
Mit einem überragenden Start-Ziel-Sieg in Long Beach (Kalifornien) machte Andreas Wirth in der Champ-Car-Atlantic-Serie seinen Anspruch auf den Titel gleich zum Saisonstart deutlich.
Topfit und vollkommen genesen von seiner schweren Rückenverletzung in Road America zum Ende der letzten Saison, deutete sich bereits im Freitagstraining an, dass der 21-Jährige vorne mit dabei sein würde. Er führte das freie Training mit einer halben Sekunde Vorsprung an. Mit einem Crash in die Seitenbegrenzung musste er sich leider aber vorzeitig aus dem ersten
Qualifying verabschieden: „Ich wusste, dass ich einer der Schnellsten bin und habe einfach zu viel gewollt", so der zerknirschte Wirth. Eine lange Nacht für die Mechaniker, aber der Youngster bedankte sich umgehend bei seinem Team: Mit einer souveränen Bestzeit von 1:16:082 und einem neuen Rundenrekord stellte er im zweiten Qualifying den bestehenden Rekord des jetzigen Champ-Car-Piloten A.J. Allmendinger aus dem Jahr 2003 ein.
Das Rennen am Sonntag war eine Meisterleistung des jungen Deutschen: Bereits vom Start weg biss er sich auf dem ersten Platz fest und gab ihn in keiner der insgesamt 32 Runden auf dem Straßenkurs von Long Beach (Kalifornien) her. Selbst nach den drei Safety-Car-Phasen ließ Wirth seinen Gegnern keine Chance und vergrößerte umgehend die Distanz. Ungefährdet sah der deutsche Pilot als Erster die schwarzweiß karierte Flagge: „Es ist ein unglaubliches Erlebnis, im ersten Rennen ganz vorne zu sein. Das neue Auto war perfekt und ich konnte meine Gegner immer unter Kontrolle halten. Das Team hat einen super Job gemacht und ich möchte mich ganz herzlich bei all meinen Jungs bedanken. Ich hoffe, es geht so weiter in dieser Saison", freut sich der Forsythe Racing Pilot auf die nächsten Rennen.
Der Sieg im ersten Rennen macht Andreas Wirth zum heißen Titelanwärter in der am härtesten umkämpften Nachwuchsrennserie in den USA. Teamchef John Brunner zeigte sich begeistert von der starken Leistung seines deutschen Schützlings und war sehr zufrieden mit der gesamten Performance des Teams. "Es ist toll in die Atlantic-Serie mit einem Sieg im ersten Rennen zurückzukehren. Es zeigt wie hart wir arbeiten und ich bin sicher dass wir dieses Level auch beibehalten werden" gab der er zu Protokoll.
Das nächste Rennen der Champ-Car-Atlantic-Serie findet am 13. Mai in Houston (Texas) statt.
- Steffen Steinel -