Ort: Nürburg
Datum: 06. – 08.06.2007
Wetter: sonnig, 25°C
Zuschauer: 150.000

Ihren ersten Saisonsieg konnten die Titelverteidiger Pedro und Luco Sanchez in der Grünen Hölle bei Chevy Egons 500, dem 500km Langstreckenrennen im Rahmen des Int. 24h Rennens auf dem Nürburgring einfahren.
Mit ihrem Porsche 911ST kamen die Mexikaner nach 18 Runden mit einer Zeit von 3:21:22.533 ins Ziel. Mit rund 6 Minuten Rückstand folgten die Briten Allen Tice und Ian Cox im Marcos vor Markus Niestrath und Klaus Hormes (Wegberg, Mönchengladbach) im Alfa Romeo GTV 2000.
„500 Kilometer vor dieser Kulisse sind immer wieder ein Erlebnis, selbst nach der 15. Teilnahme. Das Auto läuft derzeit perfekt!" so Markus Niestrath glücklich im Ziel. Richtig eng war es dann noch einmal beim Kampf um Rang vier, ganze 0,898 Sekunden entschieden hier zugunsten von Horst Walther und Rainer Bodenstein (Langenzenn,Kevelaer), die mit dem dicken Ford Mustang Ralf Schnitzler und Hans-Peter Richrath (Spanien, Bergheim) Porsche 911 S auf den fünften Rang verwiesen.
Betrachtet man das Ergebnis inklusive der Gaststarter, welche nicht in der ADAC Classic Trophy eingeschrieben sind, war, im gemeinsam mit der YOUNGTIMER Trophy ausgetragenen Rennen, Marcus Graf von Oeynhausen (Bad Driburg) im Jaguar E-Type als Gesamtneunter schnellstes Anhang-K Fahrzeug.
Hinter den ADAC Classic Trophy Siegern Sanchez / Sanchez wurde mit Timm Meinrenken ein weiterer Gaststarter als drittschnellster Klassiker gewertet. Der Hamburger brachte einen Porsche 911 2,5 ST in Originallackierung an den Start, der bereits vor 35 Jahren am 500km Rennen teilgenommen hatte und in liebevoller Kleinarbeit restauriert wurde!
Der nächste Auftritt der ADAC Klassiker ist nun Ende Juni am Nürburgring, wenn die Fahrzeuge im Rahmen des 1000km Rennens der LeMans Fahrzeuge ihr 3 Stunden Rennen austragen.
In die Klassen
Dieter Schomburg und Wolfgang Löffelsender (Wülfrath, Bedburg) siegten bei den 1600er GTs im Lotus Elan vor Volker Schackmann (Düsseldorf), der die Grüne Hölle im MG Midget MK1 bezwang. Die Gesamtzweiten der ADAC Classic Trophy Wertung, Allen Tice / Ian Cox (Großbrittanien) waren im Marcos bei den 2 Liter GTs (1962-1965) nicht zu schlagen.
Mit 3,22 Minuten Rückstand konnten sich Udo Schwarz (Eschenburg) und Guy Hoffeld (Luxemburg) im Porsche 911 vor einem weiteren Marcos mit Bernd Schmitt und Joe Ward (Karlsruhe, Großbrittanien) den zweiten Platz sichern.
Marcus Graf von Oeynhausen gewann die Klasse XXXXX. Der Bad Driburger Graf, der sicher auf Regen gehofft hatte, da er dann mit dem Jaguar E Type echte Siegchancen in der Gesamtwertung des Rennens gehabt hätte, verwies seine Markenkollegen Dr. Alexander Berstein und Oliver Nikoleit (Düsseldorf / Mülheim) auf den zweiten Platz vor der Austin Healy Truppe Dr. Alexander Kolb und Thomas Sobietzki (Frankfurt / Langenselbold).
Die kleinsten Fahrzeuge unter den Klassikern waren bei den Tourenwagen bis 1965 unterwegs. Reinhold Köster (Herford), der schon seit 1965 auf den Rennstrecken der Welt unterwegs ist, siegte hier im Fiat Abarth 1000 TL. Pech hatten Christoph Beuerle, Thomas Hardy und Helmut Undorf (Koblenz, Kelberg), die nach Blechkontakt und anschließender zweifacher Rolle den Steyr Puch abstellen mussten.
Sicher doppelt so breit ist dieses Fahrzeug, nämlich der Ford Mustang, den Horst Walter (Langenzenn) und Rainer Bodenstein (Kevelaer) als Klassensieger der Tourenwagen über 2500ccm etwas schneller als ihre Bonner Markenkollegen Ralf Heisig / Volker van Elsbergen über das Asphaltband in der Eifel wuchteten.
Bei den Tourenwagen und GTs bis 1300ccm (1966-971) brachte ein cleveres Tankmanöver Jörg Steffens und Dr. Uli Roitzheim (Kleve / Gummersbach) in die Klassensiegerposition. Mit dem 1300 er Ford Escort fuhren die beiden einfach aus dem Getümmel der Boxenmitte an eine etwas abgelegenere Zapfsäule und machten so einige Zeit gut! Das NSU Trio Jürgen Schürgers , Klaus Kleber und Klaus Backes (Willich, Krefeld, Mönchengladbach) folgte im NSU TT auf den zweiten Platz.
Die Klasse der 1600er Tourenwagen war bis auf den Manta von Gustav Edelhoff und Herbert Klingel fest in italienischer Hand. Nachdem der Opel mit der besten Rundenzeit der Klasse unterwegs, das Motto: "Opel der Zuverlässige" nicht ganz erfüllte, waren es Martin de Groot und Thorsten Kabuth (Sprockhövel, Bochum), die die Klasse in der Alfa Romeo Giulia für sich entschieden. Hinter den beiden kamen mit Titus Schneider / Frank Gadinger (Frankfurt / Bellheim)und Peter Schuler, Wolfgang Schmidt (Losheim, Beckingen) zwei weitere Giulia Teams auf den weiteren Plätzen ins Ziel….

Bei den Klassischen 2 Liter Fahrzeugen (79 waren einmal mehr Markus Niestrath, Klaus Hormes (Wegberg / Mönchengladbach) nicht zu stoppen. Die Zuverlässigkeit ihrer italienischen Kiste, des Alfa Romeos GTV 2000 ist fast unglaublich. Die beiden verwiesen die Engländer Bruce Chambers, Chris Woodgate und Sean Kukula im MG B sowie Stefan Brill und Heinz – Peter Daehnert (Düsseldorf / Köln) im Porsche 914 auf die weiteren Plätze.
Die Gesamtsieger der ADAC Classic Trophy Pedro und Luco Sanchez nahmen sich auch noch den Pokal als Klassensieger der 71er 2 Liter Fahrzeuge mit. Hinter den beiden Porsche Tretern platzierten sich mit Timm Meinrenken (Hamburg) und Ralf Schnitzler und Hans – Peter Richrath (Spanien / Bergheim) zwei weitere Porsche Teams.
- Stephan Eckhardt - auch Photos