Kombinierte Technologien von Continental und Mobileye

09.09.2008: Kombinierte Technologien von Continental und Mobileye

... unterstützen die neue Tempolimitanzeige der aktuellen BMW 7er Reihe

- Das neueste multifunktionelles Kamerasystem von Continental für BMW setzt Algorithmen und die EyeQ1 System-on-Chip-Technologie von Mobileye ein

Die neue BMW 7er Reihe bietet ein neues hochentwickeltes, von BMW und Continental entwickeltes Fahrerassistenzsystem. Zum ersten Mal werden jetzt drei Fahrerassistenzfunktionen über eine Kamera, die von einer System-on-Chip EyeQ1-Prozessoreinheit angetrieben wird, gesteuert.

Entworfen wurden die kombinierten Technologien - SLI (Speed Limit Information, Tempolimitanzeige), HBA (High Beam Assist, Fernlichtassistent) und LDW (Lane Departure Warning, Spurhalteassistent) - bei BMW durch eine Partnerschaft zwischen dem internationalen Autozubehöranbieter Continental und Mobileye N.V., zwei in der Entwicklung von optischen Fahrerassistenz-systemen weltweit führenden Unternehmen.

In den letzten Jahren haben die beiden Unternehmen zusammen an der Entwicklung des kombinierten Systems gearbeitet, was das weltweite Spektrum an Wetterbedingungen, Strassentypen und Spurenmarkierungen betrifft. Das System besteht aus einer von Continental konzipierten und hergestellten HDRC CMOS-Kamera und dem auf einem hochleistungsfähigen Chip basierenden EyeQ1 von Mobileye.

Bei EyeQ1 handelt es sich um ein System-on-Chip, das auf solche rechenintensiven optischen Analyseaufgaben ausgerichtet ist. Nach Jahren intensiver technischer Arbeit und fortwährenden Testens wurde das Systemdesign von Continental mit Erfolg freigegeben und steht nun zur Vermarktung bereit.

Die SLI-Funktionalität bietet eine innovative Lösung, die auf dem Markt für diese Art von Nachfrage als einzigartig gilt. Der Fahrer wird über die Anwendung über das genaue Tempolimit für alle Arten von Tempolimit-Schildern (festgelegte, variable und auch ergänzende Verkehrsschilder) sowie über bevorstehende Geschwindigkeitsbegrenzungen informiert.

Das aktuelle Tempolimit wird dann im Kombiinstrument sowie auf dem optionalen Head-Up-Display angezeigt. Zum ersten Mal wird ein Serienwagen mit einem Geschwindigkeits-Warnsystem, das Verkehrsschilder lesen kann, angeboten. Darüber hinaus scannt die Kamera das Blickfeld auf sich nähernde Scheinwerfer und Rücklichter, und das System schaltet automatisch zwischen Abblendlicht und Fernlicht hin und her. So wird sichergestellt, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht durch Fernlicht geblendet werden. Gleichzeitig ermöglicht das System dem Fahrer, sich stärker auf das Fahren selbst zu konzentrieren.

Die HBA-Funktionalität trägt wesentlich dazu bei, dass Fernlicht häufiger eingeschaltet wird. Wie Untersuchungen gezeigt haben, wird Fernlicht in vielen Fällen nur sehr selten benutzt, sodass der Fahrer nicht die optimale Beleuchtung erhält. Die LDW-Funktionen zur Warnung beim Spurverlassen basieren auf einer bewährten Technologie, die bereits im März 2007 im Rahmen der BMW 5er Reihe lanciert wurde und mit weiteren Sensorfunktionen, wie der "Fahrbahnranderkennung", ausgestattet ist.

"Immer einen Schritt voraus: Zusammen mit Continental und Mobileye ist BMW das erste Unternehmen, das den Sprung nach vorne macht und mit einer multifunktionellen Kamera im Bereich Fahrerassistenz auf den Markt geht", so Amrei Drechsler, Vice President für "Advanced Driver Assistance Systems" im Geschäftsbereich Fahrwerk und Sicherheit.

"Das Besondere an der BMW-Lösung ist, dass sie die drei Funktionen - SLI, HBA und LDW - über dieselbe Kamera und dieselben Mikroprozessor-ressourcen ausführt", erklärt Dr. Itay Gat, Vice President für Serienfertigung von Mobileye N.V. "Die technische Herausforderung gegenüber einem eigenständigem System ist dabei sehr hoch, da die Anforderungen an die Kamerasteuerung miteinander in Konflikt stehen: Das kombinierte System muss in einer höheren Bildfrequenz ausgeführt werden als ein eigenständiges System und den Austausch von Bildern zwischen verschiedenen Kundenfunktionen ermöglichen.

Der Vorteil eines kombinierten Systems ist, dass es die Gesamtkosten für das System und den Bedarf an Windschutzscheiben-Platz reduziert. Anstatt den Windschutzscheiben-Bereich mit mehreren Messsystemen zu bestücken, reicht bei einem integrativen Ansatz ein einziges Sensorsystem, das alle Funktionen erfüllt und Platz und Kosten spart."

Dank der kombinierten Funktionalität können Autofahrer in diversen Fahrsituationen ihre Sicherheit bewahren. Die bewährten LDW-Funktionen tragen dazu bei, dass ein Fahrzeug seltener die Fahrbahn verlässt, während der intelligente Fernlichtassistent, oder HBA, in jeder Situation für optimale Sichtverhältnisse auf der Strasse sorgt. Weiterhin wird der Fahrer durch die neue Tempolimitanzeige unterstützt.

Die Continental AG, die einen Jahresumsatz von 26,4 Milliarden EUR für 2008 anstrebt, gilt als einer der Spitzenanbieter von Autozubehör weltweit. Als Lieferant von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten leistet das Unternehmen einen Beitrag zu grösserer Fahrsicherheit und zum Weltklimaschutz.

Ferner ist Continental ein kompetenter Partner in vernetzter Automobil-kommunikation. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 150.000 Mitarbeiter in nahezu 200 Niederlassungen in 36 Ländern. Als weltweit führender Partner für Technologie und Systeme in der Autoindustrie integriert der Geschäftsbereich Fahrwerk und Sicherheit

der Continental AG umfassendes Know how und Spitzenqualität in den Bereichen der aktiven und passiven Fahrsicherheit, Sensorensystemen für Sicherheit und Fahrwerk sowie Fahrwerkkomponenten.

Der Geschäftsbereich hat einen Umsatz von über 5 Milliarden Euro (basierend auf den Zahlen von 2006) mit einem Arbeitskräftepotenzial von mehr als 27.500 Mitarbeitern (2007) verzeichnen können. Im Geschäftsbereich Fahrwerk und Sicherheit werden elektronische und hydraulische Brems- und Fahrwerksysteme, Sensoren, Fahrerassistenzsysteme, Airbag-Steuersysteme, Insassenschutzsysteme, Scheibenwaschanlagen sowie elektronische Luftfedersysteme entwickelt und produziert.

Mobileye N.V. hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden, mit dem Geschäftsbereich Forschung und Entwicklung in Israel und Niederlassungen in den USA, Zypern und Japan. Mobileye ist auf dem Gebiet hochentwickelter Bildaufnahme- und Verarbeitungstechnologische für Automobilanwendungen technologisch führend. Sein Produktangebot umfasst die gesamte Palette an optischen Anwendungen.

Die einzigartige monokulare optische Plattform von Mobileye funktioniert wie ein "drittes Auge", das die Sicherheit von Autofahrern erhöht und zur Vermeidung von Unfällen beiträgt. Mobileye verleiht unserer Fahrweise potenziell eine neue Dimension. Zu finden sind die von Mobileye gebotenen Produkte aus Software-Algorithmen, gebündelt im EyeQ System-on-Chip, seit 2007 in Modellen von BMW, GM und Volvo.

Mobileye wird seine erweiterte Palette von Zubehörprodukten auf der bevorstehenden Automechanika-Messe in Frankfurt zwischen dem 16. und 21. September 2008 vorstellen. Die Presse ist eingeladen, einer wirklichkeits-nahen Präsentation des kompletten Zubehörmarktsystems von Mobileye in einem Demofahrzeug beizuwohnen und die auf den Fussgängerschutz ausgerichtete Technologie live am Stand von Mobileye, Halle 3.1/Stand E71 zu erleben.

Weitere Informationen zu Mobileye erhalten Sie unter http://www.mobileye.com

 

- Dpa-

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/tuning-continental-mobileye-bmw-7er-reihe-tempolimitanzeige-eyeq1-system-on-chip-technologie---43963.html

09.09.2008 / MaP

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