Küpper Racing, Guter Test, gutes Rennen

Küpper Racing, Guter Test, gutes Rennen

22.04.2009: Im Rennfokus stand bei Küpper Racing eindeutig die Speerspitze des Teams, der BMW M3 der Klasse V6. Mit dem zweiten Auto, einem BMW 325i der Klasse V4 sollten lediglich einige Testrunden zur Vorbereitung auf das 24h

BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft Lauf 2; 18.04.2009



Im Rennfokus stand bei Küpper Racing eindeutig die Speerspitze des Teams, der BMW M3 der Klasse V6. Mit dem zweiten Auto, einem BMW 325i der Klasse V4 sollten lediglich einige Testrunden zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen gedreht werden. Dass es anders kam, lag am Fahrspaß, den beide Autos boten.

Zwei Autos, drei Fahrer – eine anspruchsvolle Aufgabe, in einer äußerst anspruchsvollen Rennserie, auf der mit Sicherheit schwierigsten Rennstrecke der Welt. Ein schweres Stück Arbeit lag vor Küpper Racing mit Teamchef und Fahrer Bernd Küpper aus Düren beim zweiten Lauf der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft. Zur Lösung der Aufgabenstellung standen ihm sein Stammfahrer Benjamin Weidner/Düren und der seit einem Rennen zum Team gehörende Jochen Hudelmaier/Ehningen zur Seite.

Nebel veranlasste die Rennleitung, den Start zum Training um 30 Minuten zu verschieben und die erste Stunde keine Zeiten zu werten. Dennoch ging das Team frühzeitig mit dem BMW M3 der Klasse V6 auf die Strecke, um erste Eindrücke zu sammeln. Benjamin Weidner eröffnete für Küpper Racing das Training, fuhr zwei Runden über den Grand Prix-Kurs, ehe er zwei Runden auf der Nordschleife drehte.

Seine Zeiten wurden aber aus erwähntem Grund nicht gewertet. Die Zeiten von Jochen Hudelmaier hingegen flossen ins Klassement ein, waren aber nach eigener Aussage nicht die besten, da die Strecke nach wie vor nass und sehr rutschig war. Als Bernd Küpper seine Runden drehen wollte, bemerkte er ein eigenwilliges Fahrverhalten des BMW M3, brach seine Runde ab und kontrollierte die Fahrwerkstechnik des neu aufgebauten Rennautos.

Dabei stellte er ein ausgeschlagenes Radlager des Querlenkers fest, der Tausch dauerte bis zum Ende der Trainingssitzung. Somit blieb dem Team eine Verbesserung der Startposition verwehrt. Von der letzten Position der Klasse V6 musste Küpper Racing ins Rennen gehen. Mit dem Einsatzwagen des 24h-Rennens, dem BMW 325i der Klasse V4, drehte der Teamchef lediglich zwei Trainingsrunden, um eine gewertete Zeit und damit eine Startberechtigung zu haben. Ohne auf Angriff zu fahren, endete das Training für den kleinen Wagen auf dem letzten Startplatz der V4.

Gelaufen – fast nach Plan


Den Start auf dem BMW M3 übernahm Benjamin Weidner, der im Getümmel der ersten Kurven etliche Plätze gutmachen konnte und eine furiose Aufholjagd startete. Doch Mitte der zweiten Runde wurde der Vorwärtsdrang von Weidner eingebremst: Mit dicken Tropfen stellte sich Regen ein, der im Laufe immer stärker wurde. Weidner musste die Box aufsuchen, um Regenreifen zu fassen. Nur wenige Minuten hinter ihm drehte Teamchef Bernd Küpper seine „Inspektionsrunden“ auf dem kleinen Schwesterauto. Auch er musst durch den Regen die Box ansteuern, wodurch es zum personellen und materiellen Engpass bei der Boxenmannschaft kam:

Beide Autos so schnell als möglich abzufertigen, war aufgrund des Gedränges in der Boxengasse und der geringen Zeitspanne zwischen beiden Küpper-Autos nicht möglich. Nach zwei Stunden auf Regenreifen bei extrem schlechten Bedingungen übergab Benjamin Weidner den Wagen auf Platz vier an seinen Fahrerkollegen Hudelmaier. Nur langsam wurden bei Hudelmaiers Stint die Bedingungen besser, und nur langsam fielen die Rundenzeiten. Insgesamt sieben Runden drehte der Schwabe Hudelmaier im V6-Renner von Küpper Racing.

Währenddessen steuerte Teamchef Küpper im kleineren V4-Auto die Box an und übergab nach 12 gefahrenen Runden den Wagen an Benjamin Weidner, dem zwischen seinen Einsätzen gerade mal genügend Zeit zum Durchatmen blieb. Weidner fuhr auf dem V4 Auto weitere sechs Runden und stellte das Auto unbeschädigt im Parc fermé ab. Auch Teamchef Bernd Küpper kam zum Schluss noch zum Einsatz auf dem BMW M3. Er übernahm den Wagen von Hudelmaier und fuhr vier Runden, ehe die karierte Flagge das Rennen beendete.

Bis auf den verpatzten Boxenstopp lief es für das Team wie geplant, auch wenn zuerst nur einige wenige Runden mit dem kleinen Auto angedacht waren, so entschied der Teamchef doch spontan, das gesamte Rennen als letzten Funktionstest für das 24h-Rennen zu nutzen. Beim kommenden Lauf am 02. Mai 2009 wird das Team nur mit einem Auto an den Start gehen, mit dem V6 BMW M3.



Stimmen nach dem Rennen

Bernd Küpper, Teamchef und Fahrer:

„Beide Autos liefen sehr gut, auch wenn wir beim M3 einen Schaden am Querlenker hatten, den wir jedoch beheben konnten. Das Rennen war äußerst schwierig, besonders durch Regen und viel Schmutz auf der Strecke. Ich kam jedoch damit gut zurecht – man muss seinen Fahrstil anpassen. Erstaunlich, dass es nur wenig wirklich schwere Unfälle gab.

An schnellen Passagen haben sich die Fahrer offensichtlich zurück genommen. Am Ende haben beim M3 auf abtrocknender Strecke die Reifen abgebaut. Ich bin zwei Runden mit Regenreifen auf trockener Ideallinie gefahren – mehr war nicht drin. Für das 24h-Rennen bin ich, zumindest was das Auto angeht, zuversichtlich. Mein Dank gilt der Boxencrew und den Fahrern, die beide Autos am Stück über die Ziellinie gebracht haben.“


Benjamin Weidner, Fahrer:

„Es wäre beim V4-BMW mehr drin gewesen, aber der verpatzte Boxenstopp hat eine bessere Platzierung verhindert. Beim „großen BMW“ lief alles nach Plan. Man muss froh sein, unter solch schweren Bedingungen das Auto völlig beulenfrei über vier Stunden gefahren zu haben, denn die Strecke war durch Schmutz und Regen sehr schwer fahrbar.

Beide Autos waren super vorbereitet – mein Kompliment und Dank an Küpper Racing. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der M3 einen sehr schweren Schaden bei den Test- und Einstellfahrten erlitten hat. Die Autos waren wirklich einfach zu fahren, gut abgestimmt und mit den Reifen hatten sie eine gute Performance. Ich freue mich auf das nächste Rennen.“


Jochen Hudelmaier, Fahrer:

„Training und Rennen waren geprägt von gelben Phasen, nasser Piste und vielen Unfällen. Dennoch bin ich mit der Leistung zufrieden, insbesondere weil ich trotz schwerer Bedingungen nichts kaputt gemacht habe – viele andere können das nicht mit mir teilen. Im Streckenabschnitt Wehrseifen gab es eine gefühlte unendlich lange Ölspur, ich achtetedarauf, das Auto auf der Straße zu halten und nicht auf Topspeed zu gehen. Das ist nur ein Beispiel für das schwere Rennen. Ich bin mit mir und dem Auto voll zufrieden. Küpper Racing hat uns mal wieder ein tolles Auto bereitgestellt.“


- Uwe Meuren -  auch Photos
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22.04.2009 / MaP

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