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19.06.2007

Was lange währt wird endlich gut - Daniel Schrey gewinnt Chevy Egons 500

Veranstaltung: ADAC Chevy Egons 500
Ort: Nürburg
Wetter: sonnig, 25°C
Zuschauer: 150.000
 

Daniel Schrey ist am Ziel seiner Träume. Nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren wurde der 40jährige Rietberger im Porsche Carrera RSR nach zwanzig Runden vor über 150.000 begeisterten Fans als Gesamtsieger von Chevy Egons 500, dem 500 km Rennen im Rahmen des Int. Zurich ADAC 24h Rennen abgewunken.

Nach einem für Mensch und Material hartem Rennen bei hochsommerlichen Temperaturen in der Grünen Hölle betrug am Ende sein Vorsprung 4:08,576 Minuten.

Am Anfang dachte ich schon: "Mist wird wieder der zweite Platz, ich konnte Olli einfach nicht halten. Aus den Kurven heraus war er einfach schneller. Zum Glück konnte ich mich Dank der längeren Übersetzung auf der Döttinger Höhe immer wieder heransaugen. Zusätzlich verlor Schrey noch etwas Zeit beim Tanken, wo er sich anstellen musste. Oliver Mathai (Hannover) übergab so den Porsche 911 RSR in Führung liegend an Christopher Stahl (Bonn), der die Pace aber nicht ganz mitgehen konnte.

Somit sicherten sich die beiden knapp fünf Wochen nach Ihrem Triumph mit einer Chevrolet Corvette im Rahmen der ADAC Classic Trophy in Zolder souverän ihren zweiten Platz.

Rang drei ging an Ralf Schumacher (Rheda - Wiedenbrück) und Gregor Vogler (Reichling), die auf einem Gruppe A - BMW M 3 unterwegs waren. Starke Gaststarter folgten auf den weiteren Rängen.

Timo und Markku Biedermann (Villingen-Schwenningen) kamen knapp 27 Sekunden vor dem schnellen BMW 325 i mit Ulrich Becker und Michael Tischner (Marl) ins Ziel, die den BMW 325 i richtig fliegen ließen. Knappe 11 Sekunden fehlten schlussendlich Opel Sportchef Volker Stryzek, der mit Eigner Franz-Rudolf Wilbert (Dehrn, Stromberg) in dessen Opel Ascona 400 so mit dem sechsten Platz Vorlieb nehmen musste.

Ein begeisterter Zuschauer sprach aus was wohl viele dachten: "Das Rennen ist einfach genial, einen besseren Start zur Einstimmung auf das 24h Rennen kann es nicht geben...."

In die Klassen

Sporadisch wieder mal mit dabei war das Kölner Vater – Sohn Team, Dieter und Jochen Lingen, die im 1300 Ford Escort MK 1 überglücklich die Klasse der hubraumschwächsten, seriennahen YOUNGTIMER bis 1300 ccm vor den Eifelanern Alexander Schmidt und Thomas Rausch (Ohlerath, Nürburg) im Renault 12 TS gewannen. Die beiden mussten nach Wechsel auf einen neuen Motor einen zusätzlichen Tankstop einlegen, der die beiden evtl. den Klassensieg kostete.

„Wir hatten eine Ein-Stop Strategie geplant, aber der Motor verbrauchte einfach zuviel", resümierte Alexander Schmidt im Ziel. Der dritte Platz ging an das kleinste Auto im Feld den Austin Mini Cooper mit Günter Fastenrath (Lüdenscheid) am Volant.

„In dem Rennen hatte ich die Seuche: Getriebeprobleme, Zündaussetzer und noch mehr…", so das Fazit von Michael Rinschen (Düsseldorf), der aber trotz allem noch die Klasse der Gruppe 1 Fahrzeuge (1966-1971) bis 2 Liter Hubraum im Alfa Romeo 2000GT vor seinen Markenkollegen Olaf Hoppelshäuser, Jonathan Price, Peter Heckmann (Dreieichenhain, Darmstadt, Frankfurt) gewann.

Ein paar Jahre weniger auf der Achse haben die Autobianchis und Fiestas bei den 1150ern der Jahre 1972 – 1981. Gefightet wurde hier bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Zielflagge.

Josef Maier und Walter Hametner (Neuhaus / Östereich) fuhren nach 16 Runden im Ford Fiesta nur 1,59 Sekunden vor Willi Pürkner und Peter Altmann (Vilsbiburg, Bad Neuenahr) im Autobianchi A 112 über die Ziellinie.

In der 1600er Klasse siegten in bewährter Manier Heinz-Josef Nekes und Marc Holtschneider (Rheinbach/ Weilerswist) im VW Scirocco vor Wolfgang Köser und Christian Carl (Essen), die wie die Drittplatzierte Mareike Rosteck, unsere schnelle Dame aus Bielefeld, im VW Golf Gti an den Start gingen.

Seinen ersten Saisonsieg in der immer wieder hart umkämpften Klasse bis 2 Liter Hubraum feierte Walter-Matthias Müller. Der Gevenicher konnte sich mit dem Ford Escort RS 2000 der Angriffe des Opel Kadett C GT/E Teams Hemut Eißen und Gerd von der Liek (Heinsberg) erwähren, die mit rund 33 Sekunden Rückstand zweite wurden.

Der dritte Platz ging an unseren „Senior" Karl –Heinz Jathe (Neustadt), der sich beim „Eifel-Marathon" mit Ingo Zabel (Detmold) einen schnellen Nordschleifenkenner als Verstärkung ins Auto geholt hatte. Nach einem Abflug im Training, als Zabel wohl etwas übermotiviert war, musste das Fahrzeug zwar rundum „getapt" werden, hielt aber wacker durch…

Alfa gegen BMW, so die Ansage bei den hubraumstärksten Gruppe 1 Fahrzeugen über 2000ccm. Die "Italiener" hatten das bessere Ende für sich. Joachim Binder / Klaus Pohl (Wiesbaden / Idar-Oberstein) siegten im Alfa Romeo GTV 6 vor ihren Markenkollegen Uwe Ratz (Weilmünster).

Das Vater-Sohn Team Andre und Josef Sommerberg (Kürten) mit der schnellsten Runde der Klasse im BMW 530i, kamen als dritte vor Formel 1 Legende Arturo Merzario und Mauro Simoncini im BMW 323i ins Ziel.

Bei den NSU hatten Dino Eitel und Patrick Hug (Königsbach-Stein, Freiburg) das nötige Quentchen Glück, was zu solch einem Rennen gehört. In der letzten Runde rollten sie zwar mit Problemen am Antriebsstrang aus, gewannen aber Dank ihres Vorsprungs noch vor Friedrich und Michael Benra (Witten) die Klasse der verbesserten alten bis 1300ccm. Der dritte Platz ging an Frank Sommerfeld (Rheinbach), der sich im Fiat 128 gegen drei weitere NSUs durchsetzen konnte.

Bei den 2 Liter Fahrzeugen bis 1975 die den Ton in der zweiten Startgruppe angaben, waren die Lohmarer Heinz-Robert Jansen und Günther Werner (Lohmar) im Opel Manta A nicht zu schlagen und schrammten als elfte nur knapp an den Top 10 der Gesamtwertung vorbei.

Knapp 48 Sekunden verlor unser schneller Heilpraktiker Harry Schäfer, der gemeinsam mit Uwe Sahler (Bergisch – Gladbach) im BMW 2002 unterwegs war, und rundum zufrieden mit dem zweiten Platz. „Im Training haben wir es etwas ruhiger angehen lassen, im Rennen lief es dann top, macht immer wieder Laune hier mit ein paar Freunden zu feiern", resümierte er später.

Mit Friedhelm Pfingst und Christian Jacobsen (Castrop – Rauxel, Neitersen) ging der dritte Platz auch an ein Team mit BMW 2002 Technik.

Mit gewaltigem Ölverbrauch, so musste er noch einen Zwangsstopp zum Nachfüllen in der vorletzten Runde einlegen, konnte sich der der letztjährige YOUNGTIMER TROPHY Sieger Christoph Wilde über den Triumph bei den 1300ern bis 1975 freuen.

Weniger Glück hatten da Jörg Chmiela und Alexander Köppen, die in Führung liegend mit Getriebeschaden am Alfa Romeo Alfasud aufgeben mussten. Die Ehre der "Köppen-Truppe" rettete aber Franz Eder (Aying) mit rund 5 Minuten Vorsprung vor dem Luxemburger Simca Rallye II Team Pascal Denis / Patrick Schmitz.

Bei den Gruppe 2 Dickschiffen waren Frank Eickholt und Uwe Sturm (Bottrop, Kobern-Gondorf), die seit Jahren immer wieder mit einem Commodore dabei sind, nicht zu schlagen und siegten vor Frank Bondzio und H. - Helmut Engelbracht, die den Mercedes Benz 450 SLC um den Kurs wuchteten.

Olaf und Vater Sigi Rost, der Bergspezialist (Solingen) waren bei den neueren 1300ern (1976-1981) mit dem Audi 50 erwartunsgemäß das Maß der Dinge. Olaf, immerhin schon dreimal Meister bei den YOUNGTIMERN, siegte vor dem zweimaligen Meister Ralf Kremer.

Im Gegensatz zur Familie Rost hatte der Erftstadter allerdings an seinem Audi 50 nach dem Training einiges zu schrauben, musste doch über Nacht ein Ersatzmotor eingebaut werden Hinter den beiden Audi Piloten kamen mit Bernd Runkel (Neuwied) sowie Klaus Simon / Gino Trölenberg (Bottrop/Herne) zwei VW Polo Teams also baugleiche Fahrzeuge wie die kleinen Audis ins Ziel.

Heinz Stüber und Volker Speich mussten nach Klassensieg bei den Gruppe 2 Autos bis 1600 ccm im letzten Jahr, diesmal den KWL VW Scirocco wegen zu hohem Kühlwasserverbrauch frühzeitig abstellen. „Wir hatten im Training schon Probleme mit der Zündung und vermuten einen Folgeschaden an der Zylinderkopfdichtung.

Nachdem wir schon Wasser nachgefüllt hatten und die Temperatur immer weiter anstieg, haben wir das Fahrzeug sicherheitshalber abgestellt", so Heinz Stüber. Trotzdem konnten die Mannen von KWL jubeln. Jürgen Heinrich und Joschi Koscis (Mechernich / Köln) gewannen im Schwesterauto von Heinz Stüber. Ebenfalls im Wolfsburger Coupe waren die zweitplatzierten Jörg Walkowski und Bernd Küpper (Düren) unterwegs.

Mit elf Fahrzeugen sehr stark besetzt war die Klasse der aktuellsten Gruppe 2 Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum. Die Daadener Ralf und Peter Sturm, die bei Egons 500

immer wieder im Escort mit dabei sind, konnten sich gegen die Opel – Treter durchsetzen und siegten im Ford Escort RS 2000 vor den Opel Kadett C Coupes mit Manfred Schreiber und Rolf Emders (Oberehe) sowie Adam Jakob und Franz Jung.

Bei den hubraumstärksten verbesserten Tourenwagen war, wie schon bei den seriennahen, ein Alfa ganz vorne. Martin Richter und Oliver Größl (Dietzenbach / Bad Schwalbach) siegten vor dem Briten David Thomas, der wieder mit dem Ford Capri von der Insel gekommen war. Mit dem bulligen Mercedes Benz 107 kamen Andrea Kammerl, Dr. Matthias Schenzle und Erwin Derichs (Geislingen, Mayen) mit dicken Armen als dritte ins Ziel.

Seinen gewohnten VW Golf liess 24h Rennen Urgestein Uwe Reich aus Solingen diesmal stehen.

Dafür ging er lieber gemeinsam mit Dr. Jochen Keils (Euskirchen) an den Start, in dessen Porsche 911 RS die beiden die Gruppe 3 Wertung gewannen.

Zuverlässig wie eine Nähmaschine ist derzeit die Alpine Renault A110 von Ulli Selhorst. Bei den 75er GTs der Gruppe 4 bis 2 Liter Hubraum entschied einmal mehr die Zuverlässigkeit der Plastikflunder zugunsten des Neussers. Das einzige offene Fahrzeug bei den YOUNGTIMERN, ein Alfa Romeo Spider brachten Rino Vogna / Nicolas Westphal (Markt Bibert / Hannover) auf den zweiten Klassenrang!

Aktuellere GTs bis 2 Liter Hubraum sind auch die Porsche 924, die derzeit einen recht günstigen Einstand im Motorsport bieten. Mit solch einem Coupe gewannen Manfred Anspann / Achim Kallenberg (München/Köln) die Klasse der Fahrzeuge bis 1981 vor Ralph Völkel / Karl-Friedrich Joho (Hassloch).

Mit Franz-Rudolf Wilbert und Volker Stryzek (Stromberg / Dehrn) waren in der Gruppe 4 über 2 Liter Hubraum zwei echte Nordschleifenexperten auf einem Opel Ascona 400 vereint und gewannen die Klasse nach hartem Duell gegen den zweiten Ascona 400 mit Marco Wolf und Michael Schmiemann (Lohmar/Essen). „ Die Leistung stimmt schon, am Fahrwerk müssen wir noch arbeiten, so Marco Wolf nach dem ersten Auftritt im 400er Ascona, bei dem nach dem Training noch das Getriebe gewechselt werden musste.

Der Gesamtsieger Daniel Schrey gewann logischerweise auch die Klasse der Gruppe 4 Fahrzeuge über 2000ccm (bis 1975) vor Christopher Stahl und Oliver Mathai. Mit Timo Biedermann und Markku Biedermann (Villingen - Schwenningen) kamen auf dem dritten Rang zwei weitere Porsche 911 Piloten ins Ziel.

Bei den Gruppe 5 Fahrzeugen siegte das Porsche 924 Team Achim Müller und Andreas Mirow (Neunkirchen / Mainz).

Der Klassensieg in der Gruppe N, einer reinen BMW M3 Klasse, ging an unsere englischen Freunde Barnaby Halse und Cem Osman, die 1:28,794 Minuten vor Friedhelm Tang und Dr. Guido Wegner (Bonn) die Ziellinie kreuzten. Zwei Allrounder, die auch in der YOUNGTIMER RALLYE TROPHY an den Start gehen Gotthard Tischner und Martin de Jong (Mülheim /Essen), konnten den dritten Platz belegen.

Da der bullige BMW 323i in der heimischen Werkstatt immer noch auf die Fertigstellung der Reparatur wartet, ging der Luxemburger Marc Lederle mit Hans-Jürgen Knoll gemeinsam auf dem Opel Corsa seines Sohnes an den Start, mit dem er die Gruppe A Wertung bis 1300ccm gewann.

Bei den etwas stärkeren Gruppe A Fahrzeugen bis 2 Liter Hubraum konnten sich die Schweizer Fabian Sigwart und Claudia Pulver im BMW 318is vor Dirk Strauch und Stefan Wiedenhöfer (Jüchen, Much) im Opel Manta B 200 durchsetzen.

Sage und schreibe 24 Fahrzeuge gingen in der Gruppe A Fahrzeugen über 2 Liter an den Start! Schnellstes Team waren hier die Gesamtdritten Ralf Schumacher und Gregor Vogler (Rheda - Wiedenbrück/Reichling) im BMW M3. Vor vier weiteren M3s konnten sich Ulrich Becker und Michael Tischner (Marl) im BMW 325 den zweiten Platz sichern und das ganze mit nur 1:27.365 Minuten Rückstand auf Schumacher/Vogler.

Da sieht man, wer sich auf der Nordschleife auskennt! Die Plätze drei und vier gingen an Jörg Wißkirchen und Hans-Robert Holzer (Euskirchen, Koblenz) und die Westerwälder Norbert Sassenrath / Lothar Löw (Langenhahn / Elz), bevor mit Alex Elliott und Kevin Underwood das erste Team von der Insel ins Ziel kam. Pech hatte Uli Baumert, der nach einem super Start auf Platz drei liegend, mit dem Blick auf die vor ihm liegenden Piloten eine Runde vor Schluss, mit einem technischem Defekt am Schaltgestänge aufgeben musste. „Dieser Defekt ist mir in meinen zurückliegenden Jahren mit dem M3 noch nie passiert", so ein frustrierter Uli Baumert.

Die Klasse der Gruppe A + B Fahrzeuge über 2500 ccm ging an den Sieger des letztjährigen YOUNGTIMER Rennens im Rahmen des Barbarossapreises. Uwe Jungkind, der damals im Regen seine Qualitäten unter Beweis stellte, war auch im Trockenen flott unterwegs. Der Bondorfer siegte im Porsche 911 Carrera, von Paul Unsperger (Andelfingen ) als zweiter Fahrer unterstützt, mit einem Vorsprung von 11 Sekunden vor einem weiteren Porsche mit Georges Kuhn und Dirk Gerhardy (Luxemburg / Mönchengladbach).

 Ein weiteres Zuffenhausener Coupe mit Pius Bannwart und Norbert Fischer ( Schweiz/Köln) kam auf dem dritten Rang ins Ziel. Dass Schwedenstahl auch flott sein kann, bewiesen die Viertplatzierten Stefan Henkefend und Max Blees (Versmold /Aachen), die im Volvo 240 turbo unterwegs waren.

Nun heißt es für manchen YOUNGTIMER nach 500 aufregenden Kilometern "Wunden lecken" und Auto wieder in Schuss bringen. Der nächste Auftritt der "Jungen Wilden ist beim YOUNGTIMER Festival Ende Juli in Oschersleben.

-Stefan Eckhardt - auch Photos





Author: maggy (admin2)
Last modified: Tuesday, 19.06.2007 - 01:41
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