BFGoodrich freut sich auf die Herausforderung Norwegen

BFGoodrich freut sich auf die Herausforderung Norwegen

12.02.2007: BFGoodrich freut sich auf die Herausforderung Norwegen

Vorschau: Rallye Norwegen 2007

Die Rallye Norwegen aus Sicht von BFGoodrich
BFGoodrich g-Force Ice – der Eiskunstläufer im Detail

Genaue Bestimmungen schränken die Freiheit der Reifeningenieure ein

Das Bonusprogramm von BFGoodrich

Das erwarten die Partnerteams von BFGoodrich

Statistisches 
 

Die „nordische Kombination" geht in die zweite Runde: Nur wenige Tage nach der spannenden Highspeed-Schlacht von Schweden erwartet die Lenkradartisten der Rallye-WM am kommenden Wochenende Neuland. Die Rallye Norwegen rund um Hamar gehört dem Weltmeisterschaftskalender erstmalig an. Selbst bei geschlossener Schneedecke und Temperaturen um -20 Grad Celsius dürften die Piloten mit heißen Drifts beeindrucken - auch ein Verdienst der Spike-Reifen von BFGoodrich.

Ihn gilt es zu schlagen: BFGoodrich Partner Marcus Grönholm ist auf Schnee das Maß der Dinge.

Vor gut 1.000 Jahren machten die Wikinger die Welt mit ihren Raubzügen unsicher, nun dringt die Welt ins Land der begabten Seefahrer aus dem hohen Norden vor - zumindest, was die Rallye-WM betrifft: Zum ersten Mal seit dem Bestehen der Weltmeisterschaft reisen die besten Rallyefahrer nach Norwegen. Zu den Favoriten zählen dabei auch zwei Lokalmatadore. Petter und Henning Solberg genießen in ihrem Heimatland einen Nationalhelden-ähnlichen Status und haben ihren Siegeswillen - ähnlich wie damals die Wikinger - hinlänglich bewiesen. Gefürchtet werden die Brüder aus Spydeberg, und das unterscheidet sie von ihren Vorfahren, deswegen aber nur von ihren direkten Rivalen.

Nur eine Woche nach der Schneerallye in Schweden steht den Teilnehmern eine wohl noch eisigere Veranstaltung bevor: Die Teilnehmer reisen direkt vom schwedischen Karlstad ins rund 250 Kilometer nördlich gelegene Hamar. Das Rallyezentrum des neuen WM-Landes liegt nur unweit des bekannten Wintersportorts Lillehammer, wo 1994 die olympischen Winterspiele ausgetragen wurden. Dort erwarten die Piloten Temperaturen von rund -20 Grad Celsius. Auch abgesehen von den Temperaturen unterscheiden sich die beiden Winter-Events gewaltig: Die Region Hedemark ist deutlich hügeliger als das schwedische Flachland. Das Streckenprofil in Norwegen zeichnet sich daher durch mehr Kurven, engere Pisten sowie steilere Anstiege und Abhänge aus.

Die Rallye Norwegen aus Sicht von BFGoodrich

Herausforderer Nummer eins: Sébastien Loeb will mit seinem BFGoodrich-bereiften Citroën den Sieg in Norwegen.

Bereits in Schweden bestimmte die Reifen-Thematik die Performance der Piloten maßgeblich. Marcus Grönholm wählte praktisch die ganze Rallye über Pneus mit kürzeren Nägeln als sein Konkurrent Sébastien Loeb. Diese Taktik zahlte sich am Ende für Grönholm aus. Sein Vorsprung im Ziel betrug sozusagen 0,5 Millimeter - so groß ist der Unterschied zwischen dem BFGoodrich g-Force Ice „long stud" und dem „normal stud" mit etwas kürzeren Spikes.

Bei beiden Modellen stellte BFGoodrich einen weiteren Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr fest: „Unsere Reifen erwiesen sich als sehr haltbar, denn es lösten sich weniger Nägel als im vergangenen Jahr", resümiert Mathieu Bonardel, bei BFGoodrich für das Rallye-Engagement verantwortlich. „Besonders achteten wir auf das Duell zwischen Daniel Carlsson und Gigi Galli. Sie fuhren auf identischen Autos, aber unterschiedlichen Reifen. Abgesehen von den Auftaktprüfungen behielt Carlsson auf unseren BFGoodrich Pneus das ganze Wochenende über die Oberhand."

In puncto Pneus stellt der norwegische WM-Lauf noch höhere Anforderungen an die Spike-Reifen als die Prüfungen im schwedischen Värmland. „Auf kurvenreicheren Strecken driften die Autos naturgemäß mehr", erklärt Patrick Lefort, Cheftechniker bei BFGoodrich. „Daraus resultiert eine höhere Belastung für die einzelnen Spikes. Die Wahl der Länge der jeweiligen Nägel dürfte sich auch in Norwegen als entscheidend herausstellen."

BFGoodrich g-Force Ice - der Eiskunstläufer im Detail

Will seine Pechsträhne beenden: BFGoodrich Partner Petter Solberg peilt bei seiner Heimrallye ein gutes Ergebnis an.

Damit sich die kleinen Nägel aus Wolfram - dem härtesten Metall der Welt - besser in die gefrorene Fahrbahnoberfläche bohren können, kommen bei Winterrallyes vergleichsweise schmale Reifen zum Einsatz. Der Trick dabei: Durch die kleinere Auflagefläche erhöht sich das auf eine Stelle wirkende Gewicht. Dank der so erhöhten Radlast pro Fläche krallen sich die Spikes tiefer im Eis fest. Durch das asymmetrische Laufflächenmuster verbessert sich die Bewegung der Spikes auf Geraden (längliche Blöcke) und in den Kurven (schräge Blöcke). Damit sich Schnee, Matsch und Dreck nicht im Reifen festsetzen, besitzen die Pneus zudem ein zu den Seiten geöffnetes Profil.

Auch das bei Asphalt- und Schotterveranstaltungen übliche „Mousse"-System kommt bei den Spikes zum Einsatz, das den Piloten auch bei einem Reifenschaden die Weiterfahrt im gewohnten Tempo ermöglicht. Für viele überraschend: Bei Schnee-Rallyes kommt es vergleichsweise häufig zu Plattfüßen, da die schmalen Felgen anfälliger für Beschädigungen sind.

Konto aufstocken: Manfred Stohl nimmt in seinem BFGoodrich-bereiften Kronos-Citroën erneut eine Punkteplatzierung ins Visier.

Um auf längeren Prüfungen eine noch bessere Haltbarkeit zu ermöglichen, setzen die Pneu-Experten aus Clermont-Ferrand seit diesem Jahr auf ein neues Klebeverfahren. Diesen speziellen Job übernimmt die Firma Däckproffsen im Auftrag von BFGoodrich. Die schwedischen Spezialisten kleben die Spikes per Hand in die Öffnungen der Laufflächen, die in Clermont-Ferrand konstruiert und dann nach Skandinavien geschickt werden. Das Kleben eines jeden BFGoodrich g-Force Ice dauert etwa eine Stunde. Allein für die WM-Läufe in Norwegen und Schweden ließ BFGoodrich 1.998 Pneus anfertigen.

Obwohl die Spikes extern eingeklebt werden, zählt die „nordische Kombination" der beiden Läufe in Norwegen und Schweden für die Mitarbeiter von BFGoodrich zu den arbeitsreichsten der gesamten Saison: Innerhalb von zehn Tagen müssen sie die rund 2.000 Reifen bei Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunkts montieren. Das Aufziehen die Spikes gestaltet sich dabei als weitaus schwieriger als bei Asphalt- oder Schotterpneus, da die Schneereifen schmaler sind und sich die spitzen Wolfram-Nägel gerne durch die Handschuhe der Mechaniker bohren.

Genaue Bestimmungen schränken die Freiheit der Reifeningenieure ein

Der Name des Sponsors ist Programm: BFGoodrich Partner Henning Solberg ist in Norwegen ein wahrer Expert(e).

Wie bei jeder anderen Rallye gelten auch bei den „Spikes" für Norwegen und Schweden strenge Regeln in puncto Reifen: Jedem Piloten steht lediglich eine Laufflächenmischung zur Verfügung, in diese dürfen in einem Umkreis von 30 Zentimetern höchstens 60 Spikes eingelassen werden. Die maximale Länge der einzelnen Spikes darf maximal 20 Millimeter betragen, das Gewicht nicht vier Gramm überschreiten.

Seinen Partnern bietet BFGoodrich in Norwegen die gleichen Reifenvarianten an wie in Schweden. Jeder Reifen verfügt über das maximal erlaubte Limit von 384 Wolfram-Spikes die sich bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h 17 Mal pro Sekunde in den Boden eingraben, um dem Fahrer optimale Traktion zu liefern. Wegen der möglicherweise wechselhaften Bedingungen variiert die Länge der Spikes, die aus dem Reifen herausragt, von Typ zu Typ.

BFGoodrich bietet den g-Force Ice in den Versionen „long stud" mit langen Spikes für Schnee, „normal stud" für eisige Pisten und „short stud" für gefrorenen Schotter an. Die Spikes des „long stud" ragen dabei einen Millimeter weiter aus der Lauffläche heraus als die des „normal stud". So minimal dieser Unterschied klingen mag: Sébastien Loeb und Co. spüren ihn deutlich.

Für die Veranstaltung kann jeder der zehn eingeschriebenen Piloten maximal 66 Reifen nominieren, von denen er beim Shakedown und während der Rallye höchstens 45 einsetzen darf. Die Nominierung erfolgte in zwei Schritten: Am 2. Februar wählten die Asse der Rallye-WM 45 Reifen aus. Die übrigen 21 BFGoodrich g-Force Ice müssen sie aus dem Schweden-Kontingent verwenden und am 12. Februar bekannt geben.

Das Bonusprogramm von BFGoodrich

Zur Rallye Schweden hat die amerikanische Reifenmarke ein neues Bonusprogramm vorgestellt, das die drei bestplatzierten Privatfahrer auf BFGoodrich Pneus auszeichnet. Ausgeschlossen von dieser Aktion sind lediglich die Werksteams von Citroën, Ford und Subaru. In Schweden kamen Henning Solberg, Daniel Carlsson und Toni Gardemeister in den Genuss der Förderung. Diese drei Fahrer erhalten eine bestimmte Anzahl an Reifen gratis.

Auch in der Junioren-Rallyemeisterschaft belohnt BFGoodrich die erfolgreichsten Piloten. Die amerikanische Marke, die in der Nachwuchsserie im zweiten Jahr in Folge als Alleinausrüster antritt, unterstützt die kommenden Stars mit insgesamt 50.000 Euro.

Das erwarten die Partnerteams von BFGoodrich

Nach dem Sieg in Schweden reist BP-Ford erhobenen Hauptes in Richtung Norwegen. Rund um Hamar zählt der Weltmeisterschafts-Zweite Marcus Grönholm erneut zu den Top-Favoriten. „Ich mag Winterrallyes, deswegen freue ich mich auf Norwegen", gab sich der Finne dennoch bescheiden. Der zweifache Champion betritt am Wochenende ebenso Neuland wie sein Teamkollege Mikko Hirvonen. „Wir müssen die Strecken schnell lernen", so der Youngster. „Wenn wir gut und ordentlich trainieren, dann sollte es für uns gut laufen."

Als größter Konkurrent könnte sich erneut Citroën Total-Pilot Sébastien Loeb im neuen Citroën C4 WRC erweisen. „Ich hoffe, dass wir erneut konkurrenzfähig sind und dass ich auf dem Podium einen Platz weiter oben lande als in Schweden", erklärt der dreimalige Weltmeister. Sein Lehrjahr im französischen Werksteam setzt Daniel Sordo bei der zweiten Winterrallye weiter fort.

Die enorme Konkurrenzfähigkeit des Impreza auf losem Untergrund konnte Subaru beim zweiten Saisonlauf noch nicht in Ergebnisse ummünzen. Dieses Unterfangen soll nun in Norwegen gelingen: „Wir haben etwas mehr über das Auto und die BFGoodrich Reifen gelernt", so Teamchef Richard Taylor. „Das wollen wir bei der Rallye Norwegen umsetzen." Besonders motiviert geht Petter Solberg an den Start, der an der Seite von Chris Atkinson erstmalig in der Weltmeisterschaft seinen Heimvorteil ausspielen will.

Ein gutes Ergebnis peilt auch Kronos-Citroën an. „Als Nicht-Skandinavier und Nicht-Loeb in Schweden zwei Punkte zu holen, ist klasse", so Manfred Stohl. „Ich hoffe, dass wir dieses Ergebnis in Norwegen wiederholen können." Daniel Carlsson musste sich bei seinem Xsara-Debüt erst an das neue Auto gewöhnen und will seine Erfahrung jetzt umsetzen.

Für eine Überraschung könnten die Piloten von Stobart-Ford sorgen. Henning Solberg trumpfte bereits bei der Rallye Schweden mit Platz vier groß auf und gewann den Lauf in Norwegen im Vorjahr. Trotzdem gibt sich der ältere Bruder von Petter zurückhaltend: „Bei dieser Rallye starten viele schnelle Fahrer, deswegen versuchen wir einfach, unser Bestes zu geben." Unterstützung erhält er dabei vom finnischen Talent Jari-Matti Latvala.

Neben den eingeschriebenen Teams rollen auch die bekanntesten Privatiers auf BFGoodrich: Toni Gardemeister und Xavi Pons gehen in Norwegen erneut mit zwei etwas in die Jahr gekommenen Mitsubishi Lancer WRC05 an den Start. Seinen dritten Saisonstart absolviert auch Jan Kopecky, der erneut auf einen Skoda Fabia WRC setzt. Auch die Reihe der „jungen Wilden" vertrauen den Reifen „Made in Clermont-Ferrand". Neben der Schweden-Überraschung Mads Östberg (20 Jahre, Subaru) wollen auch die Youngster Matthew Wilson (20) und Andreas Mikkelsen (17, beide Ford) für Furore sorgen.

Statistisches

Rallye Norwegen, 2. Lauf zur Rallye-WM 2007 (8. bis 11. Februar 2007); Gesamtlänge: 1.732,73 Kilometer, davon 20 Wertungsprüfungen über 342,09 Kilometer; längste WP: 34,54 Kilometer (WP 10: Liljendal); größte WP-Distanz von Service-Punkt zu Service-Punkt: 59,60 Kilometer (WP 5 bis 8); Anzahl der möglichen Reifenwechsel: 9. Start und Ziel: Karlstad.

WM-Zwischenstand nach dem ersten von 16 Läufen

Fahrerwertung:
1. Sébastien Loeb Citroën BFG 18
2. Marcus Grönholm Ford BFG 16
3. Mikko Hirvonen Ford BFG 10
4. Dani Sordo Citroën BFG 8
5. Chris Atkinson Subaru BFG 6
6. Toni Gardemeister Mitsubishi BFG 5
7. Henning Solberg Ford BFG 5
8. Daniel Carlsson Citroën BFG 4
9. Petter Solberg Subaru BFG 3
10. Manfred Stohl Citroën BFG 2
11. Jan Kopecky Skoda BFG 1

Teamwertung:
1. Citroën BFG 27
2. BP Ford BFG 26
3. Subaru BFG 10
4. Kronos-Citroën BFG 9
5. Stobart-Ford BFG 6

BFG = BFG Partnerteams

Diese und weitere Informationen zum gesamten Motorsport-Engagement von BFGoodrich Tires finden Sie auch im Internet unter www.bfgoodrichtires.de

- Kap Text -

Permanent-URL: http://www.automobilsport.com/wrc-rallyes-norwegen-rally-bf-goodrich-g-force-ice-partner-spike-reifen-drifts-wikinger-groenholm-solberg-karlstadt-pneus---19005.html

12.02.2007 / MaP

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