Veranstaltung: ADAC Race Spa
Ort: Spa – Francorchamps
Datum: 03. – 05.08.2007
Wetter: Sonnig, 23°
Zuschauer: 4.000

Knapp 7 Kilometer Asphaltband durch die Ardennen waren ein Schauplatz für actionreichen Motorsport! Nur rund zwei Wochen nach seinem Sieg in Oschersleben ließ Dr. Helmut Stein beim 1h Rennen in Spa einen weiteren folgen. Der 65 jährige Erkrather im Ford Escort RS 1600 lies nach Pole Position auch im Rennen Heinz-Robert Jansen mit dem Opel Manta A keine Chance. Der Lohmarer kam mit 1:11.931 Minuten Rückstand auf dem zweiten Rang ins Ziel.
Mit dem 8 anstatt dem 16 Ventiler unterwegs war es unser schneller Heilpraktiker Harry Schäfer, der mit Platz drei das Podium komplettierte. Wie gewohnt kann man wohl sagen ärgerte ein kleiner die großen. Der rote Audi 50 mit Olaf Rost am Steuer ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Der Solinger Ex-Meister bei den YOUNGTIMERN fuhr im 1300 er die drittschnellste Zeit des Rennens und konnte mit Rang vier sogar einen dicken BMW 2002 mit Carl Seher auf den fünften Platz verweisen.
Man kann nur hoffen, dass Wolle Pohl bald zurückkommt, denn Daniel Schrey war im Porsche 911 Carrera RSR auch in Spa nicht zu schlagen. Pedro und Luco Sanchez, die amtierenden Meister in der ADAC Classic Trophy starteten in Spa zwar neben dem Rennen bei den Klassikern auch in der YOUNGTIMER TROPHY, aber auch sie konnten nicht ganz die Pace dies Rietbergers mitgehen. 1.43.555 hinter Schrey kamen die beiden im letzt jährigen Classic – Trophy Meisterauto ins Ziel.
Drei Fahrzeuge innerhalb von sechs Sekunden, sowas bekommt man in der Formel 1 nicht alle Tage geboten. Peter Heinrich im BMW M 1 kam als dritter knapp 2 Sekunden vor seinem Sohn Achim im BMW M3 und Robert Keil im Opel Ascona 400 ins Ziel!
In die Klassen
Die Jungs aus dem Süden sicherten sich den Klassensieg in der Klasse bis 1600 ccm. Hugo und Gerhard Moser (Rotthalmünster) kreuzten im VW Scirocco knapp 10 Sekunden vor den VW Golf Teams Wolfgang Köser (Essen) und Norbert und Monique Peters (Heinsberg) die Ziellinie.
Den etwas skurrilen Renault 12 TS brachten Alexander Schmitt und Thomas Rausch (Ohlerath / Nürburg) in Spa wieder an den Start. Im kleinen Franzosen siegten die beiden in der Klasse bis 1300ccm vor Petra Kremer (Erftstadt), war nach rund 6 Jahren mal wieder in „Püppi". Der so liebevoll von seiner Eignerin getaufte 1200er B Kadett bekam nach Training erst einmal ein neues Getriebe verpasst. Jochen und Dieter Lingen, die im Ford Escort 1300 schnell unterwegs waren und sicher ein Wort um den Klassensieg mit gesprochen hätten, mussten mit einem Getriebeschaden den Ford nach 5 Runden abstellen.
Wolfgang Jübermann und Gino Trölenberg (Herne) waren in der stark besetzten 2 Liter Klasse der seriennahen Tourenwagen das Maß der Dinge! Mit ihrem Ford Escort RS 2000 setzte sie sich gegen ihre Markenkollegen Franz Josef Heiden (Düren) und Walter Matthias Müller (Gevenich) sowie sechs weitere Escorts und Opel Kadett C – Coupes durch.
Zwei die derzeit in der Gesamtwertung vorne mit dabei sind, Joachim Binder (Wiesbaden) und Klaus Pohl (Idar-Oberstein) wahrten ihre Meisterschaftschancen in Spa mit einem weiteren Klassensieg bei den seriennahen Fahrzeugen über 2,5 Liter Hubraum. Der zweite Rang ging hier an Robert Baumann (Puhlheim), der seinen Escort gegen den leistungsstärkeren Ford Capri eingetauscht hat.
In der 2 Liter Klasse bis 1971 siegte Heinz Robert Jansen (Lohmar) im Opel Manta A vor den BMW 2002 Piloten Harry Schäfer (Bergisch-Gladbach) und Christian Koch (Osnabrück), der mit 3:00.287 die schnellste Runde der Klasse fuhr!

Bei den 75ern bis 2 Liter ging der Klassensiegerpokal an den Laufsieger Dr. Helmut Stein im Ford Escort RS 1600 vor Carl Seher (Köln) im BMW 2002 ti.
Ein Wochenende zum Vergessen hatte die Truppe rund um Reiner Köppen. Nachdem sie schon nach dem Training den Motor von Alexander im Sud tauschen mussten, hielt dieser im Training dann auch nur gerade mal 5 Runden. Noch schlimmer erwischte es Teamkollege Jörg Chmiela im zweiten Alfa. Im Fight mit Christoph Wilde im Simca Rallye II wollte keiner der beiden nachgeben. So müssen die beiden nach Abflug nun heftig schrauben bis zum nächsten Rennen.
Nachdem sich die Gegner ja selbst eliminiert hatten konnte Frank Breidenstein (Mönsheim) im Simca 1000 Spezial seinen Sieg in der Klasse der verbesserten 1300er nach Hause fahren.
Die Luxemburger Pascal Denis und Patrick Schmitz waren nach Abflug im Training und größerer Reparatur mit Rang zwei mehr als zufrieden!
Exchampion Olaf Rost (Solingen)unterstrich mit einem Sieg bei den 1300ern bis 1981 im Audi 50 mal wieder Meisterschaftsambitionen. Er dominierte die Klasse vor Bernd Runkel (Neuwied) im VW Polo und Hans Fred Kosinski (Solingen), der mit Platz drei im Audi 50 mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnte.
Verbesserte Fahrzeuge bis 1,3 Liter Hubraum, über 30 Jahre alt, das können nur die kleinen NSU sein. Mit diesen siegten dann auch folgerichtig Michael und Thomas Benra (Witten) vor Marken – und Schrauberkollege Jürgen Marmulla (Witten).
Nicht nur auf den Rallyepfaden, auch auf der Rundstrecke hat der Audi 80 GTE die Nachfolge des Ford Escort angetreten mit dem Ulli Seeger früher bei den YOUNGTIMERN antrat. Mit dem Gruppe N Fahrzeug aus Ingolstadt gewann der Cleever die Gruppe N bis 2000ccm.
Etwas weniger Leistung hat der Gruppe A Corsa von Marc Lederle, den der Luxemburger bis zur Widerherstellung seines Gruppe 2 BMWs erfolgreich an den Start bringt, um nicht ganz die Übung zu verlieren……
Mit einem Coupe aus dem Hause Mercedes dem 280er, konnte der Heppenheimer Jens Borghoff die Klasse der verbesserten Fahrzeuge (1976-1981) über 2 Liter für sich entscheiden.Platz zwei ging an den Briten David Thomas, der hin und wieder unser Starterfeld mit seinem Ford Capri bereichert.
Mit Jörg Sander (Leichlingen) war in der Gruppe 2 bis 1600ccm ein weiterer Ex-Meister der YOUNGTIMER TROPHY erfolgreich. Gemeinsam mit Wolfgang Großmann (Troisdorf) war er in einem VW Scirocco unterwegs, wie auch der Rest der Klasse. Im Kampf um Platz zwei entschieden letztendlich ganze 5,245 Sekunden zugunsten von Conrad Frerichs und Oliver Misczyk (Oldenburg / Hildesheim), die die Dürener Jörg Walkowski / Bernd Küpper auf den dritten Platz verwiesen.
Manfred Schreiner unser schneller Mann aus Oberehe lieferte sich im Opel Kadett C Coupe einen tollen Fight mit seinen Markenkollegen Franz Jung und Adam Jakob (Mannheim / Schwetzingen). 2,862 Sekunden entschieden zugunsten von Manfred Schreiner, der somit Klassenprimus bei den 81er 2 Liter Fahrzeugen war!
Mit dem seriennahen Porsche 911 RS gewann Dr. Jochen Keils (Euskirchen) die Gruppe 3 Wertung!
In der Gruppe 4 bis 2000 ccm waren es einmal mehr Ralf Völkel und Karl-Friedrich Joho (Haßloch), die mit dem Porsche 924 vor Christian Pollmeier und Dr. Heinrich Spies (Hövelhof, Nideggen), die ebenfalls den Zuffenhausener Kompaktsportler an den Start brachten gewannen.
Neben dem Gesamtsiegerpokal konnte sich Daniel Schrey auch über den Klassensiegerpokal bei den „älteren" Gruppe 4 Boliden über 2 Liter Hubraum freuen. Die Klasse gewann er vor den Sanchez-Brüdern (Mexiko) sowie Edgar Salewsky (Aachen) und Dr. Stefan Maus (Düsseldorf), die alle mit einem Porsche 911 auf die Strecke gingen.
Nach der größeren Reparaturpause an seinem BMW M 1 war es in Spa mal wieder soweit, dass Peter Heinrich (Simmerath) im Ex - Procar Fahrzeug an alte Zeiten anknüpfen konnte, und in der Klasse über 2000ccm (1976-1981) Robert Keil (Wuppertal) im Opel Ascona 400 und den Schildower Andreas Schulz (Porsche 911SC) auf die Plätze verweisen konnte.
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Sohn Achim Heinrich (Simmerath) dominierte im BMW M 3 das Tempo in der Gruppe A + B über 2000 ccm vor Ralf Schumacher (Rheda – Wiedenbrück), der noch in Oschersleben die Klasse gewinnen konnte. Rang drei ging hier an Nordschleifenspezialist Ulfried Baumert (Windeck, BMW M3).
Die Bergheimer Thomas und Matthias Wasel waren in fast identischen Porsche 911 Carrera in der Gruppe A über 2,5 Liter unterwegs. Thomas hatte trotz schnellster Rennrunde seines Bruders hier das bessere Ende für sich.

Die Männer aus dem Bitburger Land in ihren Gruppe N M3s machten auch in Spa den Sieg bei den hubraumstarken Gruppe N Autos unter sich aus. Johannes Mutsch (Bitburg) siegte mit knapp einer Minute Vorsprung vor Edgar Bujara und Christoph Werner (Bitburg) sowie dem Rookie des Jahres 2006 Harald Palzkill (Wissmannsdorf), der gemeinsam mit Sebastian Ring (Rittersdorf) im BMW antrat.
Genau in deren Heimat, haben die YOUNGTIMER ihren nächsten Auftritt. Beim 7. ADAC YOUNGTIMER Slalom auf dem Bitburger Airport wird Mitte September wieder um die Hütchen gewedelt bevor es knapp zwei Wochen später zum 75 Minuten Rennen noch einmal auf die Nordschleife geht..
- Stephan Eckardt - auch Photos
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