
Die zweite Saisonhälfte der ChampCar Atlantic Serie startete für Andreas Wirth mit einer großen Enttäuschung: Mit neun Punkten Vorsprung ging der Deutsche in das Straßenrennen von Toronto. Mit dem Ziel, mit einem Erfolg den Vorsprung wieder auszubauen, den er seit dem Saisonbeginn herausgefahren hatte. Leider musste er die Hoffnung aufgeben, seine Gesamtführung weiter auszubauen.
Mit Platz 1 im freien Training schien alles seinen Erwartungen gerecht zu werden. Und nach dem zweiten Qualifying konnte er trotz Problemen von Platz 3 starten, mit einem Zehntel Abstand auf die Verfolger.
Mit einigem Optimismus startete Wirth in den Rennsonntag, im Vertrauen auf seine Rennerfahrung und dem dritten Startplatz auf der Habenseite, der ihn sauber durch die Startphase bringen sollte. Aber der Übereifer der Rookies machte ihm einen Strich durch die Rechnung: „ Was soll ich sagen – ich bin nicht sehr gut weg gekommen. Als ich an die erste Kurve kam, musste ich wegen der sich drehenden Vorderleute bremsen und wurde an der Seite schwer getroffen", so ein enttäuschter Andreas Wirth.
Resultat: Die vordere Aufhängung ging in die Brüche und der ambitionierte Deutsche musste langsam an die Box fahren. Nach Reparaturarbeiten konnte er noch mal rausfahren – allerdings mit einem sehr lädierten Auto. Es war fast unfahrbar. Aber Andreas musste wertvolle Meisterschaftspunkte sammeln!
„Nachdem ich in der Platzierung weit genug vorgerückt war und direkte Konkurrenten überholt hatte, die bereits ausgefallen waren, konnte ich in die Box zurück. Mehr war nicht drin. Das einzig Gute an diesem Rennen war, dass einige meiner direkten Konkurrenten auch Probleme hatten", so der enttäuschte Forsythe-Pilot. Aber die Gesamtführung ist bis Edmonton dahin – zum ersten Mal in dieser Saison: Andreas Wirth fällt von der 9-Punkte-Führung auf den zweiten Platz zurück, mit einem Rückstand von 9 Punkten auf den Gesamtführenden.
Im Rückblick sieht es der Deutsche so: „Das Wochenende war nicht so, wie wir erwartet hatten. Aber in Edmonton wird es anders aussehen. Ich danke meinem Team, das so hart arbeiten musste. Die Mechaniker haben ihr Bestes gegeben, um mich so lange wie möglich auf der Strecke zu halten".
Das nächste Rennen der ChampCar Atlantic Serie findet am 23. Juli am City Centre Airport in Edmonton (Kanada) statt.
Weitere Informationen unter www.andreaswirth.com oder www.champcaratlantic.com
- Steffen Steinel -
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