photo