
Zum zweiten Mal in diesem Jahr nahmen die YOUNGTIMER den Ardennen Kurs in Spa – Francorchamps unter die Räder. Bei besten Bedingungen, der befürchtete Regen und Schnee blieb aus, standen beim letzten Rundstreckenrennen der Saison noch ein mal 1 h Rennen auf dem Programm.
Das erste Rennen, das der etwas zahmeren YOUNGTIMER, sah den Polesetter Dr. Helmut Stein im Ford Escort RS 1800 wieder vorne, der schon im August das Rennen für sich entscheiden konnte. Er war auch jetzt wieder nicht zu schlagen. „ Es wäre schön, wenn ich den vierten Gang auch noch gehab t hätte, es wäre dann doch etwas angenehmer zu fahren gewesen," so der Düsseldorfer Physiker auf dem Podium. Trotz dieser Ausfallserscheinungen im Getriebe hielt er die Verfolger auf Distanz.
Friedhelm Pfingst und Christian Jacobsen (Castrop – Rauxel, Neitersen) im BMW 2002 ti und die Lohmarer Heinz – Robert Jansen und Marco Wolf auf Opel und Manta A lieferten sich einen tollen Fight. 3,902 Sekunden betrug letztendlich nur der Vorsprung für das BMW Team. Damit gab es für Heinz-Robert Jansen, der nach einer Rallye am Samstag noch zum Punktesammeln nach Belgien gekommen war, nur eine knappe Punkteausbeute.
Als bester seriennaher Tourenwagen kamen Gino Trölenberg und Wolfgang Jübermann (Herne) mit dem Ford Escort RS 2000 als vierte des Gesamtklassements ins Ziel. 5 Sekunden hinter den beiden folgte bereits der Leader der Meisterschaft, Olaf Rost. Der Solinger, im Audi 50 unterwegs, riskierte nichts und fuhr besonnen den Punkt nach Hause.
Ein versöhnliches Ende auf der Rundstrecke gab es auch für Wolfgang Pohl. Der Bielefelder, der nach schwerem Schaden am Porsche Carrera RSR beim ersten Saisonrennen in Hockenheim längere Zeit pausieren musste, holte den Sieg im zweiten Rennen. „War ein tolles Rennen mit Wolle, wir haben uns Platz gelassen - fairer Fight", so der zweitplatzierte Peter Heinrich (Simmerath), der den BMW M1 richtig fliegen lies, die schnellste Zeit des Feldes mit 2:42.935 fuhr aber es zum Schluss lieber vorsichtiger angehen lies.

„Ich hatte ein komisches Gefühl mit den Reifen und wollte lieber im letzten Rennen nichts riskieren." Pech hatte Daniel Schrey, der nach Dreher in der ersten Runde und folgender fulminanter Aufholjagd schon wieder auf dem vierten Platz lag, aber mit Problemen an der Hinterradschwinge aus Sicherheitsgründen aufgab. „Ich hab noch ein Zimmer an der Ahr frei," so Porsche Kollege Pohl im Ziel. Daniel Schrey wird nun wohl jetzt, um noch in der Meisterschaft zu punkten, die Rallye Köln - Ahrweiler fahren, sollte es auch der Freundin eigentlich nicht so recht passen….
Das Podium wurde komplettiert von Achim Heinrich (Simmerath), der im BMW M3 diesen Platz vor Herbert Zimmer (Bad Münstereifel) ins Ziel rettete.
Hinter den BMWs folgten mit Marco Wolf und Michael Schmiemann (Lohmar / Essen) sowie dem Wuppertaler Robert Keil die schnellen Opel Ascona 400 Piloten.
In die Klassen……..
Die Klasse der seriennahen 1300er Fahrzeuge war wie auch die 2 Liter Klasse bis 1975 nur mit einem Fahrzeug besetzt. Alexander Schmitt und Thomas Rausch (Ohlerath/ Nürburg) konnten so unbeirrt mit dem Hubraumzwerg namens Renault 12 TS ein bisschen die Großen ärgern wie auch BMW 2002 ti Fahrer Christoph Hilberath (Garbsen) der in der 2 Liter Klasse im nächsten Jahr wieder auf mehr Konkurrenz hofft.
Super Motorsport sahen die Zuschauer in der 1600er Klasse. Die ersten fünf Fahrzeuge lagen nach einer Stunde Renndistanz innerhalb von 24 Sekunden! Die Männer aus dem Süden der Republik, Gerhard und Hugo Moser (Regensburg / Rotthalmünster) konnten im VW Scirocco mit 7,825 Sekunden Vorsprung vor Wolfgang Köser / Stefan Kub (Essen) gewinnen. Wie die zweitplatzierten waren auch der dritte Thomas Böling (Mechernich) und die folgenden Bernd Degner / Andreas Fink (Leverkusen) im VW Golf unterwegs. Nur rund 3 Sekunden dahinter war der vierte Golf unter den ersten fünf mit Norbert Peters und Dieter Ritterbecks (Heinsberg) zu finden.
Einmal mehr stellten Gino Trölenberg / Wolfang Jübermann (Herne) ihre Stärke unter Beweis.
Im Ford Escort RS 2000 unterwegs, ließen die beiden in der 2 Liter Klasse nichts anbrennen und siegten vor ihren Markenkollegen Juppi Heiden (Düren) und Walter Matthias Müller (Gevenich).
Leider nur zwei Fahrzeuge waren in der Klasse der seriennahen Fahrzeuge über 2 Liter unterwegs. Joachim Binder und Klaus Pohl (Wiesbaden / Idar-Oberstein) wahrten mit ihrem Klassensieg im Alfa Romeo GTV 6 vor ihrem Markenkollegen Uwe Ratz (Weilmünster) ihre theoretischen Chancen auf den Meistertitel.
Im Formationsflug war das Doppelteam Michael und Friedrich Benra (Witten) in ihren NSUs unterwegs, die die 1300er Klasse der Gruppe 2 Fahrzeuge bis 1971 für sich entscheiden konnten. „Ich hab am Schluss mal ein bisschen Gas rausgenommen. Ich wollte einfach mal ins Ziel kommen!"
Die Entscheidung von Christoph Wilde (Nörvenich) sollte sich als richtig herausstellen. So sprang für den Vorjahresmeister nach längerer Pause - mal vom Slalom abgesehen - wieder ein Klassensieg bei den 75er Gruppe 2 Fahrzeugen bis 1300 ccm im Simca Rallye II heraus. Nachdem Frank Breidensteins Motor mit deutlicher Qualmwolke den Dienst versagte, war der Weg frei für Fred Abeling (Wetschen), der im Fiat 128 auf dem zweiten Platz ins Ziel kam.
Bei den etwas aktuelleren 1300ern bis 1981 dominierte Olaf Rost (Solingen) die Klasse. Mit seinem Sieg im Audi 50 baute der dreimalige Gesamtsieger der YOUNGTIMER TROPHY vor dem letzten Wertungslauf der YOUNGTIMER TROPHY seinen Vorsprung weiter aus.
Andreas Hanning (Wermelskirchen), der ebenfalls einen Audi 50 an den Start brachte, und Wolfgang Großmann (Troisdorf) im Fiat 128 folgten auf den weiteren Plätzen.

In der Gruppe A bis 1600 ccm siegte Alleinunterhalter Marc Lederle (Luxemburg) mit seinem Opel Corsa A.
Neben dem Gesamtsieg im ersten Rennen ging auch der Klassensieg der 2 Liter Fahrzeuge bis 1975 an Dr. Helmut Stein. Robert Baumann (Puhlheim) der zweitplatzierte ist mittlerweile auf den MK 1 Escort umgestiegen und kam als zweiter vor Herbert Keul (Köln) dem besten BMW 2002 Piloten der Klasse ins Ziel.
Die Zweit – und Drittplatzierten des ersten Rennens, Friedhelm Pfingst / Christian Jacobsen (Castrop – Rauxel / Neitersen – BMW 2002ti) und Heinz – Robert Jansen und Marco Wolf (Lohmar) im Opel Manta A machten den Klassensieg der 71 er Gruppe 2 Fahrzeuge unter sich aus. Die Vertreter der „Bayrischen Motoren Werke" hatten hier das bessere Ende für sich….
Der Sieg der Gruppe 3 Fahrzeuge, den seriennahen GTs ging an den Porsche 924 Piloten Michael Wittke (Velbert), der in seiner Debütsaison mit diesem Fahrzeug bewies das man auch mit kleinem Budget erfolgreich sein kann.
In der Gruppe 2 bis 2 Liter Hubraum siegten Marcus und Michael Menden im VW Scirocco vor Franz Jung und Adam Jakob (Schwetzingen / Bad Dürkheim) im Opel Kadett C Coupe und Manfred Schreiner (Oberehe)
Bei den verbesserten Tourenwagen der Gruppe mit richtig viel Hubraum, nämlich über 2 Liter gingen unsere Freunde von der Insel im Ford Capri wieder mal an den Start. David Thomas / M.J. David Smith siegten vor dem Lohmarer Wolfgang Loosen im Ford Mustang.
Einmal mehr dominierten Ralf Völkel und Karl Friedrich Joho in ihrem Porsche 924 (Haßloch) vor den Belgischen Neueinstigern Fabrice Tinebra und Franics Gougelet die Klasse der GTs bis 2 Liter Hubraum.
In der Gruppe 4 über 2000ccm ging der Klassensiegerpokal an den Gesamtsieger Wolfgang Pohl (Bielefeld) vor Dr. Stefan Maus und Daniel Schrey, der mit absolvierten 12 Runden noch als Dritter gewertet wurde!
Gegen den Gesamtzweiten Peter Heinrich im BMW M 1 hatten die Opel Ascona 400 Jungs Marco Wolf, Michael Schmiemann (Lohmar / Essen) bzw. Robert Keil (Wuppertal) bei den „neueren" Gruppe 4 Fahrzeugen keine Chance.
Den Sieg in der Gruppe A über 2500ccm holte sich Stefan Henkefend (Versmold) im Volvo 240 turbo vor dem Hessischen Porsche 944 S Team Bruno Morauf / Dietmar Hoppe (Freigericht / Frankfurt).
Schon traditionell eng ging es mal wieder in der Gruppe A bis 2500ccm zu. Der Gesamtdritte Achim Heinrich (Simmerath) verwies mit 3,459 Sekunden Vorsprung nach fairem Duell Herbert Zimmer (Bad Münstereifel) auf den zweiten Platz. Mit Lothar Löw und Norbert Sassenrath (Elz / Langenhahn) kam auf dem dritten Rang der dritte BMW M 3 ins Ziel. Walter Leupold (Steinhagen) konnte aber mit dem Mercedes Benz 190E 2,3 in die BMW Phalanx einbrechen und wurde mit dem vierten Platz belohnt!
In der Gruppe N siegte Johannes Mutsch (Bitburg) vor Harald Palzkill und Sebastian Rings (Wissmannsdorf / Rittersdorf) und Edgar Bujara / Horst Werner (Bitburg), die alle im BMW M 3 an den Start gingen.
Bei den Gruppe 5 Fahrzeugen dominierte Elmar Wimmers und Wedig Bartenberg (Wachtaberg / Wuppertal) im Porsche 911 SC vor Oliver Louisoder (Trier), der im Porsche 924 Carrera GT unterwegs war.
Mit der Rallye Köln - Ahrweiler steht nun für einen Teil der unerschrockenen Rundstrecken - Männer das Finale im November an, wenn es zum Showdown mit der Fraktion der Rallyefahrer kommt und der Meister in beiden Serien noch gekürt wird!
- Stefan Eckhardt - auch Photos