Spannendes STT Finale in der Eifel

Spannendes STT Finale in der Eifel

18.10.2016: Fisch und Abbelen siegen zum Abschluss Beim Finale der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem

Fisch und Abbelen siegen zum Abschluss




Beim Finale der Spezial Tourenwagen Trophy auf dem Nürburgring hat Jürgen Bender (Corvette GT3) seinen Meistertitel perfekt gemacht.



Der neue Titelträger musste dafür nur an den Start rollen. Die Gesamtsiege holten sich Sven Fisch (Koppehel) und Klaus Abbelen (Porsche 962).



Das wenig angenehme Eifelwetter konnte Jürgen Bender egal sein. Der Neckarsulmer sicherte sich in seiner ersten kompletten Saison in der Spezial Tourenwagen Trophy den Titel.



Bereits mit dem Beginn der ersten Runde war klar, dass Bender nicht mehr einzuholen sein wird. Während es der neue Champion im ersten Rennen mit dem dritten Platz in der Klasse 1 eher ruhig angehen ließ, drehte Bender im zweiten Heat auf und schnappte sich in einem sehr spannenden Schlussrennen den Klassensieg. Nur knapp verpasste der Corvette-Pilot dabei den dritten Podestrang. "



Im ersten Rennen bin ich voll auf Sicherheit gefahren um den Titel erst einmal fest zu machen. Im zweiten Rennen habe ich mich noch einmal ein bisschen ausgetobt um zu zeigen, dass ich auch verdient die Meisterschaft gewonnen habe. Der Grundstein für den Titelgewinn war die Tatsache, dass wir immer konstant gepunktet haben", so der neue Champion.




An der Spitze bestimmte im ersten Durchgang Sven Fisch das Geschehen, während Klaus Abbelen wegen eines Getriebewechsels das Quali auslassen musste und zumindest noch auf Rang sieben nach vorne fuhr.



Besser klappte es im zweiten Rennen, wo der Gruppe C Porsche überlegen zum Sieg vor Fisch fuhr. Spannung boten vor allem die Kämpfe hinter den beiden Sportprototypen. Die Anfangsphase des ersten Rennens bestimmte der Zweikampf zwischen Fisch und Ulrich Becker im Porsche 997 GT3 R.



Doch der Marler musste bald darauf Dylan Derdaele im Mercedes AMG GT3 passieren lassen, der bei seinem ersten Start in der Spezial Tourenwagen Trophy sogleich den zweiten Gesamtrang und den Klassensieg holte.



Für Becker kam es noch dicker, denn sowohl Mario Hirsch (Mercedes SLS AMG GT3) als auch Jürgen Alzen (Ford GT) fanden den Weg vorbei. Alzen, der zudem noch Hirsch aufschnupfte, gewann somit als Gesamtdritter noch die Klasse 2.



Noch spannender war der zweite Durchgang, wo es um Gesamtrang drei heftig zur Sache ging. Jürgen Alzen präsentierte sich zu Beginn als engster Verfolger der Spitzengruppe. Derdaele, Becker, Hirsch und Bender folgten dahinter.



Mit zunehmender Renndauer setzten sich Alzen und Derdaele ab, während Bender dem Duo hinterherhetzte. Bender schloss immer weiter auf und schnappte sich Derdaele. Daraufhin entbrannte ein heftiger Dreikampf, den Alzen zum Zeitpunkt des Rennabbruchs mit 0,2 Sekunden Abstand auf Bender knapp für sich entschied. Nur weitere 0,2 Sekunden dahinter sah Deradele das Ziel als Gesamtfünfter.




Kramwinkel und Franck machen es spannend



In der Klasse 3 ging es zumindest im ersten Rennen ebenfalls richtig zur Sache. Thomas Kramwinkel hetzte bis zur Rennmitte Christian Franck (beide Porsche 997 GT3 Cup) vor sich her. In der Mercedes Arena bremste sich Kramwinkel vorbei, während Franck am Ende nicht mehr mitgehen konnte.



" Es war ein hammergeiles Rennen für mich. Mit Platz 1 in der Klasse und nochmals den Klassensieg beim Finale ist ein kleiner Traum, der in Erfüllung ging", freute sich der German Flavours Pilot.



Dritter wurde Andreas Sczepansky (Porsche 991 GT3 Cup). Auf trockener Piste ließ der entthronte Meister seinem jungen Widersacher diesmal keine Chance. Zwar blieb Kramwinkel zu Anfang in Sichtweite, musste dann aber stärkere GT3 Boliden vorbeilassen, womit der Drops endgültig gelutscht war. "



Im ersten Rennen hatte ich mich mit dem Reifendruck etwas verpokert und gegen Rennmitte ging eigentlich gar nix mehr. Das Auto hat eigentlich nur noch übersteuert. Da ist Thomas dann rangekommen und ich konnte ihn nicht halten.





 Der ist super gefahren und hat auch verdient gewonnen. Im zweiten Rennen war alles gut, ein bisschen Gerangel beim Start, aber sonst eigentlich ein recht entspanntes Rennen", erklärte der Luxemburger das Renngeschehen.




Rang drei ging diesmal an Jorma Vanhanen (Porsche 997 GT3), während Sczepansky Klassenvierter wurde. Dem Porsche-Piloten war ausgangs der Mercedes Arena unglücklich das Heck seines 911ers ausgebrochen.



Dabei touchierte er den direkte dahinter liegenden Sven Markert, der sich daraufhin ebenfalls in die Planken legte. Wegen den Trümmerteilen auf den Strecke musste das Rennen vorzeitig abgebrochen werden.



Interessant war zudem das Duell in der Klasse 2T. Hier ging es nicht nur um den Klassentitel sondern ebenfalls um Gesamtrang drei. Im ersten Rennen ließ Ulf Ehninger (Audi RS4) seiner Verfolgerin Lisa Christin Brunner (Audi TT RS) keine Chance.




Die Ausgangslage vor dem zweiten Heat war nicht schlecht, denn Jochen Ayasse hatte sich diesmal zumindest im Zeittraining als der schnellere erwiesen. Doch die Führung währte nur einige Meter lang, nachdem sich Ayasse ins Kiesbett verabschiedet hatte und seiner Klassenkonkurrentin hinterherhetzen musste.



 Zwar kam der gulffarbene RS4 noch nähere heran, doch Brunner siegte am Ende souverän. Damit schaffte die Audi-Pilotin nicht nur den Titelgewinn in der Klasse und Rang drei, sondern staubte auch noch den Junioren Titel ab.




Division 2 mit heißen Fights






Zum Saisonabschluss liefen die Division 2 Piloten noch einmal richtig heiß. Die nassen Bedingungen kamen gerade den Fronttrieblern zugute.



René Freisberg (Seat Leon MK3) drehte noch einmal richtig auf und hielt die siegverwöhnten BMW M3 hinter sich. Dabei kämpfte sich der Leon-Pilot an Markert vorbei. " Es waren ganz besondere Bedingungen und da hat es viel Spaß gemacht mit allen zu fighten. Ich glaube, dass es eines der schönsten Rennen für die Division 2 war.



 Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. . Ich denke damit kann man dann bei solchen Bedingungen auch mit 350 PS gewinnen", freute sich Freisberg. Platz vier ging an Marius Barczak (VW Scirocco), der selbst einige Zeit in der Spitzgengruppe mitmischte. Im zweiten Heat holte sich zunächst Edy Kamm die Führung, wobei Markert Runde um Runde den Druck erhöhte.



Schließlich zog Markert an dem Schweizer vorbei, während dahinter Freisberg und Harbeck um die dritte Position kämpften. Hier entschieden am Schluss geraden einmal 0,378 Sekunden zu Gunsten von Harbeck. Durch den Rennabbruch blieben Markert Punktverluste erspart, womit sich der Youngster trotz des Unfalls über den Klassensieg freuen durfte.



Der Titel in der Division 2 war ihm sowieso nicht mehr zu nehmen gewesen. " Es war eigentlich ein super Rennen, auch der Zweikampf mit Edy Kamm. Er war so fünf oder sechs Runden in Führung, dann haben wir die Position gewechselt. Wir haben uns gejagt und das machte dann auch viel Spaß bis zur letzten Runde.



 Da hat dann ein Porsche die Kontrolle über das Auto verloren und mir in die Seite. Mich hat es dann gedreht und bin auf der anderen Seite auch nochmals eingeschlagen. Es ist halt ein ziemlich unglückliches Ende zwei Minute vor Ende der Saison. So richtig Freude kommt da jetzt nicht auf, mir selber geht es aber gesundheitlich gut", ein doch etwas niedergeschlagener Youngster.



Zweiter wurde hier Lars Harbeck, während Jürgen Gerspacher (Seat Leon Mk2) trotz des eher unglücklich verlaufenen Wochenendes die dritte Position in der Division 2 belegte.








STT Klassik Titel an Jan van Es


Für ältere STT Fahrzeuge bis Baujahr 2002 wurde die STT Klassik ins Leben gerufen. Hier machte Jan van Es (Porsche 993 GT2) den Titelgewinn perfekt. Der sympathische Holländer war in der Eifel nach dem Motorschaden in Hockenheim auf das T-Car ausgewichen.



Mit dem ehemaligen Bergrenner von Herbert Pregartner zeigte van Es gerade im zweiten Durchgang eine tolle Leistung. Rang zwei in der STT Klassik geht an das Team Ehninger/Ayasse, während Lars Harbeck die dritte Position belegt.

 

 

- Patrick Holzer- auch Photos Marc Hilger automobilsport.com

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18.10.2016 / MaP

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