Großer Preis von Australien - Michelin Vorschau

Großer Preis von Australien - Michelin Vorschau

28.03.2006: Großer Preis von Australien - Michelin Vorschau

3. Lauf zur Formel 1-Weltmeisterschaft:
Der Große Preis von Australien aus der Sicht von Michelin

Australien aus der Perspektive der Michelin Partner
Das erwarten die Michelin Partner
Rückblick: So lief der Große Preis von Australien 2005
Statistisches

Michelin will auf dem fünften Kontinent den dritten Saisonsieg

- Der dritte Saisonlauf führt die Formel 1 in die dritte unterschiedliche Klimazone. Nach trockener Hitze in Bahrain und feuchtheißer Luft in Malaysia werden beim Großen Preis von Australien in Melbourne nicht gar so hohe Temperaturen herrschen. Abkühlung verspricht das Rennen im Albert Park aber nur in Sachen Witterung - der Wettbewerb in der Formel 1 ist mit mindestens vier siegfähigen Teams heißer denn je. Michelin geht als Partner von Renault F1 als Spitzenreiter der Fahrer- und Konstrukteurswertung ins Rennen. Auch die weiteren Partnerteams McLaren-Mercedes, Honda Racing, BMW Sauber F1, Red Bull und Toro Rosso haben sich viel vorgenommen. Sie wissen: Melbourne und Michelin - das passte schon oft.

 

Die bunte Welt der Formel 1: Michelin stellt erfolgreiche Reifen für alle Verhältnisse.

„Indian Summer" im Albert Park: Erstmals, seit die Formel 1 in Melbourne gastiert, ist in „Down Under" ein eher herbstliches Ambiente mit niedrigeren Temperaturen zu erwarten. Grund ist die Verschiebung des traditionellen GP-Termins von Anfang März auf den 2. April wegen der zuvor im Bundesstaat Victoria stattfindenden Commonwealth-Spiele.

Der Albert Park Circuit unterscheidet sich aber nicht nur durch die dezentere Witterung von den beiden Auftaktstrecken in Bahrain und Malaysia, sondern auch durch seine Stop-and-Go-Charakteristik. Der gewundene Stadtkurs zeichnet sich durch viele langsame und mittelschnelle Kurven aus, besitzt aber auch zwei Hochgeschwindigkeits-Abschnitte. Das häufige heftige Herunterbremsen beansprucht die Bremsen der Boliden extrem. Die häufigen „Traction Events", also das Herausbeschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten, erfordern eigentlich eine weiche Fahrzeugabstimmung. Bob Bell, der Technische Direktor von Michelin Partner Renault F1, erklärt jedoch: „Bei der Abstimmung setzen wir auf ein mittleres Abtriebsniveau und ziemlich steife Federraten, damit die Autos bei den schnellen Richtungswechseln in den Schikanen gut und präzise einlenken. Allerdings sind die Bremszonen in Melbourne oft recht bucklig. Zu steif darf das Set-up also nicht ausfallen, denn sonst riskieren wir blockierende Räder beim Bremsen."

Das bereits in Bahrain und Malaysia als echter Thriller begrüßte Qualifying dürfte in Melbourne mindestens ebenso spannend werden. Die Strecke durch den Freizeitpark gilt im Gegensatz zu den beiden ersten Austragungsorten des Jahres nicht als besonders überholfreundlich. Auf der Jagd nach Rundenzeiten könnte der Verkehr die eine oder andere Strategie über den Haufen werfen.

 

Der Große Preis von Australien aus der Sicht von Michelin

Verheißungsvoll: Speed und zahlreiche WM-Punkte sind vorhanden - jetzt will Michelin Partner McLaren-Mercedes den ersten Sieg.

Die Strecke durch den Albert Park ist das Jahr über als öffentliche Straße oder Parkplatz für den Verkehr geöffnet. Zum Auftakt des Wochenendes finden die Formel 1-Autos deswegen auf Schmutz und Steinen kaum Grip. Wie auf Stadtkursen üblich, wird sich das Gripniveau im Lauf der Veranstaltung dann langsam, aber kontinuierlich steigern. Dennoch bleibt es auch während des Rennens ein wichtiges Gebot, die Ideallinie möglichst nicht zu verlassen, da die haftfähigen, heißen Pneus sonst Schmutz und Reifenabrieb aufsammeln.

Nick Shorrock, Formel 1-Direktor von Michelin, erwartet, dass die französischen Pneus auch unter den geänderten Bedingungen in Australien gut aussehen werden: „Nach den Siegen in der Hitze von Bahrain und im feuchtheißen Malaysia finden wir im Albert Park ganz andere Umstände vor. Das bereitet uns aber keine Sorgen - im vergangenen Jahr haben wir gezeigt, dass wir unter so gut wie allen Bedingungen siegfähig sind. In Melbourne dürften wir auf die bisher kühlsten Streckentemperaturen treffen. Wir haben mit unserem Partnerteams nach bewährtem Muster hart daran gearbeitet, ihnen auch hier die optimalen Produkte bereitzustellen. Wir werden etwas weichere Laufflächenmischungen verwenden als in den beiden Auftaktrennen, um eine optimale Arbeitstemperatur zu erreichen und das Risiko des ,Grainings' zu minimieren. Dieser Effekt tritt auf Kursen mit hohen Seitenführungskräften verstärkt auf. Insgesamt werden unsere sechs Partnerteams aus acht verschiedenen Trockenreifen-Optionen wählen können."

 

Der Große Preis von Australien aus der Perspektive der Michelin Partner

Sieger im Vorjahr, Sieger in der Vorwoche: Renault- und Michelin Pilot Giancarlo Fisichella wittert seine WM-Chance.

Christian Horner, Sportlicher Leiter von Red Bull Racing, erklärt die Bedeutung der Partnerschaft mit Michelin für seinen Rennstall: „Red Bull Racing hat in den zwölf Monaten, die seit unserem Grand Prix-Debüt hier in Australien vergangen sind, immens viel erreicht. Als wir 2005 in Melbourne eintrafen, konnte wohl keiner erwarten, dass es so gut laufen würde. Wir etablierten uns als ernst zu nehmendes Formel 1-Team und profitierten dabei von der fantastischen Arbeit von Michelin. Vergangenes Jahr waren ihre Reifen eindeutig überlegen. Und auch in dieser Saison sind sie gut in Form, wie die beiden Auftaktsiege gegen erstarkte Konkurrenz zeigen. Ich bin mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden."

 

Das erwarten die Michelin Partner

Bestens ausgerüstet: Das Honda-Werksteam vertraut auf französische Pneus und japanische Sonnenschirme.

Die WM-Spitzenreiter von Renault F1 werden nicht müde zu betonen, dass sie trotz der Auftakterfolge unvermindert hart arbeiten werden. Bei dreitägigen Tests in Le Castellet setzte Heikki Kovalainen dies mit immensen Tagesdistanzen um. Der Finne testete bereits neueste Michelin Entwicklungen für die Europa-Rennen.

Michelin Partner McLaren-Mercedes schickte seine schnellen Tester Pedro de la Rosa und Gary Paffett ebenfalls in Paul Ricard auf die Strecke. Während der junge Brite schon Pneus für Imola evaluierte, simulierte der Spanier das Qualifying mit den verschiedenen Reifentypen von Michelin.

Das Honda Racing F1 Team testete unter der Woche gleich mit drei Fahrern in Vallelunga. Im Vordergrund dabei ein ausgiebiges Reifentestprogramm mit Michelin. Trotz zwischenzeitlichen Wetterpechs war Stammpilot Rubens Barrichello zufrieden: „Es kann nicht schaden, dass wir auch einige Runden auf Regenreifen gefahren sind. Im Trockenen konnte ich ein paar neue Ideen ausprobieren. Einige Ergebnisse werden wir schon in Australien umsetzen."

 

Gut vorbereitet: Das BMW Sauber F1 Team testete mit Michelin in Imola für den ähnlich angelegten Kurs in Melbourne.

Das BMW Sauber F1 Team will den klaren Aufwärtstrend von Sepang in Australien bestätigen. Wegen der ähnlichen Streckencharakteristik zu Melbourne absolvierten die Weiß-Blauen ihren letzten Vorsaisontest mit Michelin in Imola. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve kommt immer besonders gern nach Melbourne. Hier feierte er 1996 mit Pole Position sowie Platz zwei und schnellster Rennrunde sein Grand Prix-Debüt. „Die zwei Punkte, die wir in Malaysia geholt haben, zeigen, dass wir ziemlich wettbewerbsfähig sind", erklärt der Kanadier.

Die versammelte Garde der Stierkämpfer bereitete sich höchst unterschiedlich auf den Australien-Grand Prix vor: Während David Coulthard für Red Bull Racing und Michelin in Valencia seine Testrunden zog, schwitzten die Kollegen aus seinem Team und dem Schwesterrennstall Scuderia Toro Rosso beim Fitnesstraining im australischen Surfers' Paradise.

 

Rückblick: So lief der Große Preis von Australien 2005

Pole Position, schnellste Rennrunde und ein überlegener Sieg: Michelin schaffte zum Auftakt der Formel 1-Weltmeisterschaft 2005 einen lupenreinen Hattrick. Renault F1-Pilot Giancarlo Fisichella fuhr nach seiner Bestzeit im turbulenten Qualifying ein ebenso souveränes wie fehlerfreies Rennen. Sein Teamkollege Fernando Alonso - über weite Teile des Grand Prix schnellster Mann auf der Strecke - erkämpfte sich nach Wetterpech im Zeittraining noch Rang drei hinter Ferrari-Fahrer Rubens Barrichello. Bis auf den Brasilianer besetzten Michelin-Piloten sämtliche Top-Ten-Plätze. Auch in der Startaufstellung hatten Partnerteams des französischen Reifenspezialisten die ersten zehn Positionen belegt. Die damals neue Regel, nach der die Rennreifen die gesamte Renndistanz überstehen müssen, stellte Michelin vor keinerlei Probleme: Sieger Fisichella zum Beispiel markierte seine schnellsten Zeiten gegen Rennende.

Statistisches

Großer Preis von Australien, Albert Park Circuit, Melbourne,
3. Lauf zur FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft 2006 (2. April 2006);
Renndistanz: 58 Runden à 5,503 km = 307,574 km.

 

Vorjahresergebnis (Rennen)

1. Giancarlo Fisichella Renault M 1:24.17,336 h 2 Boxenstopps
2. Rubens Barrichello Ferrari 5,553 s zurück 2 Boxenstopps
3. Fernando Alonso Renault M 6,712 s zurück 2 Boxenstopps
4. David Coulthard Red Bull-Cosworth M 16,131s zurück 2 Boxenstopps
5. Mark Webber Williams-BMW M 16,908 s zurück 2 Boxenstopps
6. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes M 35,033 s zurück
    2 Boxenstopps
7. Christian Klien Red Bull-Cosworth M 38,997 s zurück 2 Boxenstopps
8. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 39,633 s zurück 2 Boxenstopps
9. Jarno Trulli Toyota M 1.03,108 min zurück 2 Boxenstopps
10. Felipe Massa Sauber-Petronas M 1.04,393 min zurück 1 Boxenstopp
11. Jenson Button* BAR-Honda M 1.10,688 min zurück 3 Boxenstopps
12. Ralf Schumacher* Toyota M 1 Runde zurück 3 Boxenstopps
13. Jacques Villeneuve* Sauber-Petronas M 1 Runde zurück
     2 Boxenstopps
14. Takuma Sato* BAR-Honda M 1 Runde zurück 3 Boxenstopps
15. Narain Karthikeyan* Jordan-Toyota 2 Runden zurück 2 Boxenstopps
16. Tiago Monteiro* Jordan-Toyota 2 Runden zurück 2 Boxenstopps
17. Patrick Friesacher* Minardi-Cosworth 4 Runden zurück 2 Boxenstopps

* nicht im Ziel, aber aufgrund der zurückgelegten Distanz klassiert

Schnellste Rennrunde: Fernando Alonso (Renault), 1.25,683 min, 24. Runde 

Vorjahresergebnis (Qualifying, addierte Zeiten beider Sessions)

1. Giancarlo Fisichella Renault M 3.01,460 min
2. Jarno Trulli Toyota M 3.04,429 min
3. Mark Webber Williams-BMW M 3.04,996 min
4. Jacques Villeneuve Sauber-Petronas M 3.06,846 min
5. David Coulthard Red Bull-Cosworth M 3.07,212 min
6. Christian Klien Red Bull-Cosworth M 3.07,477 min
7. Nick Heidfeld Williams-BMW M 3.09,130 min
8. Jenson Button BAR-Honda M 3.12,128 min
9. Juan Pablo Montoya McLaren-Mercedes M 3.14,645 min
10. Kimi Räikkönen McLaren-Mercedes M 3.15,558 min
11. Rubens Barrichello Ferrari 3.16,222 min
12. Narain Karthikeyan Jordan-Toyota 3.17,092 min
13. Fernando Alonso Renault M 3.17,466 min
14. Tiago Monteiro Jordan-Toyota 3.20,329 min
15. Ralf Schumacher Toyota M 3.22,717 min
16. Patrick Friesacher Minardi-Ford 3.28,363 min
17. Christijan Albers (2) Minardi-Ford 1.49,230 min
18. Felipe Massa (3) Sauber-Petronas M ohne Zeit
19. Michael Schumacher (2, 4) Ferrari 1.57,931 min
20. Takuma Sato (3, 4) BAR-Honda M ohne Zeit

MIC

1 ohne Zeit im 1. Qualifying
2 ohne Zeit im 2. Qualifying
3 ohne Zeit in beiden Sessions
4 zurückversetzt wegen Motorwechsels

 

WM-Stand

1. Fernando Alonso (M) 18 1. Renault F1 (M) 28
2. Michael Schumacher 11 2. Ferrari 15
3. Jenson Button (M) 11 3. McLaren-Mercedes (M) 15
4. Giancarlo Fisichella (M) 10 4. Honda (M) 11
5. Juan Pablo Montoya (M) 9 5. Williams-Cosworth 5
6. Kimi Räikkönen (M) 6 6. BMW Sauber F1 (M) 2
7. Felipe Massa 4 7. Toyota 1
8. Mark Webber 3 8. Red Bull-Ferrari (M) 1
9. Jacques Villeneuve (M) 2
10. Nico Rosberg 2
11. Ralf Schumacher 1
12. Christian Klien (M) 1

(M) = Michelin Partner

 

Formel 1-Streckengrafiken 2006

Die aktuellen Streckengrafiken aller 18 Grands Prix der neuen Saison mit zahlreichen Zusatzinformationen halten wir ab sofort für Sie bereit. Hier finden Sie die hochauflösenden Bilddateien zum kostenlosen Download.

Weitere Informationen

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von Michelin finden Sie auch im Internet unter http://www.michelin.de/

 

-KAP TEXT -

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28.03.2006 / MaP

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