Veranstaltung: ADAC „Chevy" Egons 500
Ort: Nürburg
Datum: 22.05. - 23.05.2008
Wetter: Trocken, Sonnig 20° C
YOUNGTIMER GESAMT RESULTAT
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YOUNGTIMER KLASSEN RESULTAT
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YOUNGTIMER RESULTAT Runden
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Der Rietberger Daniel Schrey konnte nach seinem Sieg beim prestigeträchtigen „Chevy" Egons 500 im Vorjahr auch in diesem Jahr wieder auf der Kombination aus Grand – Prix Strecke und Nordschleife des Nürburgringes triumphieren.
Beim Saisonhöhepunkt der Youngtimer Trophy überquerte er im Porsche Carrera 911 RSR nach 3:27:34,241 Stunden die Ziellinie. Neben ihm auf dem Podium waren auf Platz zwei sein Freund und Markenkollege Wolfgang Pohl (Bielefeld), sowie die drittplatzierten Timo und Markku Biedermann (Berlin / Villingen-Schwenningen) zu finden.
„Der Sieg fühlt sich einfach super an – ein richtig befreiendes Gefühl", so ein strahlender Schrey im Ziel. „Die Positionskämpfe an der Spitze waren unglaublich eng, fast wie im Sprintrennen."
Von Pole gestartet fiel Daniel Schrey in der Anfangsphase des Rennens etwas zurück und das BMW M 1 Vater – Sohn Team Peter und Achim Heinrich konnte die Führung übernehmen. Durch Probleme an der Motorabdeckung des BMW wurden die beiden nach vier Runden etwas eingebremst und die Porsche Teams übernahmen die Pace.
In der Folgezeit kam es zu einigen Führungswechsel der Teams Edgar Salewsky / Werner Kather (Aachen) und Thorsten Klimmer / Georg Berlandy (Burgau / Stromberg). Nachdem diese Teams aber auch mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, und wie Salewaky / Kather sogar an der Box aufgeben mussten, ging die Rechnung von Schrey auf.
Rundum zufrieden war auch Wolfgang Pohl: „Einen Podiumsplatz habe ich mir zugetraut. Dass es nun Rang zwei wurde, ist ein super Erfolg. Daniel kann ich nur schlagen, wenn sein Auto kaputt geht." Für Gaststarter Uwe Nittel, dem deutschen Rallye – Ass, der gemeinsam mit Martin Wagner im ersten Training den Irmscher Manta B400 noch ganz vorne platzierte und das Rennen vom dritten Startplatz aufnahm, war das Abenteuer YOUNGTIMER bereits mit „Kinderkrankheiten" in der ersten Runde beendet!
Neben der Gesamtwertung wurde auch um die vielzähligen Klassensiege gefightet, so gingen vor rund 100.000 Zuschauern im Rund der grünen Hölle 210 Fahrzeuge an den Start und irgendwie war jeder ein Sieger, der die 20 Runden absolvierte, egal ob im dicken Porsche, kleinen Audi 50 oder Escort RS 2000……
In die Klassen
Harry Schäfer / Uwe Sahler (Bergisch – Gladbach) siegten im BMW 2002ti vor ihren Markenkollegen Heiner Seifert (Rösrath) und Matthias Heckell (Hamburg) bei den älteren verbesserten 2 Liter Tourenwagen (1966 – 1971). Pech hatte der Lohmarer Heinz – Robert Jansen, der vorne mit mischend den Opel Manta A mit Problemen am Kühler abstellen musste. Schlimmer erwischte es die Doktoren aus dem Norden. Wie im Vorjahr mussten auch in diesem Jahr Dr. Michael Bischoff und Dr. Heinz – Jürgen Gebauer beim 500km Rennen den BMW nach einem Unfall beschädigt abstellen.
Im wunderschönen BMW 3,0 CSL im Garage du Bad Design konnten Werner Denzer (Wittlich) und Arnd Meyer (Ludwigsburg) souverän bei den Boliden der Klasse 2 Fahrzeuge vor dem Mercedes 450 SCL Team Frank Bondzio (Oberhausen) und H. Helmut Engelbracht (Rheurdt) siegen.
Rundenlang hetzten Christoph Wilde und Jörg Chmiela bei den 1300ern Gruppe 2 Fahrzeuge durch die Grünen Hölle als wäre es ein Sprintrennen!
Das bessere Ende für sich hatte Christoph Wilde (Nörvenich), der im Simca die Klasse für sich entschied. Jörg Chmiela (Oberkail), Alexander Köppen (Bitburg) und Bertram Schäfer (Bitburg) konnten sich aber auch mal wider über ein Erfolgserlebenis freuen, auch wenn der Motor am Ende doch etwas „bläute". Platz zwei und drei gingen an dieses Alfa Romeo Alfasud Team.
Die Gruppe 3 Wertung der seriennahen GTs – Fahrzeuge war hingegen eine klare Sache für Dr. Jochen Keils und Uwe Reich im Porsche 911 RS.
Die ersten drei der Gesamtwertung Schrey , Pohl und die beiden Jungs, Timo und Markku aus dem Hause Biedermann waren auch in der Klassenwertung der verbesserten GTs über 2000ccm folgerichtig vorne!
Dass man auch mit einem kleinen Audi 50 Spaß auf der Nordschleife haben kann, bewiesen auch wieder einige Teams. Hans – Jürgen Knoll (Monheim), ein Tausendsassa des Motorsports, gewann gemeinsam mit Michael Schmidtke (Köln) im Audi vor dem baugleichen VW Polo mit Michael Loock (Kranenburg) und Ulrich Seeger (Kleve) die Klasse der seriennahen 1150er bis 1981.

Einmal mehr hart umkämpft war die Entscheidung bei den seriennahen 1600ern.
Heinz – Josef Nekes (Rheinbach) und Marc Holtschneider (Weilerswist) siegten vor den Jungs aus dem Süden, Hugo und Gerhard Moser (Rotthalmünster). Beide Teams traten im VW Scirocco an.
Hinter dem schnellsten Golf Gti mit Bernd Degner (Leverkusen), Peter Knoche(Wuppertal) und Arndt Hallmanns (Nideggen) auf dem dritten Platz kam auf einem weiteren VW Golf Gti schon unsere schnellste Dame, Mareike Rosteck (Bielefeld) verstärkt durch Manuel Brinkmann (Bielefeld ) auf einem tollen vierten Klassenrang ins Ziel.
Der Hildener Rene Guthe kämpfte sich im 1150 er Klasse 1 Audi 50 als Solist über 15 Runden und freute sich über den Klassensiegerpokal der kleinen bis 1975.
„Kann ich morgen wieder fahren?" Das war die erste Frage nach dem Check im Krankenhaus, die der mehrfache Sieger der YOUNGTIMER TROPHY, Ralf Kremer (Erftstadt) nach mehrfachem Überschlag im Training stellte. Im Audi 50 siegte er dann bei den seriennahen 1300er bis 1981 unbekümmert vor dem VW Polo Trio Peter Wichmann (Wuppertal) und den Dürenern Robert Ruptsich und Gerd Linden.
„Die Nordschleife ist eine lange Sonderprüfung", so Carlos Sainz, der im Rahmen des 24h Rennens ja auch an den Start ging. So sahen es wohl auch unser Rallye Jungs aus der YOUNGTIMER RALLYE TROPHY. Darius Drenszla (Harscheid) und Carsten Meurer (Düsseldorf) gingen mit dem Ford Escort RS 2000 bei den 2 Liter Tourenwagen der Gruppe 1 bis 1981 an den Start und gewannen souverän.
„Ich bin noch etwas skeptisch, ob wir ins Ziel kommen, wir haben doch einige Probleme mit dem Motor, so Gino Trölenberg (Herne) noch vor dem Start". Gemeinsam mit Norbert Grabowski (Köln) erreichte er den zweiten Platz mit einem Vorsprung von 1,517 Sekunden nach 18 Runden vor Juppi Heiden (Düren). Wohl eine der knappsten Entscheidungen im Feld.
Mit einem Alfa Romeo 2000GT siegten Peter Heckmann (Frankfurt), Jonathan Price (Darmstadt), Olaf Hoppelshäuser (Dreieichenhain) vor dem BMW2002ti Team Benno Gries (Wolfenbüttel) und David Rinössl (Titz - Höllen)
Scharfe Geschosse aus dem Hause Volkswagen waren in der Gruppe 2 bis 1600ccm unterwegs.
Fünf Sciroccos und zwei Golf gingen hier an den Start. Der KWL – Scirocco trat bei Chevy Egons 500 in identischer Lackierung wie die VW Motorsport Sciroccos des 24h Rennens an. Heinz Stüber und Rudi Speich warenauch die schnellsten der Klasse mit einer Zeit von 10:43.145, mussten das Coupe mit technischen Problemen aber nach acht Runden abstellen. Über den Sieg konnte sich nach 18 Runden Conrad Frerichs (Oldenburg) im VW Scirocco freuen . Sven Fisch (Stuttgart) Achim Koppenhel (Kornwestheim) und Petra Kolic-Wiese (Stuttgart) folgten im VW Golf.
Immer wieder schnell unterwegs bei den Auftritten der YOUNGTIMER in der Grünen Hölle sind Ralf und Hans - Dieter Sturm aus Daaden im Ford Escort RS 2000. Auch in diesem Jahr siegten sie in der Klasse bis 2000ccm vor einem weiteren Siegerländer Andre Mühlenbrich, der gemeinsam mit Ralf Niederhausen (Altenkirchen) den schnellsten Opel Kadett C GT/E auf dem zweiten Platz ins Ziel brachten.
Die Top 3 wurden komplettiert vom Eifelaner Manfred Schreiner und Peter Enders (Fulda), die auch im C Coupe an den Start gingen. Gewohnt international war das 500km Rennen auch in diesem Jahr besetzt. So waren es die Briten David Thomas und David Smith, die im Ford Capri MK 3 vor den Finnen Juha Lammela und Hannu Vuori (BMW 525) bei den Tourenwagen über 2 Liter (1976 - 1981) siegten.
Karl – Heinz Klein (Neuss) und Olaf Schley (Düsseldorf), zwei alte Simca – Haudegen waren bei einem ihrer sporadischen Auftritte bei den älteren 1300ern bis 1975 erfolgreich und siegten vor dem Mini – Driver Günther Fastenrath (Lüdenscheid).
Der 924 er Porsche entwickelt sich immer mehr zum Einstiegs – YOUNGTIMER. 32 Sekunden entschieden zum Schluss über Rang 1 in der Gruppe 4 bis 2000ccm. Ralph Völkel und Karl – Friedrich Joho (beide Hassloch) verwiesen mit diesem Vorsprung Achim Kallenberg (München), Oliver Bubetz (Köln) und H.-P. Lieb(Hausen) auf den zweiten Platz.

Der amtierende Meister der Langstreckenmeisterschaft Marco Wolf(Lohmar) beeindruckte auch bei den YOUNGTIMERN. Im Opel Ascona 400 war er bei den aktuelleren Gruppe 4 Fahrzeugen über 2000ccm nicht zu schlagen und siegte vor dem Porsche Team Andreas (Schildow) und Thomas Schulz (Hespe) sowie dem BMW M 1 mit Peter und Achim Heinrich (Simmerath) am Volant.
Bei den Gruppe 5 Fahrzeugen siegte der Münchner Alexander von Wachter im VW Golf. Christoph Stahl brachte einen Original Porsche 934-5 an den Start, ein wahrer Augen – und Ohrenschmaus! Oliver Mathai, wie schon gewohnt zweiter Fahrer auf dem Stahl – Auto, ließ das Potential auch aufblitzen, aber die Technik machte den beiden einen Strich durch die Rechnung.
Acht BMW M3 gingen in der Gruppe N bis 2000cmm an den Start. Gregor Vogler (Reichlingen) setzte sich hier gegen die Teams Friedhelm Tang, Dr. Guido Wegner (beide Bonn) und Gotthard Tischner (Mülheim), Martin de Jong (Essen) durch.
Wolfang Loosen (Lohmar) wuchtete mal nicht seinen Mustang um den Kurs, sondern gewann bei den 1600er Gruppe A Fahrzeugen gemeinsam mit Thorsten Schwarz (Lohmar) im Suzuki Swift Gti.
Die Gruppe A bis 2 Liter wurde von Karl Eduard Reinders (Mönchengladbach) und Frank Borkowsky (Möchengladbach) im schnellen Peugeot 205 Gti gewonnen. Mit Dirk Strauch (Jüchen) und Stefan Wiedenhöfer gingen auch in der der Klasse zwei Rallyespezialisten ans Werk und konnten sich über Rang zwei freuen!
Sage und schreibe 20 Fahrzeuge, davon 16 BMWs gingen in der Klasse der Gruppe A Fahrzeuge über 2000ccm an den Start. Der ehemalige Sieger der TROPHY 88, Ralf Schumacher (Rheda–Wiedenbrück) im BMW M 3 war nicht zu schlagen. Lothar Löw, der schnelle Anwalt aus Elz hatte sich mit dem Nürnberger Wolf Sylvester einen echten „Nordschleifen – Spezialisten" in den M3 geholt.
„Er ist eine Runde gefahren und hat so viel am Fahrwerk ändern lassen, dass wir 20 Sekunden schneller geworden sind", staunte Lothar Löw nach dem Training nicht schlecht. Mit einem Vorsprung von knapp 5 Sekunden querten sie als Klassenzweite vor dem Team aus der Langstreckenmeisterschaft, Michael Luther (Barsbüttel) und Franz Brenauer (Steingaden) die Ziellinie.
Der letztjährige Rookie oft he Year bei den YOUNGTIMERN, Johannes Mutsch aus Bitburg ist auch in diesem Jahr wieder gut drauf, wie sein vierter Platz mit Christoph Werner aufzeigte. Als schnellster „Nicht – BMW M3" kam der Steinhagener Walter Leupold auf dem fünften Platz ins Ziel.
Auch über 2 Liter Hubraum in der Gruppe A dominierte die Münchner Marke.
Im BMW 635CSi gewannen hier Jürgen und Peter Schumann (Saarbrücken) vor den Briten Jody Halse und Cem Osman, die auch ein Münchner Coupe aus den Zeiten der Deutschen Produktionswagen Meisterschaft an den Start brachten.
Was die BMWs in der Gruppe A , sind die Porsche in der Gruppe B, die vom Luxemburger Georges Kuhn gemeinsam mit Dietmar Schmidt (Fellbach) gewonnen wurde. Pius Bittwart (Schweiz) und Norbert Fischer, beim ersten Lauf noch deprimiert da der Porschemotor in Flammen aufging, konnten sich bei Chevy Egons 500 über einen zweiten Platz freuen.
Nach einer kleinen Pause, geht es im belgischen Zolder Anfang Juli in die dritte Runde der 2008er Saison.
-Stefan Eckhardt - auch Photos
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