Rheydter Club für Motorsport – Porsche 993 RSR
Fahrer: Johannes Paczynski (Mönchengladbach), Andreas Baier (Obersulm-Eschenau)

Das Motorsportteam von Johannes Paczynski (Mönchengladbach) erledigte über den Winter viele Arbeiten am neuaufgebauten Porsche 993 RSR. Paczynski optimierte und verfeinerte den für die Gruppe H der Langstreckenmeisterschaft gebauten 410 PS-Hecktriebler an vielen Stellen, da der Teufel in der vergangenen Saison vor allem in Details gesteckt hatte.
Ob Unterboden, Kühler, Fahrwerk, Motortuning, oder Aerodynamik. Der erfahrene Porsche-Spezialist überließ in der Vorbereitung zur neuen Saison nichts dem Zufall. „Im vergangenen Jahr fehlte uns vor allem eins – Zeit – und von der hatten wir jetzt über den Winter genug" so der Teamchef während der Testfahrten auf dem Nürburgring.
Dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hatte, zeigte sich auch gleich nach der ersten Ausfahrt. Fließend schnelle Runden, äquivalente Rundenzeiten im Vergleich zur Konkurrenz und das alles ohne jegliche technische Probleme. Erstmals konnten Piloten und Teamführung unbeschwert testen und ausprobieren. „Ein weiterer Schritt nach vorn , waren die Reifen eines neuen Herstellers" so Andreas Baier. „Als uns endlich sogar die neuen Porsche 997 nicht mehr abhängten, wussten wir, dass sich unsere Arbeit über den Winter wirklich gelohnt hatte."
Leuchtete der Porsche 993 RSR im vergangenen Jahr noch im auffallenden orange, so setzt das Team in diesem Jahr auf mattes schwarz. Tief geduckt präsentiert sich der neue Bolide und deutlich heben sich die Sponsorenaufkleber vom neu lackierten Blechkleid ab. Wie schon beim Porsche Turbo von Johannes Paczynski, markiert die Front eine leuchtend rote Kühlereinfassung, alles in allem eine unverwechselbare Lackierung für ein unverwechselbares Rennauto.
Ebenfalls neu präsentiert sich die Gruppe H. Bevölkerten im vergangenen Jahr noch neue Porsche 996 + 997 die Klasse für ehemals junggebliebene Sportwagen, so sind die „alten Hasen" in diesem Jahr wieder unter sich. Mindestens 13 Jahre müssen die Fahrzeuge heute schon alt sein, um sich überhaupt in der neuen Gruppe H tummeln zu können.
Balsam auf die Seelen derjenigen Teilnehmer, die in der jüngsten Vergangenheit gegen die modernen Rennwagen vom Schlage der Porsche 996 und 997 kein Land mehr gesehen hatten. Für Johannes Paczynski und Andreas Baier wieder Grund genug an die erfolgreichen Vorjahreszeiten anknüpfen zu können. Den letzten Sieg holte das Team im Jahr 2006 und man strebt 2008 wieder eine Fortsetzung der Serie an.
Am 29. März startet für rund 200 angesagte Teilnehmer das erste Rennen der Langstreckenmeisterschaft 2008. Mitten drin, statt nur dabei auch das Porsche-Team von Paczynski und Andreas Baier.
- Wolfgang Sievernich, photo Sören Herweg-
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